Millionen-Investition für Pipeline-Lager
480 Spezialrohre sollen ab Herbst in Lubmin gelagert werden — für den Fall, dass die 1200 Kilometer lange Erdgastrasse beschädigt wird. Der Betreiber Nord Stream investiert 5,5 Millionen Euro in das Depot.
Der Betreiber der Ostseepipeline Nord Stream steuert künftig vom deutschen Anlandepunkt in Lubmin aus die Offshore-Wartungs- und Reparaturmaßnahmen an der Erdgastrasse. 1200 Kilometer ist diese Leitung lang. Für rund 5,5 Millionen Euro soll bis zum Herbst in Lubmin ein Depot entstehen, in dem 480 Ersatzrohre und wichtige Ersatzteile gelagert werden, sagte der Betriebsmanager von Nord Stream, Peter Massny, gestern in Lubmin. ...Der Betreiber steuert das Unternehmen vor allem nicht aus M-V, wo das Gas auf dem Festland ankommt, sondern von der Schweiz aus. Daraus ergibt sich kein Hinweis, an wen das Unternehmen Steuern zahlt? Oder müssen nun wieder alle Armenhausbewohner auf die Knie fallen, weil Gasprom massig Arbeitsplätze in Lubmin schaffen ließ?
Für den Betrieb der Halle wurde die Firma Gascade — ehemals Wingas Transport — beauftragt, die mit sechs Mitarbeitern bereits am Standort arbeitet, wie Massny sagte. Weitere Arbeitsplätze seien nicht geplant. ...Die Korrespondentin teilte auch mit, was sonst noch (nicht) los ist nahe Lubmin:
Ob am Standort des stillgelegten Atomkraftwerks in Lubmin ein Gaskraftwerk entsteht, ist noch nicht absehbar. Der Energiekonzern EnBW halte zwar an seinen Plänen zum Bau eines 1200 Megawatt-Kraftwerks fest, die Entscheidung stehe aber weiterhin aus, sagte der Geschäftsführer der Energiewerke Nord, Jürgen Ramthun. Die EWN, Rechtsnachfolger des früheren DDR-Atomkraftwerks, hatten die Projektunterlagen für das geplante und 2010 gescheiterte Steinkohlekraftwerk übernommen und die Anträge für ein Gaskraftwerk modifiziert. Die Papiere seien inzwischen bei den Genehmigungsbehörden eingereicht worden. „Nach bescheinigter Genehmigungsfähigkeit soll das Projekt verkauft werden“, sagte Ramthun. ...EWN hatte einfach so übernommen? Das ist journalistischer Nebel. Die Unterlagen wurden Dong Energy abgekauft (für wie viel Steuergeld?), als Trostpflaster für die verhinderte Giftschleuder. Sie sind für den Bau eines Gaskraftwerkes unbrauchbar. Da die Unterlagen (für wie viel Steuergeld?) modifiziert wurden, muss das Genehmigungsverfahren komplett von vorn beginnen, Bürgerbeteiligung inkl. (Geht das schon wieder los?)
Und was ist sonst noch los nahe Lubmin? Hat sonst niemand die Absicht, ein paar Mauern zu bauen, um dahinter zu produzieren? Weiß die OZ nichts davon, die von sich behauptet, hier zu Hause zu sein?

