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20. Dezember 2013

"Zusammenhang von Schweinegrippeimpfung und Narkolepsie entschlüsselt"

Sie wissen, dass das kritische Hochwertblatt seinerzeit monatelang hemmungslos Reklame für eine sinnlose Impfung gegen Schweinegrippe machte, ganz vorn der einstige Strukturbenjamin und heutige geschäftsführende Redakteur, der sich impfen ließ, sich dabei ablichten ließ und das Foto ins Blatt hob (Seht her, ich der großartige Lokalchef, zeige euch, was ihr zu tun habt.).
Sie wissen, dass Narkolepsiefälle nach der Impfung gemeldet wurden und dass deutsche Behörden eine halbe Ewigkeit brauchten um zu erkennen, dass ein Zusammenhang zwischen Impfung und Erkrankung besteht.

Mal sehen, ob das Kampfblatt für Impfpropaganda es drauf hat, dies zu melden:
Zusammenhang von Schweinegrippeimpfung und Narkolepsie entschlüsselt 
Immunsystem kann H1N1-Teile mit Schlafsteuerungsprotein Hypocretin verwechseln
...

20. Juli 2013

Über den Umgang mit Leserpost

Logisch, dass die OZ, das Kampfblatt für Impfpropaganda, solch einen Leserbrief zur Impfung gegen die Masern vervielfältigt:
... Es gibt doch ganz einfache Mittel, diese bornierten Eltern dazu zu bewegen, ihre Kinder impfen zu lassen: keine Impfung – kein Kindergeld, Aufnahme in eine Kita nur nach Impfung.Jürgen Schmidt, per E-Mail
Wer kennt diesen Schmidt? Ich möchte ihn einladen, unsere impfgeschädigte Tochter zu besichtigen.

Übrigens werden Leserbriefe, in denen sich Leser kritisch mit dem Hochwertjournalismus auseinandersetzen, nicht veröffentlicht, nicht einmal beantwortet. Ein Beispiel zum Scheinarchiv der OZ-schrottline:
... mehr als ein Monat ist inzwischen vergangen und offensichtlich sind Sie nicht so richtig bei diesem "Jahrhundertprojekt" weitergekommen: "Beiträge "bewegen" und in neue "Schränke" einsortieren."
Das/mein Musterbeispiel:
http://www.ostsee-zeitung.de/content/search/(offset)/10?SearchText=BauBeCon&SubTreeArray=1009376
Eine weiterer Schwachsinn Ihres Online-Projektes:
Wer als angemeldeter!!! Printabonnent so blauäugig sein und zu kostenpflichtigen Beiträgen einen LB schreiben wollte muss ein zusätzliches Online-Abo abgeschließen!
Bsp.: http://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Greifswald/Rote-Karte-fuer-Toni-Kroos-Universitaet
Die inzwischen spärlichen Online-LB zeigen den durchschlagenden Erfolg für Sie, sie müssen nicht mehr so viel LB zensieren und können sich auf die Ihnen genehmen Premium LB-Schreiber verlassen!
Was hat der Leser-Beirat eigentlich für Aufgaben? Kann man den Vorsitzenden des Beirats irgendwie per Mail oder telefonisch für Nachfragen erreichen?
http://www.ostsee-zeitung.de/Region-Rostock/Fotostrecken-Region-Rostock/600-Buerger-beim-Mega-Picknick/0000z40c.jpg
Diese Mail bleibt seit fast einem Monat unbeantwortet.

Dass meine Mail vom 3. Juli an den Chefredakteur unbeantwortet bleibt, war dagegen abzusehen, denn für die OZ-Redaktionen gelte ich als tot - Tote mailen nicht. Dies war der Inhalt meines Angebotes an die OZ:
Sehr geehrter Herr Ebel,

gern nehme ich das Angebot auf Seite sechs, Keller, an, im Leserbeirat mitzuwirken. Ich stelle mir das sehr einfach vor: Lassen Sie meinen OZ-Blog und meine Google+-Seite in den Online-Auftritt der OZ einbinden, fertig. Ich würde Sie nicht einmal mit meiner Anwesenheit von der Zeitungsproduktion abhalten.

Freundliche Grüße
Ulrich Meyke

15. Dezember 2012

Typisch OZ

Ausnahmsweise ein Blogeintrag, weil in einem Artikel des kritisch-hochwertigen Blättchens OZ einiges von dem zusammenkommt (Verletzung journalistischer Grundregel, fehlende Nachfrage, SPD-Dienerschaft, keine Nutzung des Schrottline-Auftritts, um Zusatzmaterial anzubieten) was typisch für die OZ ist.

Am 13. Dezember war auf der Landesseite zu lesen:
Abgeordnete in MV kassieren doppelt so viel wie Hamburger Politiker
Experte: Schweriner Landtag in Teilzeit-Parlament umwandeln.
Überbezahlt und unterbeschäftigt: Verfassungsrechtler Hans Herbert von Arnim geht mit den 71 Landtagsabgeordneten von Mecklenburg-Vorpommern hart ins Gericht. 
Das ist eindeutig Kommentar, Meinungsäußerung des Autors, die in einer Nachricht nichts verloren hat. Ich halte die Vorschläge von Arnims keineswegs für hart, sondern für vernünftig; auch das ist Kommentar.
In einer Stellungnahme an den Ältestenrat des Landtages bezweifelt der renommierte Parteienkritiker, dass die Arbeit der Parlamentarier ein „Fulltimejob“ ist. Ein „Feierabendparlament“ nach Vorbild von Berlin und Hamburg reiche aus. Die Bürger sollten in einer Volksabstimmung darüber entscheiden. ...
Die Aufgaben der Landtagsabgeordneten hätten „rapide abgenommen“, schreibt von Arnim. Im Landesparlament würden häufig „kompetenzwidrig“ Bundesthemen erörtert, die dort nichts zu suchen hätten. Damit würde Aktivität lediglich vorgegaukelt. Dies führe zu einer „Überlastung der Steuerzahler“ und zu einem „Typus des abhängigen Berufspolitikers“.  
Im Landtag stößt dieser Vorschlag parteiübergreifend auf Ablehnung. ...
Logisch, war nicht anders zu erwarten; doch die Argumente gegen die Vorschläge sind keine:
Peter Ritter, Innenexperte der Linken, erklärte, Stadtstaaten seien mit Flächenbundesländern nicht vergleichbar.
Warum nicht? Fragen Sie den Autor oder Ritter.
Die Arbeit des Parlaments dürfe nicht allein unter dem Sparzwang beurteilt werden.
Und sonst so? Nur mal als Beispiel: Hat das Landesparlament dafür gesorgt, dass Empfehlungen der Impfkommission (STIKO) überprüft werden? Hat es sich darum gekümmert, dass die vom Bundessozialgericht geforderte Nutzen-Lasten-Analysen für Impfstoffe vorgenommen werden, oder spielen die Parlamentarier aus Spargründen mit der Gesundheit der Wähler, und lassen sie eine Gesetzesverletzung zu?

Richtig bildlich ausholen durfte im SPD-Blättchen OZ ein SPD-Mann:
Der SPD-Abgeordnete Heinz Müller monierte, von Arnim habe die Einladung zu einer entsprechenden Anhörung gestern im Ältestenrat nicht wahrgenommen und sich dadurch „selbst disqualifiziert“.
Soso; warum nahm von Arnim den Termin nicht wahr? Der Autor fragte nicht nach. Mir schrieb von Arnim:
Ich konnte persönlich an der Anhörung am 12.12. wegen zweier dazwischen gekommener  wichtiger Termine, die ich angesichts der je siebenstündigen Bahnfahrt von Speyer nach Schwerin und zurück sonst nicht hätte wahrnehmen können, leider nicht teilnehmen und habe mich ausdrücklich beim Vorsitzenden des Ausschusses entschuldigt. Ich halte dies auch deshalb nicht für ein Drama oder gar ein contempt of Parliament, weil ich eine umfassende schriftliche Stellungnahme für den Ausschuss erarbeitet und ihm rechtzeitig  übermittelt hatte. ...
Die Stellungnahme können Sie im Wortlaut lesen. Dazu habe ich eine neue Seite eingerichtet.

Hier ein kurzer Auszug:
... Und spätere Urteile stellen erst recht klar, dass keineswegs eine verfassungsrechtliche Pflicht zur Vollalimentation besteht, nicht einmal für Bundestagsabgeordnete ...
Und noch ein Gedanke, der nie und nimmer von den etablierten Parteiern im Parlament geäußert würde:
... Die funktionswidrige Konstruktion von vollalimentierten Vollzeitparlamentariern führt zu einer Überbelastung der Steuerzahler. Vor allem aber kommt sie den Staatsbürger und die Demokratie teuer zu stehen, weil sie den Typus des abhängigen Berufspolitikers fördert und mit dazu beiträgt, wichtige Kräfte vom Eintritt in die Politik abzuschrecken und das Vertrauen der Menschen in ihre Politiker zu mindern. ...
Ich gehe davon aus, dass auch der Autor diese Stellungnahme erhielt. Doch die OZ hat sie nicht veröffentlicht, obwohl sie einen Internetauftritt hat, der bekanntermaßen so schrottig ist, dass solch ein Dokument darauf keinen Platz erhält.

Noch dies schrieb mir von Arnim:
Die Ostsee-Zeitung hat dankenswerter Weise über meine Stellungnahme berichtet. Das eigentlich Brisante, dass per Volksbegehren und Volksentscheid eine Neuregelung der Abgeordnetendiäten - auch gegen den Widerstand des Landtags - möglich ist, wurde bisher aber wohl noch nicht thematisiert.
Die OZ hat es nebenbei genannt, doch in keiner Weise ausgeführt, denn es bleibt dabei: Ruhe sei die 1. Bürgerpflicht. Die OZ erinnert immer mehr an die SED-OZ. Vor 22 Jahren schwenkte sie erst dann bildlich um, als klar war, dass das Ende der SED besiegelt wird. Bis dahin war sie Partei- und Staatsdiener.
Was passiert, wenn wir wie blöd den Parlamentariern zuschauen, erleben wir mit dem Bundesstimmvieh, das sich auf unserer Kosten noch weiter vermehren will.

Wenn wir Bürger den Parlamenten weiterhin die Entscheidung über Zahl der Abgeordneten und deren Vergütung überlassen, sind wir Steuerzahler also selbst schuld. Es wird Zeit, der Geldverschwendung ein Ende zu machen.

Randnotiz:
Alles, was die OZ indem Artikel veröffentlichte, erhielt sie kostenlos. Was sie daraus machte, verkaufte sie. Soviel zum Thema Schmarotzer und LSR.

Kommentare hinterlassen und lesen Sie bitte hier.

3. April 2012

"Pandemrix: Neue Studie bestätigt Narkolepsie-Risiko"

Dieses Thema war dem Kampfblatt für Impfpropaganda vor einem Jahr nur ein kurze Meldung wert. Hintergrund und Nutzwert für die Leser gab es nicht. Dabei hätte die OZ wie gewohnt nur aus einer aktuellen dpa-Meldung zu kopieren brauchen, um das nachzuholen:
Pandemrix: Neue Studie bestätigt Narkolepsie-Risiko
Im Jahr 2010 kam es in Finnland zu einem 17-fachen Anstieg der Narkolepsie-Erkrankungen. Die Krankheit trat 13-fach häufiger bei Kindern auf, die mit Pandemrix gegen die Neue Influenza H1N1/2009 geimpft worden waren. Angesichts dieser Zahlen aus zwei neuen retrospektiven Studien bestehen kaum noch Zweifel an einem kausalen Zusammenhang.
In Finnland hat jeder Einwohner eine zentrale Identifikationsnummer, die lebenslang bestehen bleibt und anhand der er in verschiedenen Datenbanken gefunden werden kann. Es war deshalb für Hanna Nohynek vom National Institute for Health and Welfare in Helsinki nicht schwer herauszufinden, dass von den 67 Kindern die 2009/10 an einer Narkolepsie erkrankten, 46 zuvor mit Pandemrix gegen die Influenza H1N1/2009 geimpft worden waren. ...

Der Zusammenhang mit der Impfung war aufgefallen, weil die Narkolepsie normalerweise eine sehr seltene Erkrankung ist, vor allem bei Kindern. Laut den Recherchen von Markku Partinen vom Finnischen Narkolepsieforschungszentrum in Helsinki gab es in Finnland in den Jahren 2002 bis 2009 insgesamt nur 335 Neuerkrankungen, darunter nur 26 im Alter unter 17 Jahren. Die jährliche Inzidenzrate betrug gerade einmal 0,31 pro 100.000 Einwohner. In 2010 schnellte sie dann auf 5,3 pro 100.000 Einwohner hoch, ein Anstieg um den Faktor 17. Die meisten Kinder erkrankten innerhalb von 8 Monaten nach der Impfung.
Ich hatte schon früher auf den Zusammenhang mit der Schlafkrankheit hingewiesen, aus wichtigem Grund: Wenn die mit Pandemrix gegen Schweinegrippe geimpfte Bevölkerung (vielleicht animiert durch die Propaganda der OZ) nicht weiß, dass Impfkomplikationen auftreten können, können Betroffene solche Komplikationen auch nicht melden, damit auch keinen Impfschaden anerkennen lassen und damit keinerlei Entschädigungsleistungen erhalten.

Die OZ hatte nicht nur monatelang Reklame für die unnötige und gefährliche Impfung gemacht und auch noch ein anderes gefährliches Märchen verkauft. Sie vertuscht nun auch noch (abgesehen von der Drei-Satz-Meldung vor einem Jahr), dass ganz spezielle Schädigungen möglich sind. Doch es ist nicht das erste Mal, dass die OZ so handelt. Ich erinnere an einen Leserbrief der nur geschrieben wurde, um die Leser über das Verhalten nach Impfungen aufzuklären und der genau um die aufklärende Passage gekürzt wurde. Doch nicht nur das. Die Leserbriefschreiberin wurde von der OZ auch noch als Impfgegnerin abgestempelt, was sie nicht ist. Doch selbst wer übers Impfen aufklären will, ist für die OZ automatisch Impfgegner.

12. März 2012

Warentests Schutzimpfungentest "völlig indiskutabel"

Die Stiftung Warentest hat Impfungen getestet (test 3/2012, S. 84-91). Das mag löblich sein, doch das Ergebnis wird von Ärzten für individuelle Impfentscheidung
heftig kritisiert:

... Gerne würde man die sonst vermeintliche Objektivität der Stiftung in's Feld führen, um die unter Fachleuten ohnehin mehr als umstrittene Impfempfehlung mit neuer Verve zu kritisieren, entlarvte sich der oben genannte Artikel in seiner Gänze nicht als hochgradig intransparent und fragwürdig:
So ist weder der die Bewertung vornehmende "Expertenkreis" näher, geschweige denn namentlich genannt, noch finden sich Äußerungen zu bei "Experten" zu diesem Thema nicht unüblichen Interessenskonflikten, eine bei medizinischen Veröffentlichungen aus gutem Grund unerlässliche Forderung. Auch ist - und auch hier unterscheiden sich Stellungnahmen zu medizinischen Themen eben von Waschmaschinentests - keine der getätigten Behauptungen durch Quellenangaben oder zumindest den Hinweis auf ein Literaturverzeichnis belegt.
Viele der aufgeführten "Fakten" sind schlicht nachweislich falsch
...

28. Februar 2012

"Unheilbar krank durch Schweinegrippeimpfung"

Kein Thema im Kampfblatt für Impfpropaganda:

Der Preis der Panik: Folgenreiche Impfung gegen Schweinegrippe

Nach den Massenimpfungen von 2009 in Schweden und Finnland gegen die Virus-Pandemie leiden heute hunderte Kinder an der "Schlafkrankheit". Narkolepsie löst Müdigkeitsanfälle aus, egal, wie viel man geschlafen hat.

"Ich vertraute ihnen. Eine Spritze – und danach war mein ganzes Leben verändert.“ So wie die 19-jährige Daniela Dahl müssen jetzt, zwei Jahre nach Beginn der Schweinegrippe-Pandemie von 2009 und 2010, hunderte junge Skandinavier erkennen, dass die Impfung, die sie einst vor der Krankheit schützen sollte, sie stattdessen unheilbar krank gemacht hat. Dass zwischen dem Impfstoff „Pandemrix“ und „Narkolepsie“, einer neurologischen Störung, auch „Schlafkrankheit“ genannt, ein direkter Zusammenhang besteht, sieht die finnische Gesundheitsbehörde als erwiesen an; jene in Schweden zögert noch und verweist auf eine laufende Studie.

Impfschutz nicht nachweisbar

Doch die Zahlen sprechen für sich: In Finnland wurde ein mehr als zwölfmal höheres Narkolepsierisiko bei mit Pandemrix geimpften Kindern festgestellt, hier erkrankten daran 121 Personen. 168 Narkolepsie-Fälle gab es in Schweden. Beide Länder waren so ziemlich die einzigen, in denen man auf Massenimpfungen gesetzt hatte ...


Einen besseren Schutz gegen das Schweinegrippevirus brachten die Massenimpfungen indes nicht: In Schweden wurden 60 Prozent der Bevölkerung geimpft, in Deutschland nur acht Prozent (hier gab es etwa 30 Narkolepsiefälle) (Wer weiß, wie viele Fälle unentdeckt blieben, weil kein Zusammenhang zwischen der Krankheit und der überflüssigen, gefährlichen Impfung hergestellt wurde, für die die OZ monatelang Reklame schob und an Sie verkaufte?). Doch in beiden Ländern war die Sterberate durch das Virus gleich hoch: jeweils 3,1 Tote pro Million Einwohner – in Schweden waren das 29. Zum Vergleich: An „normaler“ Grippe sterben jährlich etwa 3000 Schweden.
„Ich warnte im Juni 2009 vor dem teuren und unsicheren Projekt“, sagt indes Staffan Sylven, Spezialarzt für Infektionsschutz, „doch der Beschluss für Massenimpfungen war politisch getroffen.“ Den Preis dafür zahlen jetzt Kinder wie die fünfjährige Tindra, die sagt, sie wolle „dass alles wieder wie früher“ sei, „dass mein Gehirn wieder gut wird oder dass ich ein neues bekomme“. Oder wie Nemo (9): „Man darf nicht zu viel lachen. Sonst fällt man zusammen.“

Junge Leben in Trümmern

„Ich werde mich nie wieder frisch fühlen“, sagt Ludvig (14). „Ich hatte nicht mal Kraft, die Weihnachtsgeschenke zu öffnen“, erzählt der 13-jährige Manfred. „Ehe ich krank wurde, freute ich mich aufs Erwachsenwerden“, sagt die 17-jährige Elin. „Ich werde alles an meine Krankheit anpassen müssen“, hat Filip (15) erkannt.

Narkolepsie löst Müdigkeitsanfälle aus, egal, wie viel man davor geschlafen hat. Der Schlaf kommt jäh, mitten in der Schulstunde, beim Fernsehen, im Schwimmbad, beim Radfahren, er dauert einige Sekunden bis zu einer halben Stunde. Unmittelbarer Auslöser ist oft emotionelle Erregung, etwa Lachen oder Zorn. Dann versagen die Muskeln und der Kranke bricht zusammen, weshalb viele Psychopharmaka nehmen müssen, um ihre Gefühle zu dämpfen. ...

Inger Atterstam, Wissenschaftsjournalistin der Zeitung „Svenska Dagbladet“, die den Zusammenhang aufgedeckt hat, spricht hingegen von einer „medizinischen Tragödie“, aus der die Verantwortlichen keine Lehren ziehen wollten. Daher würden die Opfer im Stich gelassen, eine zugesagte Entschädigung von umgerechnet 6000 Euro sei nichts angesichts lebenslanger Behinderung. „Der Staat müsse die Verantwortung übernehmen“, fordert der Verband der Narkolepsieopfer.

In Dänemark wurden nur erwähnte Risikogruppen geimpft, rund sechs Prozent der Bürger. Man sei eben vorsichtig angesichts des neuen Impfstoffs gewesen, sagt die Amtsärztin Thea Fischer. 33 Menschen starben an der Grippe, also 5,9 pro Million Einwohner.

Nichtimpfen war gesünder

In Polen beschloss die damalige Gesundheitsministerin Ewa Kopacz, selbst Ärztin, auf Impfungen gänzlich zu verzichten. Folge: An der Schweingrippe starben 4,7 Menschen pro Million Einwohner (absolut 181), im durchgeimpften Finnland aber 8,1 pro Million (56). In Österreich wurden drei Prozent der Menschen geimpft, es gab 40 Tote, die Todesrate war gleich hoch wie die in Polen. Über Narkolepsiefälle gibt es keine Angaben.
...
("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.02.2012)

Ich erinnere an diese beiden Einträge, Informationen, die die OZ den Lesern vorenthielt.

16. Februar 2012

Der Hersteller dementiert, na und?

Diese Meldung wäre zu ergänzen gewesen:
Grabow: Proteste gegen Impfstoff
Gestern demonstrierten mehr als 30 Bürger in Grabow (Kreis Ludwigslust-Parchim). Der Grund: Die Stadt und etliche der 6300 Einwohner lehnen einen Impf-Versuch mit einem genmanipulierten Lebend-Serum für Pferde ab. Ex-Weltklasse-Springreiter Paul Schockemöhle, Besitzer von Deutschlands größtem Gestüt, hat in dem Quarantänestall in Grabow der Impfaktion des niederländischen Pharmaunternehmens Intervet International zugestimmt. Ab Sommer sollen 120 Fohlen geimpft werden, um einer eitrigen Lungenentzündung vorzubeugen. Die Gegner befürchten, dass auf diesem Wege genveränderte Bakterien in die Umwelt gelangen und geschwächten Menschen schaden könnten. Der Hersteller dementiert. Die Widerspruchsfrist gegen den Versuch endet heute.
Der witzigste Satz ist:
Der Hersteller dementiert. 
Genau an dieser Stelle hätte die journalistische Arbeit beginnen müssen. Dementieren kann jeder. Dazu diese Gegenmeinung in Kürzestform:
... Die durch Genmanipulation abgeschwächten Erreger sollen die Krankheit zwar nicht mehr auslösen können, jedoch die Antikörperproduktion ankurbeln. Allerdings sind Gen-Konstrukte nicht stabil. Es besteht die Gefahr weiterer Mutationen zu neuen unbekannten Varianten.

Der genetische Transfer des manipulierten Bakteriums wird nur aufgrund von Literaturanalysen als nicht relevant eingestuft. Untersucht wurde das Bakterium nicht.
Unbekannt ist bisher auch, wie lange der Impfstamm im Tier überleben kann, vermutlich bis zu dessen Tod.
...
Kann der Hersteller denn nachweisen, dass die Befürchtungen unberechtigt sind?
Dazu noch dieser Hinweis, den ich als Mail erhielt (Könnte auch die OZ kostenlos erhalten, wenn sie sich dort anmeldete, um es Ihnen dann zu verkaufen.):
Umweltinstitut reicht Einwendung gegen Freisetzungsversuch ein

Das Umweltinstitut hat beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine Einwendung gegen den geplanten Freisetzungsversuch mit genmanipuliertem Lebend-Impfstoff für Pferde eingereicht. Darin wird Landwirtschaftsministerin Aigner aufgefordert, den Antrag des niederländischen Pharma-Herstellers abzulehnen. (Pressemitteilung zur Einwendung)
...

Die Freisetzung verfolgt das Ziel, eine Zulassung als Impfstoff zu erlangen und dient ausschließlich der Unterstützung eines Systems nicht artgerechter Massentierhaltung. Das manipulierte Bakterium des Gen-Impfstoffs könnte durch Staub, Nager und Insekten die Umwelt kontaminieren. (Hintergrundinfos)
Werden Sie aktiv und schicken Sie eine Protestmail an Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner und Gesundheitsminister Daniel Bahr.
Es ist also keineswegs so, dass die OZ kein Material gehabt hätte, mehr aus der Kurzmeldung zu machen. (Dabei schließe ich den letzten Satz aus der Mail des Umweltinstitutes aus, denn Ruhe sei die erste Bürgerpflicht.)
Aber so lange sich die meisten Leser mit solchen hintergrundfreien Häppchen zufriedengeben, kann die OZ so weitermachen.

30. Dezember 2011

Ganz schön erfolgreich

Impfpropaganda hatte die OZ schon lange nicht mehr gegen Geld zu bieten:
Erfolgreiche Kampagne: Mehr Jugendliche geimpft
Ärzte beklagen die nachlassende Impfbereitschaft in der Bevölkerung. Mit direkten Ansprachen kann der Trend gebrochen werden.
Die Kampagne der Landesregierung gegen die Impfmüdigkeit (?) vor allem bei Jugendlichen hat sich in diesem Jahr gelohnt. Die Vorsorgeuntersuchung J1 für 12- bis 14-Jährige wird stärker angenommen. ...
Nichts war zu lesen über die erfolgreiche Aufklärung der Jugendlichen über mögliche unerwünschte Nebenwirkungen der Impfungen.
Auch hierüber las ich nichts in der OZ, hätte mich auch gewundert:
Die HPV-Impfung
Die Ständige Impfkommission empfiehlt seit Juli 2007 die Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) für alle Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren.

Im Folgenden finden Sie einer Übersicht über Wissen und Nichtwissen zu dieser umstrittenen Impfung, Stand November 2011...
Und:
Rückruf von Grippeimpfstoff
Ende Oktober 2011 wurde der Grippeimpfstoff Preflucel® der Firma Baxter nach Intervention des in Deutschland für die Sicherheit von Impfstoffen zuständigen Paul Ehrlich-Instituts (PEI) aufgrund schwerer Nebenwirkungen vom Markt genommen.
Obwohl laut der von der Herstellerfirma Baxter vorgelegten Zulassungsstudien die Nebenwirkungen mit Placebo (Scheinmedikament) vergleichbar seien, zeigen sich in der Praxis eine außergewöhnliche Häufung schwerer und schwerster Nebenwirkungen wie Schockzustände, Kreislaufkollaps, Asthmaanfälle. Das Risiko für die Patienten sei - so dass PEI - "nicht vertretbar".
arznei-telegramm 2011; Jg. 42, 99
Original hier nachzulesen, kostenlos.

1. Dezember 2011

Rosskur nötig

Die OZ hat mitbekommen:
Schweinegrippe: Impfstoff landet im Müll
Das stimmt nicht, denn die letzte Landung ist die im Verbrennungsofen. Warum die Millionen nicht auf dem Müll landen, sondern verbrannt werden müssen, wurde nicht gefragt.
Das Land vernichtet Serum im Wert von drei Millionen Euro. Experten: MV soll Geldverschwendung aufklären. ...
Geldverschwendung? Wenn ich mich recht erinnere, hat die OZ monatelang für das Impfen auf übelste Art Propaganda betrieben, weil es so wichtig ist und schützt, und denken sie an die Grippetoten und überhaupt. Ich hoffe, Sie können sich auch noch erinnern. Dann ist die gesamte Schweinegrippen-Impfpropaganda der OZ auch Verschwendung gewesen, übrigens auch Verschwendung Ihres Abo-Geldes. Darüber sollte in den Redaktionen nachgedacht werden, was ich allerdings für unmöglich halte, denn dazu müssten die Herrschaften bildlich von ihren hohen Rössern absteigen.

Wie unfähig die OZ zum Absteigen ist, lesen Sie hier:
Im Nordosten starben vier Menschen an der Schweinegrippe
... oder auch nicht. Da keiner dieser angeblich Grippetoten obduziert wurde, bleibt die Todesursache unklar und wenn die OZ zehnfach dieses Märchen an Sie verkauft.
Hier noch einmal aus den Antworten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales auf meine Fragen:
bei allen vier Patienten lagen chronische Vorerkrankungen vor. Deshalb hat das LAGuS stets die Formulierung „Todesfälle im Zusammenhang mit einer neuen Influenza“ gewählt.
Auch dies widerspricht der gesamten Schweinegrippe-Propagandaaktion der OZ, denn ich kann mich nicht erinnern, während der Propagandaaktion gelesen zu haben, was heute zumindest in wenigen Worten eingestanden wurde:
Die Wirkung dieses Stoffs war unter Medizinern umstritten.
Stattdessen wurden die Leser mit Märchen, Verschweigen, Angstmacherei und primitiver Anmache durch den Umstrukturierer dazu animiert, sich impfen zu lassen. (Er ließ sich als glorreiches Fanal beim Impfen ablichten und präsentierte das Foto gegen Geld den Lesern.)

Nur so nebenbei. Der Impfstoff enthält Quecksilberverbindungen. Muss er deshalb verbrannt werden? Und wie viel Quecksilber wird durch das Verbrennen frei und bleibt wo?

28. November 2011

Stiftung Warentest möchte wissen: Wie stehen Sie zum Impfschutz?

Dass die OZ nicht auf diese Umfrage aufmerksam machen wird, ist abzusehen: 
In Deutschland kann jeder frei entscheiden, ob er sich oder sein minderjähriges Kind impfen lässt. Eine Impfpflicht gibt es nicht. Die Stiftung Warentest möchte mehr über die vorherrschenden Einstellungen und Erfahrungen zu diesem Thema wissen. Dazu brauchen wir Ihre Hilfe. Bitte nehmen Sie teil an der Umfrage Impfen. ...
Ihre Meinung ist gefragt

Die Stiftung Warentest möchte Ihre Einstellung und Ihre Erfahrungen kennen lernen. Welche Gründe sprechen aus Ihrer Sicht für oder gegen eine Impfung? Wann und wogegen haben Sie sich oder Ihre Kinder das letzte Mal impfen lassen? Wie stehen Sie zu Reiseimpfungen? Und wie gut fühlen Sie sich insgesamt zum Thema informiert? Bitte nehmen Sie teil an unserer Umfrage Impfen. Das dauert nur wenige Minuten und ist noch bis zum 4. Dezember möglich.
Datenschutz garantiert

Die Stiftung Warentest sichert Ihnen zu, dass sie Ihre Daten anonymisiert auswertet, sie nicht an Dritte weitergibt und ausschließlich für die Auswertung zu diesem Thema nutzt.

26. November 2011

Kleine Erinnerung

Millionenteurer Schweinegrippe-Impfstoff wird verbrannt

Aus Angst vor der Schweinegrippe kauften die Bundesländer für viele Millionen Euro teure Impfstoffe – doch die Nachfrage war gering. Nun wandern ganze Lastwagenladungen in den Verbrennungsofen.

Ein großer Teil des vor zwei Jahren von den Ländern gekauften Schweinegrippe-Impfstoffs soll kommenden Dienstag verbrannt werden. 196 Paletten mit 16 Millionen Impfdosen würden mangels Nachfrage im Magdeburger Müllheizkraftwerk Rothensee vernichtet, teilte das Sozialministerium von Sachsen-Anhalt am Freitag mit. Für den Transport sind sechs bis acht Lastwagen notwendig. Das Haltbarkeitsdatum der Impfstoffe ist abgelaufen, zudem schützen heute auch normale Grippeimpfungen vor dem H1N1-Virus.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Niedersachsen, das vergangenes Jahr den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz hatte, waren von den Ländern 34 Millionen Impfstoff-Dosen erworben worden. Davon seien fast 29 Millionen Dosen übrig geblieben. Die Länder blieben auf Kosten von 239 Millionen Euro sitzen, weil die Krankenkassen nur für Dosen zahlten, die auch genutzt wurden.

Bereits an Ärzte oder auch Gesundheitszentren ausgelieferte Impfstoffe wurden bereits zum großen Teil dezentral vernichtet. Bei den 196 Paletten, die nun in Magdeburg verbrannt werden, handelt es sich um den Impfstoff, der zentral im Auftrag der Länder gelagert worden war.

Das Müllheizkraftwerk in Magdeburg wurde ausgewählt, weil es das günstigste Angebot unterbreitete. Nach den Zahlen des Ministeriums ist die Vernichtung im Vergleich zur Anschaffung spottbillig: Rund 14 000 Euro wird die fachmännische Entsorgung bei hohen Temperaturen kosten. ...

24. November 2011

Influenca-Impfstoff-Charge mit Nebenwirkungen, z.T. schwerwiegend

Haben Sie sich gegen die saisonale Grippe impfen lassen, hatten danach Beschwerden, die Sie dem Impfarzt nicht meldeten (damit dieser sie weitermeldet), weil Sie keinen Zusammenhang zwischen Impfung und Beschwerden erkennen konnten? Dann lesen Sie dies und handeln Sie unverzüglich:
Influenza-Impfstoff
Rückruf einer Preflucel-Charge wegen Häufung von Nebenwirkungen

Stuttgart - Die Firma Baxter ruft freiwilllig eine Charge ihres Verozellkultur-basierten saisonalen Influenza-Impfstoffs Preflucel 2011/2012 zurück. Hintergrund ist eine Häufung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen, von denen das Paul-Ehrlich-Institut 19 als schwerwiegend eingestuft hat. Es handelt sich dabei um die Charge VNV5L010 mit den Subchargen VNV5L010A, VNV5L010B und VNV5L010C. ...
Auf Nachfrage, um welche Nebenwirkungen es sich gehandelt habe, erklärte Baxter lediglich, dass die gemeldeten unerwünschten Arzneimittelwirkungen im Allgemeinen Überempfindlichkeitsreaktionen betrafen, welche in der aktuellen Fachinformation von Preflucel aufgeführt werden.
Das Paul-Ehrlich-Institut erklärte gegenüber DAZ.online, dass bei ihm zu der genannten Preflucel-Charge auffallend viele Meldungen von Nebenwirkungen eingegangen sind, von denen es 19 als schwerwiegend eingestuft hat. Eine große Anzahl dieser Meldungen berichtete von allergischen Reaktionen bzw. Hypersensitivitätsreaktionen.
Die Frage nach den Ursachen und damit verbunden die Frage, ob sichergestellt ist, dass es sich um ein chargenspezifisches Problem handelt, ließ der Hersteller unbeantwortet. ...
Die Original-Mitteilung aus dem PEI ist bereits einen Monat alt und wurde von Medien wie der OZ nicht aufgegriffen.

8. Oktober 2011

"Aufarbeitung des Schweinegrippen-Fehlalarms dringend geboten"

Vom Kampfblatt für Impfpropaganda längst abgehakt, trotz offener Fragen:
Offener Brief:
Aufarbeitung des Schweingrippen-Fehlalarms dringend geboten
Sehr geehrter Herr Staatsminister,
im Hinblick auf den Schweinegrippe-Fehlalarm würden wir uns freuen, von der
Gesundheitsministerkonferenz Antworten zu unseren folgenden Fragen zu erhalten:

1) Warum ist es nicht zur Einsetzung eines Gremiums gekommen, welche die Lehren aus
dem Umgang mit der Schweinegrippe zieht, wie dies in vielen anderen Ländern (u.a.
Großbritannien, Frankreich, Schweden, Finnland) erfolgte?

2) Wie schätzen Sie angesichts der bei gleichem Impfstoff (PANDEMRIX) medizinisch nicht
erklärbaren internationalen Unterschiede in der Häufigkeit des Auftretens von
unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) die Aussagefähigkeit des durch das Paul-Ehrlich-Institut selbst geführten UAW-Registers für Deutschland ein?

3) Wie hoch schätzen Sie die medizinischen Schäden des Fehlalarms ein? Welche Kosten
sind Bundesländern, Bund und Krankenkassen entstanden?

4) Welche konkreten Konsequenzen wurden gerade auch im Hinblick auf die in den
International Health Regulations mit der WHO  vertraglich geregelten Vorgehensweisen
bisher gezogen, um solche Fehlalarme zukünftig zu vermeiden?
Für uns stellt sich der Sachverhalt wie folgt dar: ...

Fast passrecht dazu:
Rekonstruktion einer Ehec-Katastrophe
Der Keimkrimi
Ehec hielt Deutschland in Atem. Jetzt erst aber zeigt sich im Detail, wie schwerfällig Behörden reagierten und wie überfordert Ärzte waren. ...

5. Oktober 2011

“Die Viren-Lüge. Wie die Pharmaindustrie mit unseren Ängsten Milliarden verdient”

Sehr ausführlich, sehr inhaltsreich, sehr informativ - und deshalb nie und nimmer in der OZ nachzulesen:
SR2: Fragen an den Autor:
Marita Vollborn, Vlad Georgescu, “Die Viren-Lüge. Wie die Pharmaindustrie mit unseren Ängsten Milliarden verdient”.
Welche Viren sind gefährlich, welche nicht? Gibt es Korruption im Gesundheitswesen? Brauchen wir mehr unabhängige Forschung?

20. September 2011

Popagandapparat

Es geht wieder los mit der Impfpropaganda:
Herbstanfang: Experten raten zur Grippeimpfung
Mit dem kalendarische Herbstbeginn am Freitag bricht wieder die Zeit der Grippewellen an. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales rät deshalb zur In fluenza-Impfung. Arztpraxen und Gesundheitsämter haben genügend Impfstoff vorrätig, sagte Sprecherin Anja Neutzling gestern in Rostock. ...
Da die OZ zum Thema grundsätzlich nicht nachfragt und wenn im Einzelfall doch, sich ein Märchen auftischen lässt und gegen Geld weiterverbreitet, hier diese Ergänzung:
Die Frage, ob das Impfrisiko kalkulierbar ist, beantwortet das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) eigentlich eindeutig im Bundesgesundheitsblatt 12/2004 auf Seite 1161. Dort heißt es wörtlich:

„Da die Untererfassung der Meldungen von Impfkomplikationen nicht bekannt oder abzuschätzen ist und keine Daten zu verabreichten Impfungen als Nenner vorliegen, kann keine Aussage über die Häufigkeit bestimmter unerwünschter Reaktionen gemacht werden."

Also lautet die Antwort, denn an dem Zustand hat sich nichts geändert:

Das Impfrisiko ist nicht kalkulierbar, da den Behörden das tatsächliche Ausmaß der Impfkomplikationen in Deutschland unbekannt ist.
Ich nahm am vorigen Wochenende am Jahrestreffen des Impfschutzverbandes teil und hörte mir unglaubliche Geschichten an, Geschichten über den mitunter jahrzehntelangen Kampf um die Anerkennung von Impfschäden. Das Schöne an diesen Treffen ist der Austausch, den es natürlich auch in Einzelgesprächen während des gesamten Jahres gibt. So erfahren Betroffene, wie sie sich die Pflege ihrer impfgeschädigten Familienangehörigen erleichtern können, was ihnen von Rechts wegen zusteht und wie sie es erkämpfen können, denn viel zu oft funktioniert nicht einmal das ohne Gerichte; sie erfahren zudem, wo es zusätzliche Unterstützung, auch finanzielle, gibt. Sie tauschen sich also über all das aus, was die Versorgungsämter ihnen nicht mitteilen, jene Landesämter, die für die Unterstützung der Betroffenen zuständig sind und mit Steuergeld, auch mit dem der Betroffenen, bezahlt werden.
Wie der Vorstand des Impfschutzverbandes mitteilte, wurden in diesem Jahr sieben Gerichtsverfahren mit einer Anerkennung des Schaden abgeschlossen - kein Thema für die Medien.

15. September 2011

""Blutschwitzen“ von Kälbern: Impfstoff bringt den Tod"

"Blutschwitzen“ von Kälbern: Impfstoff bringt den Tod

Gießener Tiermediziner erzielen Durchbruch bei der Erforschung des „Blutschwitzens“ von Saugkälbern – Impfstoff verantwortlich 
Tiermediziner standen vor einem Rätsel, Bauern waren in größter Sorge um ihre Kälber. Erstmals vor vier Jahren trat in Deutschland und einigen anderen europäischen Staaten eine tödliche Krankheit bei Saugkälbern auf, die durch unstillbare Blutungen gekennzeichnet ist. Die Blutungen entstehen als Folge des fast vollständigen Verlusts von Blut- und Knochenmarkzellen, wovon auch die für die Gerinnung notwendigen Blutplättchen betroffen sind. In Fachkreisen wird die Krankheit als Bovine Neonatale Panzytopenie (BNP) bezeichnet. Bei der Erforschung der Ursachen haben Gießener Tiermediziner nun einen wissenschaftlichen Durchbruch erzielt. Sie machen einen Impfstoff für die unstillbaren Blutungen verantwortlich, die letztlich die Tiere qualvoll verenden lassen. Gießener Virologen am Fachbereich 10 – Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) gelang es, die Mechanismen der Zerstörung der blutbildenden Zellen bei den Kälbern zu beschreiben. ...

9. September 2011

Ganz schön langweilig, 70 000 Todesfälle pro Jahr?

Erinnern Sie sich noch an das Mediengetöse um Schweinegrippe und Ehec, in das die OZ munter und ahnungslos einstimmte und in Sachen Schweinegrippe monatelang ausdauernd nicht wieder gutzumachende Propaganda für das Impfen betrieb, statt aufzuklären? Wie viele Menschen sollen durch die Erkrankungen zu Tode gekommen sein? (Die Beweise für die beiden Todesursachen suchte ich übrigens vergeblich.)

Mit ein paar beschwichtigenden Zeilen tat die OZ dagegen Ende August ein wichtiges Thema ab:
Ärztepfusch: Viele Fehler in Kliniken vermeidbar
... werden aber seit Jahren nicht vermieden.
Behandlungsfehler in Kliniken können nach Ansicht von Experten mit einer besseren Schulung der medizinischen Teams und standardisierten Abläufen und Geräten deutlich minimiert werden. „Wir wissen, dass wir Fehler machen. Wenn ein Patient geschädigt wird, liegt das in der Regel im System“, sagte Intensivmedizin-Professor Michael Wendt gestern in Greifswald. Hier diskutieren 200 Mediziner bis heute über Patientensicherheit und Sicherheitskultur.

Jährlich gehen bundesweit 30 000 bis 70 000 Todesfälle auf Behandlungsfehler zurück. Hervorhebung von mir

„Wir sammeln Daten, richten aber den Blick noch zu wenig nach vorn“, betonte Marcus Rall vom Zentrum für Patientensicherheit am Uni-Klinikum Tübingen. Er forderte eine neue Sicherheitskultur, die den Fokus nicht auf den „schuldigen Mitarbeiter“, sondern auf die Abläufe richte. Mit einem Simulationstraining schulen Mitarbeiter des Greifswalder Uni-Klinikums deutschlandweit medizinische Teams, um bei Zwischenfällen im Operationssaal oder Schockraum richtig reagieren zu können.
Das wars.

24. August 2011

Probleme mit Problemfamilien

Eine ungläubige Redakteurin, die nicht in der Lage ist, Kommentar von Bericht zu unterscheiden, schrieb:
Greifswalder Zähne sind die gesündesten
Zwölfjährige Kinder in Bayern haben mehr Karies als Gleichaltrige am Ryck. Das ergab eine Erhebung.
Das wäre ja, jedenfalls im Prinzip (dazu etwas weiter unten), in Ordnung, hätte die Redakteurin das Geschriebene einfach wiederholt, damit der zahlende Leser nicht vergisst, worum es geht und damit schon ein paar Zeilen gefüllt sind. Doch sie brachte ihre Ungläubigkeit ins Spiel:
Unglaublich, aber wahr: Zwölfjährige Greifswalder Schüler haben bessere Zähne als gleichaltrige Schüler in Bayern. Das ergab die jährliche vergleichende Erhebung auf Bundesebene.
Es dürfte den meisten Lesern piepegal sein, ob die Redakteurin glaubt, was sie da nachplappert. Und wenn nicht, ist es dennoch die Meinung der Redakteurin, mit der sie den Bericht entwertete. Sie verstieß gegen eine journalistische Grundregel:

Die Trennung von Meinungen und Informationen soll Transparenz für den Leser herstellen. Vor allem im Boulevardjournalismus werden nachrichtliche (Bericht) und meinungsorientierte Darstellungsweise (Kommentar) jedoch auch innerhalb eines Beitrages vermischt.

Da es aber nicht um Transparenz sondern um Spaltenfüllung geht, ist das nicht so wichtig.

Mal nebenbei gefragt: Was hat der zahlende Leser davon zu wissen, dass Kinder aus Greifswald weniger von Karies befallene Zähne haben als Kindern in Bayern? Ist ein Vergleich zwischen einer Stadt und einem Bundesland überhaupt sinnvoll? Und wenn ja, welchen Nutzen könnten die OZ-Leser daraus ziehen?

Und was ist mit dieser Aussage:
Heute liegt der Kariesbefall bei den Zwölfjährigen in Greifswald bei 0,6 Zähnen und damit unter dem Landesdurchschnitt (ein Zahn) und sogar unter dem Bundesdurchschnitt (0,7 Zähne).
0,6 zu 0,7, ist das ein so großer Unterschied?

Und was ist mit dieser Aussage am Artikelende:
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Kinder, die keine Zähneputzen oft auch nicht geimpft sind, zu Hause kein Frühstück bekommen und die Eltern keine Präventionsbesuche beim Arzt wahrnehmen. Durch Prävention schon in der Krippe und im Kindergarten kann die Zahnmedizin kann den Zugang zu Problemfamilien finden.
Aha, wer seine Kinder nicht impfen lässt, weil vielleicht in der Bekanntschaft oder Verwandtschaft Menschen mit Impfschäden leben, wer sich von Impfärzten nicht ausreichend aufgeklärt fühlt, lebt also in einer Problemfamilie.

Nur so nebenbei: Gewöhnlich dürfen Kinder nie wieder geimpft werden, wenn sich der Verdacht auf einen Impfschaden verdichtet; er braucht noch nicht einmal staatlich anerkannt zu sein. Wurden diese Fälle in die Statistik einbezogen? Und sind jene Familien, die sich der Schweinegrippe-Impfung entzogen, ebenfalls Problemfamilien, weil ihretwegen in D. überflüssiger Impfstoff im Anschaffungswert von 250 Millionen Euro vernichtet werden muss, der übrigens ausschließlich dem Hersteller nutzte, den wir aber alle bezahlten?
Was Medien wie die OZ monatelang nicht wahrhaben wollten: Auch die verimpften Dosen waren nicht nur sinnlos, sondern stellten natürlich auch eine mögliche Gefahr für die Geimpten dar. Es gab ja auch eine Vielzahl gemeldeter Verdachtsfälle auf Nebenwirkungen und Impfkomplikationen, denen die OZ wie nachging?
Frage ich mich schließlich, wer denn wohl tatsächlich eine Problemfamilie sein könnte.

6. August 2011

Märchen von den vier Schweinegrippetoten in M-V berichtigt

Die OZ berichtigte heute indirekt ihr Märchen von den vier Schweinegrippetoten in M-V:
... 200 000 Erkrankungen gab es bundesweit, meist mit leichtem Verlauf. 252 Menschen starben, in Mecklenburg-Vorpommern zwei. ...
Ob die zwei Menschen aus M-V an den Folgen der Schweinegrippe starben, bezweifle ich. Aber immmerhin wurde die Zahl der Toten halbiert.

22. Juli 2011

Impfpropaganda nicht möglich

Erinnern Sie sich noch an die unsägliche Propaganda der OZ für die Imfung gegen die Schweinegerippe? Einer der Propagandahöhepunkte war, dass sich der Greifswalder Umstrukturierer ablichten ließ, als er sich impfen ließ.

Erinnern Sie sich noch daran, dass die OZ diese Meldung unwichtig fand, diese auch?

Erinnern Sie sich noch an die Lüge des obersten deutschen Kinderarztes, in den vergangenen 30 Jahren habe es keine schwerwiegenden Impfzwischenfälle gegeben?

Erinnern Sie sich daran, dass die OZ im Januar und im Februar schon wieder die Panik schürte?

Und erinnern Sie sich an diese Meldung, die ich am 7. Juli in mein Blog übernahm?
Heute meldete die OZ in drei Sätzen auf der Wirtschaftsseite:
Vor Impfstoff Pandemrix wird für Kinder gewarnt
Angesichts eines erhöhten Risikos für Schlafkrankheit sollten Menschen unter 20 Jahren möglichst nicht den Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix erhalten.

Das hat die Europäische Arzneimittelbehörde EMA gestern in London nach einer umfassenden Analyse bekanntgegeben. In Schweden und Finnland sei das Risiko für die Krankheit bei entsprechend geimpften Menschen unter 20 um das 6- bis 13-fache gestiegen.
Achja, Finnland und die Schlafkrankheit und Finnland und die Schlafkrankheitim September 2010.
Achja, Schlafkrankheit und wie das PEI reagierte, die OZ reagierte natürlich überhaupt nicht.
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