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7. Januar 2014

Splitter-Parteitagsgewäsch als Aufmacher

Im Stillen ist der Hochwertjournalist aus dem chicen Hauptstadtbüro wohl ein Verehrer der Splitterpartei FDP, die OZ-Mantelredaktion auch. Sonst hätte sie nicht das Parteitagsgewäsch zum Aufmacher auf der Politikseite gemacht.
Lindner macht der FDP Mut: „So unabhängig wie nie zuvor“
Interessiert das tatsächlich die Mehrheit der OZ-Leser? Wenn nicht, hätte das Parteitagsgeschwafel nichts im Blättle verloren - es sei denn, siehe oben.

Nur so nebenbei: Der Europäische Gewerkschaftsbund hat auch getagt. Darüber war keine Zeile im Blättle zu lesen. Zumindest dies dürfte aber alle Steuerzahler und Europaparlament-Wähler interessieren:
... Im Zentrum der Debatte stand aber eine aufsehenerregende neue Studie zum Vorgehen der so genannten „Troika“ in den Krisenstaaten. Die Hauptaussage der Studie: Die Beteiligung der EU an der Troika-Politik des sozialen Kahlschlages ist nicht nur unsozial und ökonomisch widersinnig, sondern verstößt gegen EU-Recht und die Menschenrechte. Mit anderen Worten: Die EU-Institutionen ignorieren ihr eigenes Recht und verstoßen gegen die sozialen Grundrechte. ...
OZ-Leser haben dagegen die Märchenstunden eine Splitterpartei und der Sturz der Kanzlerin zu interessieren.
Viel Spaß mit Ihrem Abo!

4. Januar 2014

Eine Seite voller Wertlosem

Die OZ befüllte eine komplette Seite mit Gequake um das Pofalla-Gerücht, wobei nichts Neues verscheuert wurde, das nicht schon am Tag zuvor überall zu lesen und zu hören war.

Das vergaß das Blättle ebenso komplett mitzuteilen, obwohl das kein Gerücht ist:
Pofalla tut, was er selbst anprangerte
Die Oberspezis aus dem chicen Hauptstadtbüro haben mal wieder voll versagt. Oder sind sie noch im Jahresendurlaub?

20. Dezember 2013

Die Natur in ihrem Lauf ...

Die OZ berichtet:
Getrickst: Koalition verhindert sinkende Rentenbeiträge
Mit den eingesparten Milliarden sollen Renten mit 63 und für Mütter finanziert werden. ...
Dazu verfasste jemand aus dem chicen Hauptstadtbüro einen jämmerlichen Kommentar:
Aus dem Vollen geschöpft
Die Rentenpläne sind populär, gehen aber zu Lasten der Jungen.
...
Nur wer die Rentengesetze für Naturgesetze hält, schreibt solchen Unsinn.

Ich empfehle, Hintergrund zu lesen, denn:
... Keiner redet mehr über die Zerstörung der gesetzlichen Rente, die mit den Rentenreformen insgesamt und zusätzlich mit der Rente mit 67 politisch ausgelöst wurde. Dass 2011 gerade einmal 12,5 Prozent der 63-Jährigen tatsächlich noch vollzeitbeschäftigt waren, darüber spricht niemand. ... 
Dass mit dem Koalitionsvertrag die mit den Rentenreformen verbundene Zerstörung der gesetzlichen Rente vor allem mit der Senkung des Rentenniveaus auf 42 Prozent und der Rente mit 67 festgeschrieben wurde, darf aus Sicht der Tugendwächter der neoliberalen „Reformpolitik“ nicht ins allgemeine öffentliche Bewusstsein vordringen. Um von dieser „Schuld“ gegenüber sämtlichen Rentnern abzulenken, hat die SPD im Koalitionsvertrag (auf Drängen der Gewerkschaften) darauf gepocht, dass die „kleinen Leute“ (Sigmar Gabriel) ab dem 1. Juli 2014 nach 45 „Beitragsjahren“ (wohlgemerkt nicht „Versicherungszeit“) im Alter von 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen können sollten. ...
Noch dies aus dem OZ-Kommentar:
... Dass die Mütterrente der Rentenkasse aufgedrückt wurde, ist ein Ärgernis. Wenn schon, dann müsste sie aus Steuergeldern bezahlt werden. ...
Da die OZ vor allem für Bunkerbewohner zu schreiben scheint, wäre die Gelegenheit gewesen, darauf hinzuweisen, was die gesetzlich Rentenversicherten an versicherungsfremden Leistungen bereits zu zahlen haben, wäre zugleich der Hinweis angebracht versicherungsfremde Leistungen der anderen Sozialkassen zu nennen, alles Leistungen, die aus dem Staasthaushalt und nicht aus Versicherungen zu zahlen wären. Nicht zu verachten wäre dann die Antwort auf die Frage gewesen, wer denn die tatsächlichen Nutznießer dieser Regelungen sind.

19. Dezember 2013

Wieder ein Bock zum Gärtner gemacht

Über die Postenbeschaffungsmaßnahme für diese Frau berichtete die OZ kürzest:
Voßhoff wird neue Datenschutzbeauftragte
... Die 55-Jährige hatte seit 1998 dem Bundestag angehört, verpasste aber am 22. September den Wiedereinzug ins Parlament.
Hier ebenso kürzester Hintergrund, dafür mit Gehalt:
... Voßhoff war bisher für die Vorratsdatenspeicherung, für “Internetsperren” und für das BKA-Gesetz (das u.a. so genannte “Onlinedurchsuchungen” erlaubt).Was kann man da erwarten? Tom Cruise wird vermutlich jetzt Sektenbeauftrager der Bundesregierung.

Zugemutete Einschlafhilfe

Die OZ verscheuerte gestern spaltenweise solch ergötzliche Geschichte aus dem chicen Hauptstadtbüro:
... Ein monatelanger Wahlkampf ist vorbei, 86 Tage sind seit der Bundestagswahl vergangen, Sigmar Gabriel heißt „ihr Neuer“ an der linken Seite. Die Kanzlerin ruht in diesen Minuten der Neueinstellung in sich selbst. Die Regierungsbank ist der ihr angemessen erscheinende Platz. Der Kopf dreht nach links – da sitzt CSU-Chef Horst Seehofer mit Ministerpräsidentenkollegen auf der Bundesratsbank. Der Blick schweift nach rechts – da ist mittlerweile das Nichts. Die FDP ist nichtmehr da. ...
Ich halte es für eine Zumutung, 832 Wörter lang Müll anzubieten und zugleich für eine Ablenkung von dem, das für die Leser wichtig wäre. Wer die Schlagzeile über der Einschlafhilfe gelesen hatte, hätte wissen müssen, was für ein Käse ihn erwartet - den er zu bezahlen hat:
Mit einer Kurzmeldung tat das Blättle in derselben Ausgabe diese, für das immer wieder beschworene reiche D. skandalöse Mitteilung ab:
Knapp jeder Fünfte von Armut betroffen
... Etwa 16 Millionen Menschen (so viele Menschen lebten einst in der DDR) oder 19,6 Prozent der Bevölkerung zählten dazu – 2011 waren es mit 19,9 Prozent noch etwas mehr. Das ist das Ergebnis der Untersuchung „Leben in Europa 2012“, die das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden gestern vorstellte ...
Das ist der einzige Hinweis, den das Blättle zu dem Fakt gibt, dass es um Europa ging. Hier ein Blick über den Tellerrand, von dem der OZ-Geschäftsführer einst schwafelte, der hier aber nicht erfolgte:
Deutschlands Armut höher als sonst in W-Europa ohne Belgien, Großbritannien und Euro-Krisenländer 
Hatte nicht Merkel rotzfrech und allen Ernstes behauptet, Deutschland gehe es so gut wie noch nie? Allerdings hätten sie Journalisten fragen sollen, wen genau sie mit D. meinte. Aber stattdessen siehe oben die Blumengeschichte.

17. Dezember 2013

Gephrastes

Die OZ hat Phrasendrescherin Schwesig drei Fragen gestellt. Nach der ersten Antwort haben das Lesen beendet. Darum:
Welche Themen wollen Sie in Berlin zuerst anpacken? 
Ich werde mich weiterhin für eine moderne Frauen- und Familienpolitik, für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und gegen Kinderarmut einsetzen. Ich war fünf Jahre Ministerin in einem Land, in dem nicht alles rosig ist, wo Menschen etwa zu Niedriglöhnen arbeiten und wo Frauen im Pflegedienst unter großem Druck stehen. Ich freue mich auf die Chance, auf Bundesebene Verbesserungen mit auf den Weg zu bringen. ...
Ich begreife nicht, dass sich ein Journalist, ein kritisch-hochwertiger sogar, so etwas gefallen lässt. Ich begreife auch nicht, dass sich die Leser so etwas von einem Journalisten bieten lassen und dafür auch noch Geld ausgeben.
Es wird im bösenbösen Internet anders über Schwesig berichtet.

Zitat des Tages

Zitat des Tages:
Über nichts philosophieren die deutschen Medien lieber als über Personalfragen und über nichts schweigen sie lieber als über Sachfragen. ...
Deshalb brauchen Sie nicht zu erwarten, dass das Blättle z.B. so etwas anbietet.

Natürlich trifft das Zitat auf die OZ zu, denn heute befüllte sie eine Seite mit Geschichten über Panzer-Uschi, der einstigen Zersursula unter dieser Schlagzeile, die zugleich ein Blick in die Glaskugel ist, also Spekulation:
Eine Frau auf dem Weg nach oben

16. Dezember 2013

Schwesigs Propagandablättchen

Das ist ohne jedes Maß übertrieben und durch nichts zu begründen:
Die Jeanne d’Arc aus Schwerin
Gemeint ist die Phrasendrescherin Schwesig (sPD), die wieder einmal im sPD-Blättle hochgelobt wird.
Aber gesetzt den Fall, das mit der Jungfrau von Orléans wäre nicht übertrieben, wäre ihre Amtszeit als Bundesministerin kurz und sie würde lebendigen Leibes auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden.
Noch dies aus der frei erfundenen Lobpreisung, die natürlich auch etwas Kritisches enthalten musste:
Schwesig legte sich eine Sprache zu, die ihr das böse Anhängsel „Sprechautomat“ eintrug. Gleichzeitig ließ sie nichts unversucht, um medial auf sich aufmerksam zu machen. Ein Titel-Cover folgte dem nächsten. ...
Die OZ tut so, als wären es andere Medien gewesen, die sie hochgespielt hätten. Neinnein, die OZ hat wie besoffen mitgespielt, jede Hemmung verloren, ihr Propagandagefasel nachgeplappert, hat den Rummel um die Person mitgemacht (Ich fand eine Ausnahme.) und setzt genau das Theater fort, die OZ, die sich die Unabhängige nennt.

Das geht doch keinen etwas an

Das hat für OZ-Leser laut Titelgeschichte besonders wichtig zu sein, was ich für unbedeutend halte:
Neue Bundesregierung wird weiblicher und ostdeutscher
Die Bekanntgabe der Regierungszusammensetzung ist für die OZ, na?, naklar, Anlass für weitere Spekulationen auf der Titelseite, sog. Sternstunden kritischen Hochwertjournalismus.
Wer folgt auf Schwesig?
Mit dem Wechsel der Schweriner Sozialministerin Manuela Schwesig nach Berlin beginnt die Suche nach ihrer Nachfolgerin. 
Wer hätte das gedacht, wobei ich darauf wette, dass bereits zuvor gesucht wurde.
Als Kandidaten wurden zuletzt die Stralsunder Bundestagsabgeordnete Sonja Steffen (50), Nordwestmecklenburgs Landrätin Birgit Hesse (38), Energie-Staatssekretärin Ina-Maria Ulbrich (40) und die Juristin Stefanie Drese (37) genannt. Ambitionen werden auch der stellvertretenden SPD-Landesvorsitzenden Ulrike Lehmann-Wandschneider (33) nachgesagt.
Auch diese Spekulationen sind vor allem komplett wertlos, rauben den Lesern Lebenszeit, müssen aber bezahlt werden, wie alle weiteren Texte über die neue Regierung - wertvoll sind sie für die Bunkerbewohner, die nun erfahren, dass die Kanzlerin Kanzlerin bleibt usw. und die erfahren, wie oft sich die Hochwertjournalisten beim Voraussagen der Postenbesetzung verspekuliert haben.

Einer Personalie, die OZ-Leser so gut wie nichts anzugehen hatte, jedoch von großer Bedeutung ist, widmete das Hochwertblatt zwei Sätze auf der Blickpunktseite:
Mit dem Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Jörg Asmussen, holt sich die SPD externen Sachverstand. Er wird Staatssekretär im Arbeitsministerium.
Sachverstand wofür und für wen? Ich setze dies dagegen:
... Kurz und leicht zugespitzt könnte man Jörg Asmussen wohl am ehesten als mittelmäßigen Ökonomen bezeichnen, der durch und durch von der marktliberalen Ideologie überzeugt ist und über seine gesamte Karriere hinweg die Interessen der deutschen Finanzinstitute vertreten hat. Asmussens Vermächtnis sind die 480 Mrd. Euro, mit denen der Steuerzahler für die Verluste deutscher Banken haftet. ...
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bietet ein Einfallstor für die neoliberale Axt, die sich über die noch vorhandenen Reste des Sozialstaates hermachen will. So gesehen ist Jörg Asmussen der richtige Mann am richtigen Ort. Wofür brauchen die Wirtschaftsverbände eigentlich noch Lobbyisten, wenn sie ihre überzeugtesten Eiferer auch direkt in den Schlüsselpositionen der Ministerien positionieren können? ... 
Dazu gehört dies als Hintergrund:
... kein Zufall, dass die Bundesregierung laut einer Meldung des Handelsblatts nun die bisherige Bundesbank-Vizechefin Sabine Lautenschläger als Nachfolgerin für Jörg Asmussen im EZB-Direktorium vorschlagen will. Lautenschläger hat zwar – das gibt sie selbst zu – keine Ahnung von Geldpolitik, als ehemalige oberste Aufseherin für Großbanken bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist sie jedoch auf dem Papier die Topbesetzung für die vakante Stelle der stellvertretenden Leitung der EZB-Bankenaufsicht. Und ihr Geschlecht dürfte im „Männerverein“ EZB bei der Besetzung des Postens sicher auch kein Nachteil sein. Ob Frau Lautenschläger nicht nur auf dem Papier die richtige Frau für den Posten ist, darf jedoch bezweifelt werden. Ihre Funktion als Leiterin der Abteilung „Aufsicht über Großbanken und ausgewählte Kreditbanken“ hatte Lautenschläger von 2005 bis 2008 inne. Unter ihrer Überwachung konnten die deutschen Banken also erst die toxischen Papiere in ihre Bilanzen nehmen, die ihnen am Ende von Lautenschlägers Amtseid in diesem Ressort um die Ohren flogen und den Steuerzahler eine dreistellige Milliardensumme kosten werden. Dafür gilt Lautenschläger jedoch als „gut vernetzt“ mit den deutschen Banken und darum geht es ja offenbar letzten Endes. ...
Wozu wird dieses chice Hauptstadtbüro benötigt, wenn all das und so vieles mehr nicht vermeldet wird?

Noch ein Nachwort: Sie können auch in Zukunft für Spekulationen der OZ, die nicht eintreffen, Geld ausgeben. Sie können aber auch Lebenszeit retten, indem Sie auf das Lesen dieser nutzlosen und damit wertlosen Spekulationen verzichten - es sei denn, Sie geben gern Geld für Märchen aus.

14. Dezember 2013

Wie wäre es mit einfach bis morgen warten?

Wie viele OZ-Leser mag es geben, die so gründlich mit Langeweile ausgestattet sind, dass sie unbedingt die sinn- und wertlosen aber kostenpflichtigen Spekulationen kritischer Hochwertjournalisten nötig haben?

Allein diese Blickpunktseite wäre für mich ein Grund, ein OZ-Abo zu kündigen:

11. Dezember 2013

Was das Blatt besonders gut kann

Fast eine halbe Seite vergeudet das kritische Hochwertblatt für Spekulationen um Personalien, also genau für das, was das Blättle besonders gut kann:
Sellerings Kabinettsumbildung
Mit dem Rücktritt von Energieminister Volker Schlotmann (SPD) beginnt das große Stühlerücken in der Landesregierung.
Das mag ja für Beteiligte und deren Umkreis interessant sein, ist ihnen jedoch auch ohne OZ bekannt. Und wen interessieren die Spekulationen sonst noch?

Viel Spaß mit Ihrem Hochwert-Abo!

9. Dezember 2013

Vorsicht, dummes Zeug

Ich waren dringend davor, diesen Artikel zu lesen:
Rente mit 63: Debatte spaltet Parteien und Generationen
Es steht nur dummes Zeug darin. Sie vergeuden Lebenszeit und geraten in Gefahr zu verblöden. Ignorieren Sie bitte auch den Kommentar dazu; er ist keinen Deut besser. Schade um das Geld, das sie dafür ausgegeben haben.

Ich habe über fast neun Jahre hinweg zum Thema eingetragen und habe deshalb keine Lust, das alles nun zu wiederholen.

7. Dezember 2013

Spekulatives Getöse

Der Schweriner Hochwertkorrespondent spekulierte:
Wen interessiert das, abgesehen von jenen, die auch gern Staatssekretär würden, abgesehen von den Bonzen um ihn herum, abgesehen von Familie und Bekannten?
Interessiert das die Leser so sehr, dass ihnen ein bildlich ungelegtes Ei unbedingt verscheuert werden musste? Dafür machen sich die Austräger/innen in aller Herrgottsfrühe auf den Weg durch Sturm und demnächst durch Schnee und Eis?
Oder wusste der Korrespondent nichts Wichtiges zu berichten?

Dies gab der Hochwertjournalist bekannt, ohne auch nur darüber nachzudenken, was er da abließ:
... Seit wenigen Tagen ist Rehberg außerdem Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im neu gebildeten Hauptaussschuss des Bundestages. Dieses 47-köpfige Elite-Gremium, dem nur die jeweiligen Spitzenleute der Fraktionen angehören, regiert zurzeit Deutschland. Es erlässt sämtliche Gesetze – und zwar so lange, bis die neue Bundesregierung vereidigt ist. ...
Daraus ergeben sich allerlei Fragen, die dem Autor egal waren. Oder falls er nachgedacht hatte, eine Idee hatte: Sollen sich doch die im chicen Hauptstadtbüro um Tatsachen kümmern; ich habe mit dem Spekulieren ausreichend zu tun.

Wo im Grundgesetz und/oder in den Vorschriften des Bundestages ist von einem Hauptausschuss die Schreibe? Nirgends.

Warum wurde der Ausschuss gebildet? Weil es sich bei den wohl zukünftigen Regierungsfraktionen um reines Stimmvieh handelt, das abwarten muss, ehe eine Regierung mit entsprechenden Ministerien gebildet. Vorher kann die Herde nicht blöken, weil niemand den Ton vorgibt. Das kommt einer verkehrten Welt gleich, nicht jedoch in der Bananarepublik. Kann jetzt endlich jemand verstehen, dass ich mich vor Bundestagswahlen ekle und ihnen deshalb fernbleibe?

Es gibt also ein Truppe im Bundestag, die es nicht geben dürfte, die aber munter Gesetze erlässt? Gibt es keiner amtierende Regierung mehr, über deren Gesetzentwürfe der Bundestag abstimmt? Was ist das für ein Durcheinander? Und da schreit niemand im Blättle auf, wo doch in den Redaktionen so getan wird, als wäre ihnen die Scheindemokratie heilig. Wozu veröffentlicht das Blättle irgendwelche Wahlergebnisse, wenn so etwas dabei herauskommt? Na klar, es tut es, weil sich damit bequem, weil anstrengungsarm ganze Seiten befüllen lassen.
Und dann auch noch Elite-Gremium, Rehberg und Elite, der Beste der Besten? Wer soll denn das aushalten?

Warum des Getöse um diesen Mann, etwa weil er auch vonne Küste is, wie der Bundesgrüßaugust?

4. Dezember 2013

Das Grundgesetz ist vogelfrei

Ein Leser hofft und meint die sog. sPD-Basis:
Die können doch nicht überwiegend blöd sein. ...
Das sind sie wohl nicht, wer weiß das schon? Aber lesen Sie, worum es dem Leser geht (Danke für den Hinweis!):
Montags treten die Oberbonzen - Parteivorsitzende und Fraktionsvorsitzende - zusammen und legen das Abstimmungsverhalten in der kommenden Woche im Bundestag fest. Im Klatext: Montags bestimmen sechs Personen, wann donnerstags und freitags das Unions- und SPD-Stimmvieh die Pfote hochzuhalten haben. Vielleicht bald 80 Prozent. ...
Und das ist grundgesetzwidrig, was dem Stimmvieh und dessen Befehlshabern geht das weitweit am Arm vorbei, denn in der Koalitionsvereinbarung, S. 184, steht:
Kooperation der Fraktionen
Im Bundestag und in allen von ihm beschickten Gremien stimmen die Koalitionsfraktionen einheitlich ab. Das gilt auch für Fragen, die nicht Gegenstand der vereinbarten Politik sind.
Wechselnde Mehrheiten sind ausgeschlossen.
Über das Verfahren und die Arbeit im Parlament wird Einvernehmen zwischen den
Koalitionsfraktionen hergestellt. Anträge, Gesetzesinitiativen und Anfragen auf Fraktionsebene werden gemeinsam oder, im Ausnahmefall, im gegenseitigen Einvernehmen eingebracht. Die Koalitionsfraktionen werden darüber eine Vereinbarung treffen.
Das war, ist und bleibt grundgesetzwidrig, denn:
Auszug aus dem Grundgesetz:
Art 38 (1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.
... wenn sie denn eines haben.

Erhebt sich die Frage: Warum muss ich mich an das Grundgesetz, überhaupt an Gesetze halten?
Ein schönes Thema, über das Bonzen ungern schwadronieren und das deshalb nicht im Blättle der Nachplapperer zu finden ist.

3. Dezember 2013

Zum Tag der Menschen mit Behinderung

Weil die OZ sich seit der Bundestagswahl wieder gemein macht mit der sPD, war gestern auf der Blickpunktseite zum Tag der Menschen mit Behinderung zu lesen:
Große Koalition plant Bundesgesetz für Behinderte
Dagegen ist nichts einzuwenden, wäre da nicht dieser Satz:
... „Dabei werden wir die Neuorganisation der Ausgestaltung der Teilhabe zugunsten der Menschen mit Behinderung so regeln, dass keine neue Ausgabendynamik entsteht.“ ...
Mehr Geld soll nicht eingesetzt werden; dafür wird der bürokratische Aufwand größer werden:
„Die Leistungen sollen sich am persönlichen Bedarf orientieren und entsprechend einem bundeseinheitlichen Verfahren personenbezogen ermittelt werden“, heißt es. ...
Also mit gleichbleibenden Mitteln soll mehr erreicht werden. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald ist da schon ein Stück weiter. Der will mit weniger Mitteln weniger erreichen. Die OZ hatte vor einiger Zeit mitgeteilt, der Landkreis wolle die Mittel für die Eingliederung behinderter Menschen um 400000 für das Jahr 2014 kürzen. Später wurde mitgeteilt, dass die Ausgaben für Soziales um zwei Millionen Euro gekürzt werden sollen.

Das mit der Eingliederungshilfe funktioniert u.a. so:

Nach Schließung der einzigen Fördergruppe auf der Insel Usedom im Frühjahr 2012 gibt es keine neue Gruppe und wird es auch keine neue Gruppe geben. Unsere Tochter war Betroffene. Da sie wegen des Impfschadens sonderfürsorgeberechtigt ist, wurde ihr Platz in der Gruppe von der Kriegsopferfürsorge (KOF) in Thüringen bezahlt. Der Platz der zweiten jungen Frau in der Gruppe wurde jedoch vom Sozialamt des Kreises bezahlt.
Monatelang wurden wir hingehalten. Es sollte geprüft werden, die beiden Frauen einer Beschäftigungsgruppe in der Einrichtung in Zirchow einzugliedern. Das misslang, da es sich um eine stationäre Einrichtung handelt, die beiden Frauen aber nur für fünf bis sechs Stunden dort gefördert werden sollten - ein schier unüberwindbares Hindernis, zumal für beide behinderte Frauen eine Heimunterbringung nicht in Frage kommt. Den Eltern der anderen jungen Frau war vom Sozialamt mehrfach nahegelegt worden, die Tochter in einem Heim unterzubringen - wegsperren und schon wäre das Thema erledigt gewesen.

Da es sich um lediglich zwei Betroffene handelt und der Kreis nicht einmal eine Analyse hatte, aus der hervorginge, wie viele ähnlich gelagerte Fälle in den nächsten Jahren zu erwarten sind - daran lässt sich das Interesse der Kreisverwaltung am Thema Eingliederung einfach ablesen - war unsere Tochter nun das bildliche Zünglein an der Waage. Das Problem wurde gelöst, indem die KOF eine Begutachtung des Zustandes unserer Tochter anordnete. Die Begutachtung verlief etwa so: Die Amtsärztin begrüßte unsere Tochter, die im selben Zimmer wie die Amtsärztin und meine Frau saß, besprach den Zustand unserer Tochter, freute sich über ein Gutachten, das vor etlichen Jahren erarbeitet worden war (nach stundenlanger Prüfung der geistigen und körperlichen Fähigkeiten), jedoch nicht in der Thüringer Akte der Tochter aufzufinden ist, verabschiedete sich nach etwa anderthalb Stunden - und bescheinigte unserer Tochter, sie sei nicht förderfähig, weil sie 24 Stunden täglich gepflegt werden muss. Dabei spielte keine Rolle, dass eine Förderung auch darin besteht, die noch vorhandenen Fähigkeiten zu erhalten. (Unsere Tochter hat schon so viel gelitten und wird noch weiter leiden, weil ihr Zustand sich nie bessern wird. Da ist es selbstverständlich, alles Erdenkliche zu tun, um die Leiden zu lindern, ihre geringen geistigen und körperlichen Fähigkeiten zu trainieren, um diese so lange wie möglich zu erhalten und ihr das Leben so angenehm wie möglich zu machen - meinen nicht nur wir.) Die KOF folgte natürlich dem Gutachten, zahlt also den Platz nicht. Der Widerspruch wurde abgelehnt.

Wir entschieden uns, nicht zu klagen, denn eine andere Klage ist nun schon vier Jahre lang anhängig, und seitdem wurde keine unserer Forderungen bearbeitet. So haben wir z.B. die Ersatzpflegekräfte aus eigener Tasche bezahlt, die uns 24 Stunden täglich vertreten, wenn wir z.B. Urlaub nehmen. Das Geld steht uns zu. Jedoch wurden die Anträge wegen des Verfahrens nicht bearbeitet. Vor einigen Tagen sind wir auf einen Vergleich eingegangen, den uns das Versorgungsamt angeboten hatte. Damit dürfte das Thema in wenigen Monaten erledigt sein.

Wir trafen eine weitere Entscheidung: Da es keine Fördergruppe geben wird, eine Heimunterbringung der Tochter nicht in Frage kommt, wir sie also seit mehr als anderthalb Jahren rund um die Uhr betreuen, begannen wir, ab dem Frühjahr eine Mietwohnung zu suchen. Wer das in Heringsdorf probiert hat, weiß, wie schwer eine Mietwohnung zu finden ist, die auch noch behindertengerecht gebaut und ausgestattet wurde. Nach etlichen vergeblichen Versuchen entschlossen wir uns, eine Eigentumswohnung zu kaufen. Auch das war schwierig, gelang aber im Herbst. Statt dass wir Geld für die Förderung der Tochter in einer Gruppe erhalten, haben wir alles, was wir zusammenkratzen konnten, in die Wohnung investiert. Das Land erhält fünf Prozent des Kaufpreises als Grunderwerbssteuer. So läuft das mit der sparsamen Eingliederungshilfe.
Inzwischen testen wir eine Pflegekraft, die unsere Tochter ab März 2014 in der neuen Wohnung tagsüber pflegen, betreuen und fördern soll.

Nicht Behörden oder Parteier haben uns geholfen, im Gegenteil: Wir haben alles selbst bildlich in unsere Hände genommen. Das war und ist sehr anstrengend. Aber dafür wissen wir wenigstens, dass es klappt. Die andere betroffene Familien ist weiterhin schlecht dran. Die Tochter ist zu Hause, die Mutter kann deshalb nicht arbeiten.

Wie weit entfernt von den Problemen die Behörden und Parteien wie die sPD verdummendes Zeug schwadronieren, macht auch dieser Eintrag deutlich, in dem gezeigt wird, was nötig wäre.

Apropos sPD. Wir hatten uns im Frühjahr 2012 auch sie gewandt. Die Fraktion wollte in den Kreistag einen Beschluss einbringen, mit dem die Verwaltung gezwungen werden sollte, auf der Insel wieder eine Fördergruppe einzurichten. Doch die Fraktion ließ sich von der Kreisverwaltung für dumm verkaufen: Wir haben das alles schon in Gang gebracht, brauchen also keinen Beschluss. Was dabei herausgekommen ist, nämlich nichts - wir müssen sparen - habe ich geschildert. Und genau so lassen sich die Genossen z.Zt. von ihren Klein- und Oberbonzen einwickeln.

Abwarten und Tee trinken

Ein Kommentator darf sich öffentlich darüber ärgern:
SPD-Basis debattiert unter sich
Sellerings Sonderweg
... Die Nordost-SPD lädt die Öffentlichkeit komplett aus – und weicht damit von der Linie der Bundes-SPD ab, die Zuschauer und Presse bei den Regionalkonferenzen grundsätzlich gut findet.
Öffentliche Rede 
(zu der niemand gezwungen werden kann, auch nicht vom Blättle) ist ein Grundsatz der Demokratie. Gerade bei einem so wichtigen Thema wäre es interessant zu erfahren, wie diejenigen, die entscheiden, also die SPD-Mitglieder, denken. ...
1. Wie entscheiden wird, werden alle, die es wissen wollen, erfahren, wenn das Ergebnis des Mitgliederntscheides bekanntgegeben wird. Was die sPD-ler im Nordosten denken, ist deshalb uninteressant.
Im Übrigen kann ich verstehen, dass sich Parteier keinen Blättle-Redakteur in der Sitzung wünschten, weil sie aus schlechter Erfahrung damit rechnen müssen, dass ihre Meinungen zumindest verkürzt oder gar verdreht oder anderweitig entstellt wiedergegeben werden.
2. Einfach abwarten und weiterhin kopieren.
3. Wie wäre es, wenn die Redakteure schon beim Kopieren sind, zu kopieren, was alles faul ist an dem Parteienkompromiss, z.B. die bejubelten Änderungen am Rentenrecht. Im bösenbösen Internet findet sich haufenweise Material.

Hier noch ein böserböser Kommentar:
Die SPD will ihre Ministerposten mit Frauenquote besetzen. Weil ihnen die Wählerinnen weggelaufen sind, wie das ehemalige Nachrichtenmagazin schreibt.
Ich finde: Tolle Idee. Endlich werden wir nicht nur von Männern sondern auch von Frauen verraten. Da stehen die Wählerinnen tierisch drauf, wie ich hörte, wenn sie nicht von alten Männern mit Filzstiften sondern von anderen Frauen verraten werden. Überhaupt, wer mag das nicht, von der Verräterpartei mal wieder so richtig verraten zu werden?
...
Und noch dies:
Der SPD-Vizekanzler in spe Steinmeier feiert noch immer die Steuersenkungen für die Bestbetuchten und dient sich den Arbeitgebern an 
Hier eine Glosse, zu der das Hochwertblatt aus verschiedenen Gründen nicht willens/fähig ist.


2. Dezember 2013

Phrasendrescherin darf Phrasen dreschen

In einem sog. Interview darf die Phrasendrescherin Schwesig Phrasen dreschen, wie es sich fürs sPD-beherrschte Blättle gehört:
Im Interview mit der OSTSEE–ZEITUNG spricht SPD-Vize Manuela Schwesig über Frauenquoten und den Ausbau von Kitas und Schulen ...
Kritischer Hintergrund für OZ-Leser? Wo kommen wir da hin? Deshalb hier länglich Geratenes zum Thema:
War da was? Kritische Bewertung der sozialpolitischen Vereinbarungen im Koalitionsvertrag
Kleiner Hinweis zur Person Schwesig, denn so beginnt das sog. Interview:
OZ: Wenn Sie in einem Zeitungsartikel lesen, Sie seien ein Sprechautomat, verletzt Sie das?
Manuela Schwesig: Als Person des öffentlichen Lebens muss ich das aushalten. Ich komme aus der DDR und weiß die Pressefreiheit zu schätzen. 
...
Heißt auf Deutsch: Das geht mir am Arm vorbei, denn ich bin ganz doll toll. Ansonsten weiß sie die Presse, nicht die Pressefreiheit, zu schätzen, insbesondere die OZ, die noch jeden Käse, jede Parole, jede Stanze der Frau hingebungsvoll ins Blättle brachte.

29. November 2013

Schönschwärmerei

Nach längerer Pause zeigt das Hochwertblättle wieder, dass es eine sPD-Zeitung ist. Der Kommentator aus dem chicen Hauptstadtbüro schwärmt nicht nur von der Verräterpartei sPD:
Die SPD wagt mehr Mitsprache
Einfach clever
Er hält jene sPD-Mitglieder, die gegen eine große Koalition stimmen werden, für nicht ganz richtig im Kopf. Er beleidigt sie:
Die 475 000 Sozialdemokraten müssten von allen guten Geistern verlassen sein, sollten sie den erzielten Kompromiss ablehnen. ...
Offensichtlich kann der Autor die gemeinsame Absichtserklärung (Es ist kein Vertrag, lassen Sie sich solch einen Blödsinn nicht einschreiben, und vor allem, bezahlen Sie nicht für Beleidigungen und Märchen.) auswendig und hat nichts gegen die vorgesehene Vorratsdatenspeicherung. Allein dieser eine Punkt ist ein Grund, die Koalition abzulehnen. Gründe gibt es überreichlich und Klagen werden schon jetzt vorbereitet, von wegen Bürgerrechten und so. Das Thema kommt aber in der gedruckten OZ-Ausgabe gar nicht vor; ist wohl auch unwichtig.
Hauptsache Mindestlohn, der schon jetzt ein Hungerlohn ist, und 2018, wenn er zum ersten Mal angepasst werden kann, voraussichtlich weitere zehn Prozent weniger wert sein wird - ein zweiter Grund die Koalition abzulehnen.

Dazu wurde noch diese Jammerei verscheuert:
Die Mindestlohn-Einigung wird die Tourismusbranche in MV nach Meinung ihres Landesgeschäftsführers Bernd Fischer vor große Herausforderungen stellen. Zu befürchten sei, dass einige Firmen in ihrer Existenz bedroht werden. Jedoch seien viele Unternehmer überzeugt, dass auskömmliche Löhne gezahlt werden müssten. ...
1. Warum zahlt die Branche denn trotz Steuererleichterungen für Hoteliers (Mövenpicksteuer) keine auskömmlichen Löhne und hat sie auch noch nie bezahlt? Absichtserklärungen gab es ja. Das Märchen stand jedenfalls im Blättle. Doch dass sich Redakteure an ihr Kopiertes von gestern erinnern und das auch noch verwerten, ist entschieden zu viel verlangt.

2. Wenn Firmen in vier Jahren Pleite gehen wegen des lächerlichen Mindestlohnes, ist das nichts als die Bereinigung des Markes von Steuergeldabsahnern, von jenen, die ihr Personal indirekt zu den Jobcentern schicken, damit sie ihr jämmerliches Gehalt mit unserem Steuergeld aufstocken können.

Wer nun immer noch meint, die sPD sei die Partei der kleinen Leute, wie es deren Vorsitzender vorlügt, lese ganz kurz, was der Linke Gysi dazu weiß:
Union und SPD haben sich bei ihren Koalitionsverhandlungen in der Gesundheitspolitik geeinigt: Der Pflegebeitrag wird erhöht. Der Arbeitgeberanteil bei der Krankenversicherung bleibt bei 7,3 Prozent eingefroren. Arbeitnehmer zahlen schon heute 8,2 Prozent. Die Möglichkeit, ihnen weitere Pauschalen als Zusatzbeiträge aufzudrücken, fällt weg. Die Krankenkassen dürfen aber nur den Anteil der Arbeitnehmer erhöhen, das heißt von 8,2 Prozent auf 8,5 oder 8,8… Die Arbeitgeber werden nie beteiligt. ...
Der Beispiele gibt es viele; das Blättle verschweigt sie.

Hier nur eine Gegenmeinung zum sog. Mitgliederentscheid der sPD:
Der Mitgliederentscheid der SPD wird zur Groteske, und die Behauptung der Parteiführung, es gehe bei der Abstimmung um mehr innerparteiliche Demokratie, wird als Farce entlarvt. ...

27. November 2013

Neuigkeitswert gleich null

Ich lehne es ab, auch nur eine Zeile einer ganzen Blickpunkt-/Einschlafseite zu lesen, die mit solch banalem Mist getitelt wurde:
Auf dem Weg zur Koalition?
Auf den letzten Metern zur Großen Koalition musste Schwarz-Rot noch ziemlich hohe Hürden nehmen. Doch am Ende entscheiden ohnehin die SPD-Mitglieder über Deutschlands nächste Regierung. ...
 Ich bin immer wieder erschüttert, wofür OZ-Leser anstandslos Geld ausgeben.

22. November 2013

Chicer Informationsschrott

Das Hochwertblättle verscheuert den Lesern heute eine Seite voller Informationsschrott unter dieser Schlagzeile:

Es ist wie immer, wie z.B. vor der hochgejubelten Inthronisierung des späteren Nobelpreisträgers und heutigen Mörders vom Schreibtisch aus: Statt den Bonzen irgendwelches Geschwätz nachzuplappern, Binsenweisheiten als Information auszugeben und im Kaffeesatz zu lesen, sollten die Herrschaften im chicen Hauptstadtbüro Hintergrund liefern.

Hintergrund erhalten Sie kostenlos im bösenbösen Internet, z.B.:
Koalitionsgespräche im Visier der Lobbyisten
Wie die Lobbyisten Einfluss auf die Koalitionsverhandlungen nehmen ...
Auf Hintergrund, den OZ-Leser nicht kennen, wird auch hier hingewiesen.

Nichts erfahren OZ-Leser hierüber:
Neoliberales Rollback
In Brüssel kehrt langsam wieder Business as usual ein. Die Eurokrise scheint abgehakt, neue EU-Gesetze sind wegen der ablaufenden Legislatur kaum noch zu erwarten. Ohne die neue Regierung in Berlin läuft ohnehin nichts, oder? Irrtum! Brüssel ist Schauplatz eines gigantischen Rollbacks. ...
Macht nichts, gehen Sie ruhig, das EU-Parlament zu wählen; es kann nichts ausrichten, aber prima kassieren und Steuergeld verballern, die Stimmviehherde im Bundestag ebenso.

Auch habe ich zu diesem Thema nichts im Blättle gefunden, denn Ruhe sei die 1. Bürgerpflicht:
3. Quartal gegenüber Vorjahr: Stagnierende Löhne bei kräftig steigenden Unternehmens- und Vermögenseinkommen 
... Gegenüber dem Jahr 2000 lagen die Nettolöhne je Arbeitnehmer bei minus 1 %, die Unternehmens- und Vermögenseinkommen dagegen bei plus 38 % - Realitäten der deutschen Verteilungsarithmetik (Abb. 14849). ...
Daran haben die beiden Parteioberbonzen gehörigen Anteil. Das Blättle hat gehörigen Anteil daran, dass der Fakt verschleiert und die Schuldigen unbenannt bleiben. Auch deshalb lässt sich der bildliche teutsche Michel das alles und viel mehr gefallen. Deshalb wird in den nächsten Jahren von Bonzen noch viel unternommen werden, um den finanziellen Niedergang des Blättles aufzuhalten. Der journalistische Niedergang ist weit fortgeschritten und nicht mehr zu bremsen, schon gar nicht von Bonzen.
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