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16. April 2011

Mutprobe

Wenn sich ein Lokalchef tagelang an Streitigkeiten in einem Parteivorstand hochzieht, scheint es für die Redaktion keine wichtigeren Themen zu geben, zumal der heutige Beitrag als lokale Titelgeschichte erschien:
Christdemokraten im Clinch: Fraktion schrumpft auf 12 Leute
Ex-Fraktionsvize Frank Hardtke hat seinen Austritt aus der CDU-Bürgerschaftsfraktion erklärt. Die Stimmung in der Union ist so vergiftet wie seit Jahren nicht mehr. ...
Stimmt das mit dem Gift? Ich kann es nicht beurteilen, der Umstrukturierer kann es wohl, sonst würde er es nicht behaupten. Es ist schon bezeichnend, dass sich die OZ als Medium hergibt, über das dieser piefige Streit geführt wird. Ist dann das Medium auch piefig?
Die Stimmung in der Greifswalder CDU ist zurzeit so vergiftet wie seit Jahren nicht mehr.
Jetzt passen Sie genau auf, was der Umstrukturierer als bisherige Höchstvergiftung ausgemacht hat:
Nachdem erste Brocken der parteiinternen Schlammschlacht (?!) bekannt geworden waren, legt Hochschild nun nach und veröffentlichte auf der Internetseite der Union ein fraktionsinternes Schreiben. ...
Es wird keineswegs Schlamm geschlagen, sondern der Vorstand versucht, seit dem 13. April sein Vorgehen zu rechtfertigen. Dabei verschweigt der Umstrukturierer, dass das Schreiben nichts weiter ist als eine Anlage zu dem Dementi des Vorstandes, das auf den Spekulationsartikel des Umstrukturierers erschien und ihm bekannt ist.
Hintergrund ist offenbar, dass Hardtke in der Bürgschaftssitzung am 28. Februar bezüglich eines SPD-Antrages, eine andere Meinung besaß als die Fraktion. ...
Verwendet jemand das Wort offenbar, wissen Sie, dass er vermutet aber nicht weiß. Der Mann spekuliert weiterhin und bauscht auf, schlägt Spekulationsschaum. Dabei benutzt er auch noch das in der Redaktion zwei Jahre lang vermiedene Bürokratenwort bezüglich.
Rainer Steffens, Theatergeschäftsführer und Vize-Fraktionsboss, weist derweil die Darstellung zurück, dass Hardtke mit dem Abwahlantrag überrumpelt worden sei.
Das weisen auch Thomas Mundt und Mechthild Thonack zurück, undzwar in dem ausführlichen Dementi vom 13. April, das der Umstrukturierer den Lesern weiterhin verschweigt, in dem der Umstrukturierer übrigens bildlich sein Fett abbekommt.

Es ist mutig, als Leser dafür Geld auszugeben.

7. Januar 2011

Möglicher Mangel an Geschirr

Heute habe ich mich zum ersten Mal gefragt, ob manche Heringsdorfer Gemeindevertreter bildlich noch alle Tassen im Schrank haben.

Der Lokalchef schrieb:
KTS-Affäre: Bedenken zur Abfindung
Häh, Bedenken?
In schönem Protokoll-Deutsch, dafür in sehr schlechtem Zeitungs-Deutsch, berichtete der Lokalchef:
... Bezug nehmend auf die Äußerungen von Bürgermeister Klaus Kottwittenborg in der OZ vom 29. Dezember, dass es zur Zwei-Raten-Zahlung keinerlei Beschlüsse der Gemeindevertretung bedarf, räumte (Finanzausschuss-Vorsitzender) Saupe ein, dass dies „schon ein eigenartiger Verfahrensweg“ sei. Man habe aber schließlich „die Verwaltungsmeinung akzeptiert“. Irgendein Veto aus den Reihen der Volksvertreter sei ihm nicht bekannt, gleichwohl „sind mir auch die 230 000 Euro zu viel“, meint Saupe. Ohne den ausgehandelten Kompromiss zwischen Kottwittenborg und Schmidt wären indes mehr als 400 000 Euro fällig geworden.
Der Ausschussvorsitzende hält den Verfahrensweg für eigenartig, die Summe für zu hoch, akzeptiert sie aber, wie sie alle Gemeindevertreter anerkannten (Tatsächlich?). Die Gemeinde könne froh sein, dass nicht noch viel mehr zu zahlen sei. Das ist natürlich ein Argument.
Ihr Unbehagen haben offensichtlich auch andere Mitglieder des Gremiums geäußert. ...
Sie wurden beruhigt.
Dieser Mann, kein Gemeindevertreter, blieb unruhig:
Hans Jürgen Merkle sieht die Sache ... „rechtlich nicht so ganz eindeutig“ an. ... Der KTS sei es untersagt, Gewinne zu machen. Also sei definitiv kein Geld in deren Wirtschaftsplan veranschlagt, um solcherart Abfindungen zu zahlen. „Bleibt die Frage, woher kommt das Geld dann?“ ...
Was hat die OZ getan, um diese Frage zu beantworten?

Bleibt auch die Frage, wem eine Gemeindevertretung nützt, die sich das (und was noch?) bieten lässt? Auf jeden Fall nützt sie der Verwaltung - sowohl als Feigenblatt als auch als Tarnmantel.

Auch diese Behörde hegt, wie Merkle, Zweifel:
In der Kreis-Kommunalaufsicht hält man sich zunächst (noch) bedeckt.
Das ist Quatsch, denn es folgt diese Aussage:
Das Anzeigeverfahren laufe noch, erst später werde man dazu ein Urteil abgeben können.
Das ist ja wohl ein klare Aussage. Aus Ahnungslosigkeit wird viel zu viel Blödsinn in die Welt gesetzt; also lasst sie prüfen.
Sie sieht den Heringsdorfer Bürgermeister zwar — „gesellschaftsrechtlich ganz eng betrachtet“ — nicht in der Pflicht, einen politischen Beschluss zur Zahlung einzuholen, hat aber auch ernste Bedenken. Schon wegen der erheblichen finanziellen Auswirkungen für die Gemeinde. „Im Übrigen hätte man (Wer ist man?) ja den Vertrag nicht kündigen, sondern rechtlich gegen ihn vorgehen können, etwa wegen Sittenwidrigkeit oder auch, weil die Gemeinde nicht rechtzeitig und ausreichend einbezogen worden war“, gibt sie im Rückblick zu bedenken. Das sei aber nicht erfolgt. 
Wer hat da etwas unterlassen? Fragen Sie den Lokalchef, denn der hat nicht nachgefragt. Schließlich bezahlen Sie für das Halbgewalkte.

Zuletzt noch etwas ganz anderes:

Abgelehnt wurde im Finanzausschuss die Einführung von Jahresbeiträgen für die Nutzer der Gemeindebibliothek. Der Sozialausschuss hatte zuvor zugestimmt.
Dies teilte die OZ nicht mit, was mich überhaupt nicht wundert, da die Haltung er OZ zum Thema lange bekannt ist:

... Der Heringsdorfer Gemeindevertreter Dr. Malte Wiedemeyer begründete seine Zustimmung (zu Gebühren für die Nutzung der Gemeindebibliothek) mit einer sehr speziellen Sichtweise:
Ich kenne eine Menge Hartz IV-Empfänger, die rauchen, trinken Bier und lesen nicht.
Dazu sollte man erwähnen, dass Herr Dr. Wiedemeyer nicht etwa für die Liberalalas in der Gemeindevertretung sitzt. Nein, er sitzt dort für DIE LINKE. ...

Nun frage ich mich erst recht, ob alle Gemeindevertreter alle Tassen im Schrank haben.

22. Oktober 2009

Schlagzeile des Tages

Die Usedom-Peene-Zeitung brillierte mit dieser Schlagzeile:
Peenemünde plant für die Zukunft
Könnte die Gemeinde auch für die Vergangenheit planen?

Der Vorspann ist ebenso hochwertig nach Art des Hauses wie nichts sagend:
Im Auftrag der Gemeinde wurde eine Planung erstellt, wie das Hafen-Areal weiter entwickelt werden kann.

24. Februar 2009

Stilistische Kostbarkeit

Greifswalder Zeitung:
... Bezüglich 2008 konnte er zahlreiche Projekte anführen, die das Leben im Seebad bereichert hätten. ...

11. Februar 2009

Ein Nur-so-nebenbei-Rätsel

Raten Sie mal, wer diese Sätze bezüglich Veröffentlichung realisierte:
Der Hafen in Vierow realisiert zur Zeit den stärksten Umschlag, der je in den Monaten Januar und Februar über die Kaikante ging. ...
Keine positiven Signale gibt es jedoch bezüglich der ersehnten Schienenanbindung zum Hafen Vierow. ...

31. Januar 2009

Alles klar, nur nicht, wer wann wohin rollt

Greifswalder Zeitung:
Lubminer Verkehr rollt durch HGW
Das ist falsch, denn es geht nicht um den gegenwärtigen Verkehr, wie der Autor selbst in dem Artikel schrieb:
Der Energiestandort in der Lubminer Heide gerät stärker in den Fokus der Verkehrsplaner. Welche Verkehre werden sich entwickeln? Von wo kommen sie, wohin und mit welcher Intensität fließen sie? ...
Besprochen wurde also die zukünftige Verkehrsbelastung aus Lubmin. Was dann wie wohin fließt oder rollt oder einfach fährt, weiß noch niemand.
Es wird also überlegt, wohin Fahrzeuge zukünftig aus und nach Lubmin fahren werden, sollten sich in Lubmin weitere Unternehmen ansiedeln.
"Vielleicht fließt der Verkehr ja auch anders?" Nämlich über Greifswald, wie viele Lokalpolitiker glauben.
Vielleicht auch nicht, wer weiß? Der Autor wusste es, sonst hätte er eine andere Schlagzeile erdacht.

Noch ein wenig Spezialdeutsch, nur mal so:
Jüngst gab es hierzu beim kreislichen Wirtschaftsausschuss erste Informationen.
Wann jüngst war, weiß der Autor - vielleicht. Leser geht es nichts an.
Der anwesende Chef des Straßenbauamtes, Ralf Sendrowski, ging auf die geplanten Vorhaben, aber auch auf Visionen ein.
Ich stelle mir vor, wie der abwesende Sendrowski auf dies und jenes einging.
Sollten sich die Naturschützer weiter sperren, so kündigte der Amtsleiter an, würde dieses Projekt zusammen mit der nach wie vor geplanten Ortsumgehung Spandowerhagen in ein ordentliches Verfahren gehen.
Wenn sie sich nicht sperren, wird dann einfach nach Lust und Laune losgebaut? Und wie ein Projekt in ein Verfahren geht, habe ich noch nie gesehen.
Der Bau der Umgehung ist aus jetziger Sicht seitens des Amtes für das Jahr 2010 vorgesehen.
Typisches Bürokratendeutsch! Warum nicht so?: Die Umgehung soll 2010 gebaut werden, sieht der Plan des Amtes vor.
Zudem informierte Sendrowski über eine Machbarkeitsstudie bezüglich des Verkehrsflusses durch Freest und Kröslin.
Das ist nun ganz spezielle, unnachahmliche, bezügliche Brümmerei. Weil es typisch ist, gleich noch einmal:
Zugleich zweifelt Sendrowski aber, ob die Landesregierung bezüglich einer Krösliner Ortsumgehung den Beschluss zum Neubau einer Landesstraße fassen würde.
Bezüglich der Beschlussfassung gebe ich zu bedenken, dass die Regierung auch einfach etwas beschließen kann.
Sendrowski zeigte seinen Zuhörern daraufhin eine Karte mit der vorherrschenden Farbe Rot. Was bedeutet, dass es unmöglich sei, in diesem Bereich eine neue Straße zu bauen.
Ist das höherer Journalismus? Wenn auf einer Karte die Farbe Rot vorherrscht, kann in dem Bereich keine Straße gebaut werden? Das ist unverständlich.

17. Januar 2009

Kohlekraftwerk: "Rittschers neue Töne"

Greifswalder Zeitung:
B-Plan Nr. 2 Lubminer Heide auf Eis gelegt
„Den B-Plan Nummer zwei lassen wir erst einmal ruhen“, sagte jüngst EWN-Chef Dieter Rittscher. Und zwar trotz der Tatsache, dass im Bebauungsgebiet Nr. 1 keine Flächen für neue Investoren mehr vorhanden sind, sollte das umstrittene Steinkohlekraftwerk gebaut werden. Nach OZ-Informationen gibt es diesbezüglich Probleme bei der Beschaffung ortsnaher Ausgleichsflächen. Im Herbst 2007 hatte der damalige Verkehrsminister Otto Ebnet angekündigt, dass 2008 der B-Plan Nr.2 „Lubminer Heide“ vorliegen werde, damit Unternehmen und Gemeinden Planungsicherheit hätten. Vorgesehen dafür ist eine bewaldete Fläche von 70 Hektar südlich der L 262.
Haben Sie die ersten drei Sätze verstanden, die zwei sein müssten (bezüglich des fehlenden Prädikats)? Ich nicht.

Gastkommentator Eberhard Meißner aus Dersekow meint:

Rittschers neue Töne! Wenn es um DONG geht, spricht Rittscher schon im Konjunktiv, jedenfalls seit dem 15.01.2009, als Sellering feststellen konnte, dass sich der Industriestandort Lubmin auch ohne DONG gut entwickeln wird. In dem Artikel stecken aber zwei Unwahrheiten: Erstens: Das Gebiet des B-Planes Nr. 1 ist viel größer als die von DONG beanspruchte Fläche von 40 ha.

Bloß wer kauft schon ein Gelände neben einer Dreckschleuder? Zweitens: Der B-Plan Nr. 2 sollte ein Fläche von über 170 ha umfassen und nicht 70 ha. Die OZ hat wieder einmal hart recherchiert, aber nicht viel herausgefunden. Warum der B-Plan Nr. 2 wirklich auf Eis gelegt wurde, verschweigt Rittscher. Die Zeiten, in denen 60 Einwender durch einen Zweckverbandvorsitzenden Woy plattgebügelt und ignoriert werden konnten, sind vorbei. Rittscher hat Schawi-Luft geschnuppert. Jetzt weiß er: Viele Hunde sind des Hasen Tod. Diese Fläche des B-Planes Nr. 2 war nämlich vorgesehen für schwarze Industrie (Reifenwerk hat nicht geklappt). Und Leuna III lässt sich die hiesige Bevölkerung nun nicht mehr vor die Haustür setzen. Ich kann Herrn Rittscher nur sagen: Man wird alt wie `ne Kuh und lernt immer noch dazu. Nur sein Zögling Ramthun hat noch Nachholebedarf.

Vielen Dank an Eberhard Meißner für die mehrfache Mitarbeit und die Abbildung. Seine Arbeit ist eine angenehme Entlastung für mich.
Möchte noch jemand mitmachen?

29. Oktober 2008

Hilfe! Realisierter Termin, was ist das?

Das ist der Satz des Tages in der Greifswalder Zeitung, weil aus feinstem Bürokratendeutsch ein Fertigstellungstermin realisiert wurde:
Tieflader, Planierraupen und Vermesser sind von früh bis spät aktiv, damit der Fertigstellungstermin zum diesjährigen Jahreswechsel realisiert werden kann.
Wie realisiert der Autor einen Fertigstellungstermin?
Aktive Planierraupen und Tieflader finde ich auch bedenkenswert.

9. Oktober 2008

Bezüglich Platitüden

Wer schrieb die platteste Platitüde, die ausgeleiertste Stanze?
Zinnowitz pumpt zwei Millionen Euro in die Therme
... wahrscheinlich durch die Wasserleitung.
Ruhe um Fusionen in Gemeinden
Was ist das, Ruhe um Fusionen?
Das Thema Fusion war im Amt Lubmin schon einmal akuter. Gegenwärtig liegt es zwar wieder auf Eis, ist aber noch längst nicht vom Tisch. ...
Aber immerhin musste die Kuh nicht von Eis.
mag ein zusätzlicher Grund sein, die Füße still zu halten. ...
... um nur noch mit dem Kopf zu wackeln.
Dr. Michael Harcks ... steht seinen Nachbarn bezüglich möglicher Fusionen offen gegenüber.
Spricht für sich: Bürokratensprache

30. April 2008

800 MW-Kraftwerk unrentabel - stimmt das?

Es gibt Leute, die können OZ-Redakteuren erzählen, im Himmel sei Jahrmarkt. Einige OZ-ler gäben es ungeprüft weiter, vermute ich. Warum?
Lubmin: Dong lehnt kleines Kraftwerk ab
... Der dänische Stromkonzern lehnt eine Verkleinerung der Leistung des umstrittenen Steinkohlekraftwerks Lubmin kategorisch ab. "Eine Halbierung auf 800 Megawatt wird es nicht geben", sagte gestern Projektleiter Peter Gedbjerg.
Ein kleineres Kraftwerk sei unwirtschaftlich und würde nicht in die Strategie des Unternehmens passen, in Deutschland zu expandieren. ...
Ein 800-MW-Kraftwerk soll unwirtschaftlich sein? Das Steinkohlekraftwerk Rostock, weil wir hier zu Hause sind, produziert 553 MW brutto oder 509 MW netto (Brutto und netto ist für OZ-Redakteure das gleiche, denn sie schrieben bisher nicht auf, welche Leistung Dong meint). Wer subventioniert es? Niemand? Also ist im Himmel doch Jahrmarkt!

Dies hier habe ich vor allem für den Tourismusverband Usedom kopiert:
Bezüglich (Ohgott!) des Vogelschutzgebietes "Greifswalder Bodden und südlicher Strelasund" gehe Dong "von erheblichen Beeinträchtigungen" aus. "Ob und inwieweit eine Ausnahmegenehmigung nach Paragraph 18 Landesnaturschutzgesetz erteilt werden kann, muss in den laufenden Genehmigungsverfahren beurteilt werden", sagte Gernot Haffner, persönlicher Referent von Backhaus.
(Hervorhebung von mir)

Wer nun immer noch so naiv ist und das Einhalten von Grenzwerten als Allheilmittel für saubere Luft ansieht, dem ist nicht mehr zu helfen. Hatte ich nicht mehrfach geschrieben, wenn nötig, werden Ausnahmegenehmigungen erteilt? Davon haben etliche Touristiker nun sogar in der OZ lesen können. Ob's hilft?

19. März 2007

Stilblüten durchgeführt

Bezüglich Stilblüten führte Stefan Brümmer ein Paradebeispiel durch:

Forstwirte pflanzen wieder

... Bei (Warum nicht auf?) immerhin rund sechs Hektar muss eine Wiederholung bzw. Nachbesserung von bereits bepflanzten, aber nicht angewachsenen Flächen durchgeführt werden. ...

... Bezüglich der Nadelgehölze nimmt auf Grund der leichten Böden die Kiefer eine führende Stellung bei der Pflanzung ein. ... Häh?

... Ansonsten ist im Wald des Forstamtes der Windbruch der letzten Stürme immer noch ein Thema. ... Außerhalb wohl nicht?

... Die Frühjahrsaufforstung wird übrigens von den eigenen Forstwirten des Jägerhofer Amtes durchgeführt. ...

9. Juni 2006

Breites Stelldichein

Über ein
Stelldichein der besten Schwarzbunten
berichtete St. Brümmer in der Greifswalder Zeitung:
... Europaweit, so erklärte Augustin, brauche sich Deutschland bezüglich der Qualität seiner Milchkühe nicht verstecken. „Wir gehören nach oder neben Frankreich, der Schweiz und Italien zu den führenden Nationen.“ Das Land MV selber hätte aber noch Reserven zumindest was die Breite betrifft. ...
Welche Breite ist gemeint? Sollen die Kühe breiter werden oder sollen es das Land und die Qualität? Wenn es die Qualität sein sollte: Was ist breite Qualität?

16. März 2006

Kartoffelmesse für Freunde der Kartoffel

Stefan Brümmer schrieb in der Greifswalder Zeitung über
Bunte Erdäpfel auf Kartoffelmesse
Die Kartoffelbauern zeigen sich bezüglich des kalten Wetters noch ganz entspannt. Eine Messe am 1. April in Greifswald zeigt die Vielfalt der Knollen. ...
Und Brümmer zeigte bezüglich seiner Schreibkunst, was er kann:
Wer aus Pommern kommt, liebt die Kartoffel. Die hat was traditionelles in unseren Breiten. „Kartoffeln gehören auf den Tisch und nicht in den Keller“, sagt der pommersche Volksmund daher nicht umsonst. Kann sein, dass es deshalb dem Betrieb „Kartoffellager und Handelszentrale Züssow“ (KLH) so gut geht. ...
Das kann aber auch nicht sein. Warum geht es dem Betrieb so gut?
„Wir nehmen auch unseren Service für kleine Betriebe, für Kleingärtner und Hobbybauern ernst.“ Das ist eines der Gründe, weshalb die KLH in Verbindung mit der Greifswalder Stadtgärtnerei am 1. April eine kleine, aber feine Kartoffelmesse auf dem Gelände der Stadgärtnerei Greifswalder Automeile) vorbereitet. ...
Was soll dort passieren?
Die Züssower Kartoffelexperten wollen an diesem Sonnabend verschiedene Kartoffelsorten – etwa zehn bis 15 – und deren Kulturverhalten vorstellen. Darüber hinaus werden Hinweise und Tipps zum Anbau gegeben. Verkauft werden zudem Pflanzkartoffel der
verschiedensten Art, „ferner wird für das leibliche Wohl gesorgt sein“,
verspricht Anke Thurow. Da gibt es nicht nur „Pelltüften mit Quark“, man kann auch bei einer Verkostung mit dabei sein.
...
Pelltüften mit Quark kann wer also nicht verkosten?
Besonders zu empfehlen ist die Kartoffelmesse den Liebhabern der Erdäpfel.
Darauf wäre ich nie gekommen.

2. Februar 2006

Bezüglich des verschachtelten Machers

Stefan Brümmer berichtete in der Greifswalder Zeitung:
Im März Baustart für Raffinerie
Der Vorspann:
Seit Jahren blickt die Region gespannt auf die Energiewerke Nord und hofft auf Arbeit. Was passiert 2006? OZ (Wer denn sonst?) sprach
mit der Geschäftsleitung.
Das stimmt nur, wenn die Geschäftsleitung allein aus dem Geschäftsführer besteht, denn im gesamten Text wird nur ein Mann zitiert:

Dieter Rittscher, Chef der Energiewerke Nord GmbH (EWN) sprüht nach wie vor voller Optimismus. ...
Rittscher könnte vielleicht Optimismus versprühen, aber voller Optimismus versprüht er nach wie vor was, Funken, Wasser? Dann holt Brümmer diesen Satz bezüglich übertragenen Sinnes aus der Schachtel:
Bezüglich der weiteren Vorhaben – darunter die Gaskraftwerke CPL und EnBW, der Sun-Diesel-Hersteller Choren, ein Steinkohlekraftwerk oder der überregional bekannt gewordene Gas-Umschlagplatz für die russische Pipeline – nennt der Macher keine konkreten Baustart-Termine. ...
Und schreibt dann:
In diesem Jahr werden weitere Investitionen in Sachen Infrastruktur umgesetzt. ...
Kürzlich hat Brümmer noch Investionen realisieren lassen; warum lässt er nicht einfach investieren?
Nicht so gut steht es dagegen für einen Teil der Leute. ...
Was steht nicht so gut oder eher schlecht? Oder meint der Autor, es steht nicht gut um die Leute, was bedeuten könnte, ihnen geht es schlecht.

22. Januar 2006

Nachricht getarnt

Und die OZ berichtete doch darüber, dass ihre Leser, die Kapitallebensversicherungen vorzeitig kündigten, schnellstens Widerspruch bei ihren früheren Versicherern einlegen müssen, um den Anspruch auf zusätzliche Rückzahlungen nicht zu verwirken. Dass ich den Bericht nicht früher fand, mag an dieser Schlagzeile und dem Textbeginn gelegen haben:
Bund der Versicherten plant Musterklage
Der Bund der Versicherten (BdV) hat das Vorgehen der Lebensversicherer bezüglich der Rückerstattung von Nachzahlungen aus gekündigten Verträgen scharf kritisiert. Obwohl Millionen von Kunden nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Rückerstattungen hätten, sei „bislang in keinem Fall gezahlt worden", kritisierte die BdV-Geschäftsführerin Lilo Blunck. „Das Verhalten der Versicherungen ist überaus peinlich", sagte sie. ...
Eine Klage beim Bundesgerichtshof? Das kann bis zu einer Entscheidung lange dauern. Wichtig ist doch die Nachricht, dass die ehemals Versicherten sofort handeln müssen. Doch das konnten die Leser erst am Ende des Berichtes erfahren, wenn sie bis dahin durchgehalten hatten.

14. Dezember 2005

Rätsel des Tages

Antje Enke (Wolgast) und Stefan Brümmer (Greifswald) berichteten

Kreis-Etat 2006 mit 20 Millionen Defizit

Mich interessierte, wer welchen Teil des Textes geschrieben hatte.
An dieser Stelle war klar, von wem die Sätze stammten. Die Stammleser des OZ-Blogs wissen es auch:

Als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschuss hatte er mit seinem Gremium bezüglich der Jahresrechnung 2004 die zu hohen Außenstände des Landkreises bemängelt. Betreffs der privaten Gebührenschuldner, so empfahl Markhoff, solle künftig ein Inkassobüro zum Eintreiben der säumigen Beträge eingeschaltet werden.

Wer noch Bedenken hat, kann die Namen der Autoren in das Suchfeld, ganz oben im dunkelblauen Streifen, eingeben.

3. Dezember 2005

Bezüglich schlechten Stils

In seinem Bericht
Rekordumschlag im Hafen Vierow
schrieb Stefan Brümmer für die Greifswalder Zeitung:
Bligenthal war schon im letzten Jahr happy (
erfreut freudvoll fröhlich glücklich), als knapp 250 000 Tonnen umgeschlagen wurden ...
Es gibt tatsächlich deutsche Wörter für "happy"
... Gar nicht erfreut ist der Hafenexperte allerdings mit der durchgeführten Aufspülung von Sand für den benachbarten Strand in Lubmin.
Gefreut hätte ich mich, wäre der Sand einfach aufgespült worden.
... Noch ein knapper Monat ist Zeit, das Vorjahresergebnis zu legalisieren (legalisieren: 1. [Urkunden] amtlich beglaubigen. 2. legal machen ).
Fremdwörter können Glücksache sein. Hier hat der Autor allerdings Pech gehabt.
... Aktuelle Informationen besagen, dass die Ausbaggerung der Hafenzufahrt im kommenden Jahr realisiert werden könnte.
Die Hafenzufahrt könnte natürlich auch ausgebaggert werden.

Hat Stefan Brümmer den freien Mitarbeiter Edgar Offel mit seiner Bezüglich-Krankheit angesteckt?
Bezüglich der Industrieansiedlung auf der KKW-Brache bei Lubmin geht das Jahr 2005 nun doch ohne ein zählbares Ergebnis zu Ende. ...
Der Satz wäre auch ohne "bezüglich" eine journalistische Kostbarkeit.
... „Wir warten erst noch auf eine klare Aussage der Bundesregierung bezüglich der Gerüchte um eine künftige Besteuerung von Biodiesel ...

23. November 2005

Des Rätsels Lösung

Stefan Brümmer bleibt seinem Bürokraten-Stil treu. Hier schrieb er:
... Diesbezüglich gebe es allerdings die Hoffnung, dass die Einwohnerzahl im Verbandsgebiet sich relativ stabil halten werde.
Eine wichtige Schlussfolgerung sei das Erzielen von Spareffekten bezüglich steigender Energiekosten.

Damit ist auch
mein Rätsel gelöst.

16. November 2005

Bezüglich Bürokratentrott

Gemeinde Kölzin beendet Baumaßnahmen
Wird nie wieder gebaut?
Stefan Brümmer berichtete darüber nichts in der Greifswalder Zeitung. Stattdessen verfiel er wieder in den Bürokratentrott:
Ein positives Fazit bezüglich der Baumaßnahmen 2005 hat unlängst Kölzins Bürgermeisterin Jutta Dinse während der Gemeindevertretersitzung gezogen.

15. November 2005

Realisierte Realisierung der Realität

Dorschquote verärgert Freester Fischer
schrieb Stefan Brümmer in der Greifswalder Zeitung:
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sieht Michael Schütt, ... , die diesjährige Fangsaison.
Wie mag das aussehen? Es ist schon ein Wunder, dass er die Saison sehen kann.
... Dabei begann für die Freester das Jahr mit einem Paukenschlag.
Und ich dachte, das Jahr begann mit vollen Netzen, denn:
„Es ist lange her, dass wir mit 3274 Tonnen so eine gute Heringssaison hinlegen konnten wie in diesem Frühjahr“, sagte Schütt
Der (Dorschfang) konnte nicht voll realisiert werden...
Also verringerte sich praktisch die Quote dadurch
Für 2006 hofft Schütt nun, dass mit den polnischen Nachbarn, für die wiederum die westliche Ostsee unattraktiv ist, ein Tausch realisiert werden kann.
Und an dieser Stelle realisierte er:

Das Vorhaben konnte aber aus finanziellen Gründen bislang noch nicht realisiert werden ...
Kaum verzichtet Brümmer, zumindest zeitweilig, auf sein "bezüglich", muss ein anderes Bürokratenwort gleich dreifach herhalten.
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