Eine Mühle ist eine Maschine oder Anlage zum Zerkleinern.
Wird also in den Strommühlen Strom gemahlen? Klingt Windkraftanlage doof, oder warum erfand jemand schrottline eine Strommühle?
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17. Dezember 2013
28. August 2013
Puddinghauer
OZ-Redakteure hauen ja gern einmal bildlich auf den Pudding. Ganz besonders der Geschäftsführende Redakteur Fischer hatte das als Strukturbenjamin in der Greifswalder Redaktion drauf.
Überhaupt nicht haut die OZ auf den Pudding, wenn sie Kritik einstecken muss, Fischer natürlich auch nicht, denn das hat Leser nichts anzugehen. Das war zuletzt hier der Fall. Der einstige Strukturbenjamin verlor im Hochwertblatt auch kein Wort über Entscheidungen des Presserates über seinen Pfusch.
Heute war so ein Haudrauf-Tag:
Zu beachten ist auch die Wortwahl über seine möglichen Verstrickungen. Es geht also um die Möglichkeit, nicht um die Wirklichkeit, womit wieder einmal gezeigt wurde, was den Lesern vorgesetzt wird, Verdächtigungen, keine Beweise, denn:
Und:
Überhaupt nicht haut die OZ auf den Pudding, wenn sie Kritik einstecken muss, Fischer natürlich auch nicht, denn das hat Leser nichts anzugehen. Das war zuletzt hier der Fall. Der einstige Strukturbenjamin verlor im Hochwertblatt auch kein Wort über Entscheidungen des Presserates über seinen Pfusch.
Heute war so ein Haudrauf-Tag:
Nach Klage gegen die OZ: Hiddensees Bürgermeister verliert Stasi-Prozess
... Die Richter des Landgerichts Berlin, wo XXX die Prozessunterlagen gegen die OZ eingereicht hatte, wiesen seine Klage jetzt zurück, so dass die Medien auch in Zukunft uneingeschränkt über seine möglichen Verstrickungen und die Debatte darüber berichten dürfen.Landgericht Berlin? Wer reicht denn dort seine Klage ein? Hamburg ist die bessere Wahl, soll gegen ein Medium geklagt werden.
Zu beachten ist auch die Wortwahl über seine möglichen Verstrickungen. Es geht also um die Möglichkeit, nicht um die Wirklichkeit, womit wieder einmal gezeigt wurde, was den Lesern vorgesetzt wird, Verdächtigungen, keine Beweise, denn:
Eine nur 29 Seiten dicke Stasi-Akte über einen Inoffiziellen Mitarbeiter mit dem Decknamen Dieter Lehmann legt den Verdacht nahe, dass Gens dieser Lehmann ist.Naheliegender Verdacht; an so etwas zieht sich die OZ hoch; das Gequake über den Ex-Bundesgrüßaugust passt gut dazu.
Und:
Das Urteil des Landgerichts Berlin ist nicht rechtskräftig.Das Blättle konnte nicht einmal warten, bis das Urteil rechtskräftig ist, typisch Medien, typisch Hochwertzeitung.
19. April 2012
OZ im Umfragehoch
Dass die Schrottline-Umfragen selbst Schrott sind (jedenfalls für die Leser, nicht für die OZ, denn sie generieren Klicks und haben ansonsten keinen Sinn), habe ich schon mehrfach geschrieben. Hier lieferte die Greifswalder Redaktion einen Beleg dafür:
Die drei Möglichkeiten habe ich nicht kopiert, weil es piepegal ist, was Sie anklicken, wenn Sie denn anklicken. Davon rate ich jedoch ab.
1. Die Umfrageergebnisse sind manipulierbar, nicht repräsentativ und damit wertlos.
2. In diesem Fall ist es noch schlimmer, denn wie die Entscheidung ausfallen wird, dürfte klar sein, wie die OZ mitteilte:
Die drei Möglichkeiten habe ich nicht kopiert, weil es piepegal ist, was Sie anklicken, wenn Sie denn anklicken. Davon rate ich jedoch ab.
1. Die Umfrageergebnisse sind manipulierbar, nicht repräsentativ und damit wertlos.
2. In diesem Fall ist es noch schlimmer, denn wie die Entscheidung ausfallen wird, dürfte klar sein, wie die OZ mitteilte:
3 Millionen Euro für grünen Schießwall
Greifswald plant eine Umgestaltung seiner Wallanlagen. Auch im westlichen Bereich werden Bäume gepflanzt und Wege neu gestaltet. Der Parkplatz an der Mensa wird verlegt und ein Schulsportplatz entsteht.
Bis 2014 sollen die Wallanlagen komplett erneuert sein. Hauptausschuss und der Bauausschuss haben am Dienstagabend ohne Gegenstimmen die se Fünf-Millionen-Euro-Investition auf den Weg gebracht. Drei Millionen sind allein für den Schießwall nötig. Drei Viertel der Summe sollen durch EU-Fördermittel aufgebracht werden, den Rest muss Greifswald zahlen. Wenn alles gut geht, dann verfügt die Hansestadt 2014 über komplett erneuerte Wallanlagen. ...Wofür EU-Fördermittel gezahlt werden, ist immer wieder überraschend. Das heißt also, Sie und ich und alle anderen EU-Bürger werden voraussichtlich einen Großteil der Summe an die Stadt Greifswald zahlen.
30. März 2012
Ergänztes
Eine Agenturkorrespondentin lieferte einen Text ab und die Greifswalder Redaktion fügte keinen Fakt hinzu - steht ja schon alles drin. Stimmt das?
Und was ist sonst noch los nahe Lubmin? Hat sonst niemand die Absicht, ein paar Mauern zu bauen, um dahinter zu produzieren? Weiß die OZ nichts davon, die von sich behauptet, hier zu Hause zu sein?
Millionen-Investition für Pipeline-Lager
480 Spezialrohre sollen ab Herbst in Lubmin gelagert werden — für den Fall, dass die 1200 Kilometer lange Erdgastrasse beschädigt wird. Der Betreiber Nord Stream investiert 5,5 Millionen Euro in das Depot.
Der Betreiber der Ostseepipeline Nord Stream steuert künftig vom deutschen Anlandepunkt in Lubmin aus die Offshore-Wartungs- und Reparaturmaßnahmen an der Erdgastrasse. 1200 Kilometer ist diese Leitung lang. Für rund 5,5 Millionen Euro soll bis zum Herbst in Lubmin ein Depot entstehen, in dem 480 Ersatzrohre und wichtige Ersatzteile gelagert werden, sagte der Betriebsmanager von Nord Stream, Peter Massny, gestern in Lubmin. ...Der Betreiber steuert das Unternehmen vor allem nicht aus M-V, wo das Gas auf dem Festland ankommt, sondern von der Schweiz aus. Daraus ergibt sich kein Hinweis, an wen das Unternehmen Steuern zahlt? Oder müssen nun wieder alle Armenhausbewohner auf die Knie fallen, weil Gasprom massig Arbeitsplätze in Lubmin schaffen ließ?
Für den Betrieb der Halle wurde die Firma Gascade — ehemals Wingas Transport — beauftragt, die mit sechs Mitarbeitern bereits am Standort arbeitet, wie Massny sagte. Weitere Arbeitsplätze seien nicht geplant. ...Die Korrespondentin teilte auch mit, was sonst noch (nicht) los ist nahe Lubmin:
Ob am Standort des stillgelegten Atomkraftwerks in Lubmin ein Gaskraftwerk entsteht, ist noch nicht absehbar. Der Energiekonzern EnBW halte zwar an seinen Plänen zum Bau eines 1200 Megawatt-Kraftwerks fest, die Entscheidung stehe aber weiterhin aus, sagte der Geschäftsführer der Energiewerke Nord, Jürgen Ramthun. Die EWN, Rechtsnachfolger des früheren DDR-Atomkraftwerks, hatten die Projektunterlagen für das geplante und 2010 gescheiterte Steinkohlekraftwerk übernommen und die Anträge für ein Gaskraftwerk modifiziert. Die Papiere seien inzwischen bei den Genehmigungsbehörden eingereicht worden. „Nach bescheinigter Genehmigungsfähigkeit soll das Projekt verkauft werden“, sagte Ramthun. ...EWN hatte einfach so übernommen? Das ist journalistischer Nebel. Die Unterlagen wurden Dong Energy abgekauft (für wie viel Steuergeld?), als Trostpflaster für die verhinderte Giftschleuder. Sie sind für den Bau eines Gaskraftwerkes unbrauchbar. Da die Unterlagen (für wie viel Steuergeld?) modifiziert wurden, muss das Genehmigungsverfahren komplett von vorn beginnen, Bürgerbeteiligung inkl. (Geht das schon wieder los?)
Und was ist sonst noch los nahe Lubmin? Hat sonst niemand die Absicht, ein paar Mauern zu bauen, um dahinter zu produzieren? Weiß die OZ nichts davon, die von sich behauptet, hier zu Hause zu sein?
20. März 2012
Aufregen, aber richtig
Die Greifswalder Modernisiererin erregte sich darüber, dass sich die Bürgerschaft über einen Betrugsverdacht nicht so richtig aufzuregen scheint. Hierum geht es:
Doch die Lokalchefin meinte:
Ob die Frau tatsächlch meint, aufgeregte Bürgerschaftler erführen mehr als ruhige? Ich glaube, ja.
WIRTSCHAFTSLEXIKONSo die Schrottline-Schlagzeile.
... Hinter verschlossenen Türen hat die Greifswalder Bürgerschaft gestern Abend mehrheitlich entschieden, die Stillhaltevereinbarung zwischen der Stadt und ihrem Sanierungsträger bis Ende Juni 2012 zu verlängern (OZ berichtete). Ein Aufschub für die schwerwiegende Entscheidung, die Zusammenarbeit mit dem erneut ins Zwielicht geratenen Unternehmen fortzuführen oder nicht.Warum sollte sich darüber jemand aufregen? Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Auch wenn die OZ ungeduldig wird, ersparen Bürgerschaft und Verwaltung Medien die Möglichkeit der Vorverurteilung. Die Bürgerschaft wartet einfach ab, bis Substantielles zu vermelden ist - und regt sich anscheinend oder scheinbar nicht auf.
... Der Vorwurf: Unstimmigkeiten bei verschiedenen Sanierungsprojekten. ... Nach OZ-Informationen handelt es sich um 36 Fälle, in denen mit Hilfe fingierter Rechnungen zu Unrecht Geld aus dem städtischen Treuhandvermögen entnommen worden sein soll. „Die einzelnen Beträge sind nicht spektakulär“, sagt Baudezernent Jörg Hochheim, „aber in der Summe beträchtlich.“ Es gehe um fast eine halbe Million Euro, die „seit Mitte der 1990er Jahre“ geflossen sei. Ob eine oder mehrere Personen in den Genuss des Geldes kamen — bislang unklar. Fakt sei lediglich, dass die Beträge nur auf ein Konto gingen. Wer sie sich letzten Endes zuschanzte, müsse die Staatsanwaltschaft Stralsund herausfinden. ...
Doch die Lokalchefin meinte:
Aufregung bitte!Wie viele Mitglieder hat die Lokalchefin befragen lassen oder gar selbst befragt?
So richtig scheint der erneute Betrugsverdacht gegen Mitarbeiter des städtischen Sanierungsträgers BauBeCon niemanden mehr aufzuregen. Schulterzucken und Resignation dominieren in den Reihen der Bürgerschaftsmitglieder. ...
Gegen kriminelle Energien sei man machtlos, heißt es (?) schulterzuckend auf dem Flur. Doch das darf nicht sein. Die Gelassenheit ist unangebracht. ... Nur wenn die Abgeordneten hartnäckig nachfragen, die Verwaltung und die BauBeCon genauestens aufs Korn nehmen, steigt der Druck, die Karten offen auf den Tisch zu legen. Deswegen brauchen wir (?) mehr Aufregung!Genau, und dann brauchen wir (?) nicht einmal eine Staatsanwaltschaft.
Ob die Frau tatsächlch meint, aufgeregte Bürgerschaftler erführen mehr als ruhige? Ich glaube, ja.
15. März 2012
Ach wie gut, dass niemand weiß
Der einstige Greifswalder Umstrukturierer und jetzige geschäftsführende Redakteur Fischer hat für die Greifswalder Ausgabe geschrieben (Langeweile, oder gehört das zu den Ausgaben eines geschäftsführenden Redakteurs? Wer klärt mich auf?), wie gewohnt gefüllt mit Spekulationen:
Spekulation:
Er fügte noch einen Kurzkommentar hinzu, mit dem er Recht hat, allerdings mit Ausnahme dieser Passage:
Ich gehe davon aus, dass Medien überwiegend nichts herausbekommen.
BauBeCon unter BetrugsverdachtSpekulation:
Mit fingierten Rechnungen soll der Sanierungsträger einem Planungsbüro hohe Geldbeträge zugeschanzt haben. ...Warum spekuliert werden muss, steht hier:
Die Dokumente liegen der OZ vor, genauere Fakten enthalten die Papiere allerdings nicht. ...Welch ein Dokument aber auch - mit dem sich nichts anfangen lässt.
Spekulation:
Dem Vernehmen nach sollen seit 1999 in über 25 Fällen unter Federführung der BauBeCon Rechnungen für die Planung verschiedener Bauprojekte aus der Stadtkasse beglichen worden sein. Auf Anfrage der OSTSEE-ZEITUNG teilte das Rathaus mit: „Einzelnen Rechnungen konnten weder Aufträge noch Leistungen zugeordnet werden.“ Insgesamt soll so in den vergangenen Jahren ein hoher sechsstelliger Betrag geflossen sein. ...Die nächste Spekulation nach diesem Satz:
Welches Planungsbüro die Summen kassiert hat, halten das Rathaus und die BauBeCon streng (!) geheim. ...
Hinter vorgehaltener Hand berichten mehrere Bürgerschaftsabgeordnete übereinstimmend, dass die Beträge an ein Planungsbüro in Osnabrück überwiesen worden sein sollen. ...Wen in Greifswald und Umgebung würde das wundern? Dennoch ist es Spekulation.
Er fügte noch einen Kurzkommentar hinzu, mit dem er Recht hat, allerdings mit Ausnahme dieser Passage:
Alles kommt rausDas ist arrogant und Unsinn.
Journalisten verwenden, wenn sie Bürgermeistern, Landespolitikern und anderen Verantwortlichen eine Stellungnahme zu einem unbequemen Thema abringen wollen, oft ein ganz simples Argument: „Irgendwann kommt eh‘ alles raus.“ Und weil meistens alles rauskommt, ist es nicht hinnehmbar, dass zum Thema „Die Stadt und ihr Verhältnis zur BauBeCon“ am Montag eine nicht öffentliche Bürgerschaftssitzung angesetzt ist. ...Es wird etwas herauskommen, wenn über die Sache Recht gesprochen worden ist.
Ich gehe davon aus, dass Medien überwiegend nichts herausbekommen.
Als Anfang der 90-er Jahre des Umstrukturierers Vorgänger während einer Redaktionssitzung eine Geschichte als besonders gelungen pries, weil irgendetwas herausgekommen war, meinte ich sinngemäß, dass sich die Immobilienhaie und andere Unter-den-Nagel-Reißer am Abend wieder ins Bett fallen lassen und zu sich sagen: Ach wie gut, dass niemand weiß, wie ich morgen euch bescheiß'.Wenn in wenigen Fällen etwas, jedoch kaum alles, herauskommt, könnte das den Anschein erwecken, dass tatsächlich fast immer alles herauskommt. Das liegt aber zumeist daran, dass die Geschichten aufgeblasen werden und deren Inhalt mehrfach in unterschiedlicher Form verkauft wird. Die Greifswalder Redaktion ist ein passrechtes Beispiel.
14. März 2012
Fehlerhaft und kenntnisarm
Die Greifswalder Zeitung hatte gestern mitgeteilt:
Grüne kritisieren: Mitglieder im Kreistag befangen
Der Link verweist nur auf die Kurzfassung.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen übt Kritik an einem Kreistagsbeschluss Ende Februar. Konkret geht es um die Entscheidung über den Verbleib der Standorte für die Arbeitslosenbetreuung im Kreis Vorpommern-Greifswald. „Wir sehen ein Mitwirkungsverbot von sechs Kreistagsmitgliedern als gegeben an“, sagt der Fraktionsvorsitzende Gregor Kochhan. ...
Diese Gegebenheit sehen die Betroffenen ganz anders, jedoch z.T. falsch.
Deshalb haben die Grünen eine Replik veröffentlicht, die nebenbei zeigt, wie in der Redaktion gearbeitet wird: Rückfragen zu Aussagen gibt es nicht.
Deshalb haben die Grünen eine Replik veröffentlicht, die nebenbei zeigt, wie in der Redaktion gearbeitet wird: Rückfragen zu Aussagen gibt es nicht.
12. März 2012
Wie die OZ Verspekuliertes richtigstellt
Die Greifswalder Redaktion hatte sich ebenso wortreich wie heftig darüber verspekuliert, ob jemand, der schon lange nicht mehr in Greifswald wohnt, sondern in Berlin, aus der Piratenpartei ausgeschlossen wird. Er wurde nicht.
Das teilt die OZ heute auch mit.
Jabbusch bleibt Pirat
Das Parteiausschlussverfahren gegen den früheren Greifswalder und Landesvorsitzenden der Piratenpartei in M-V, Sebastian Jabbusch, ist gescheitert. Der Gründer der Greifswalder Initiative „Uni ohne Arndt“ muss nicht mehr mit einem Rauswurf aus der Partei rechnen. ..Der Autor nutzte die Gelegenheit, um noch einmal die angeblichen Vergehen aufzuzählen, die nicht zum Parteiausschluss führten. Fieser geht es kaum.
8. März 2012
OZ hat fehlspekuliert
Statt einfach abzuwarten, hatte die Greifswalder Redaktion am 25. Februar 214 Wörter lang spekuliert:
Jabbusch droht Rauswurf aus PiratenparteiIn daburnas Logbuch ist heute zu lesen:
Parteiausschlussverfahren gegen Sebastian Jabbusch abgelehntOb die OZ den Ausgang ihrer Fehlspekulation überhaupt erwähnen wird? Wenn sie es tun sollte, wird sie dann auch 214 Wörter lang tun? Vergessensis.
OZ wird weitermachen wie bisher
Wieder sagt jemand indirekt und erneut, dass er jahre/jahrzentelang dem neoliberalen Glauben anhing und es nun nicht mehr tun will:
Da kann ich nicht weitermachen wie bisher
Thomas Straubhaar ärgert sich über die eigene Dummheit vergangener Jahre. In einem Interview mit der Financial Times nennt der bekannte Oekonom die Theorien, die er selbst an führender Stelle vertreten hat, für gescheitert.Niemand kann erwarten, dass die OZ dieses Bekenntnis des INSM-Apostels verkünden wird, obwohl oder gerade weil die OZ den Straubhaar-Quark über Jahre hinweg vervielfältigte und anderweitig auf den Quark hingewiesen wurde.
"Es gibt ökonomische Ideen und Glaubenssätze, die ich zu lange akzeptiert habe, obwohl sie mit der Empirie nicht übereinstimmten. Das will ich nicht mehr, sondern kritisieren, was falsch läuft."
Thomas Straubhaar ist Direktor des Wirtschaftsinstituts HWWI, das Ende 2006 aufgrund der Empfehlung des Leibniz-Instituts wegen schlechter Evaluationsergebnisse von der öffentlichen Förderung ausgeschlossen wurde. Seiner Reputation tat dies keinen Abbruch. Von Journalisten wird er immer noch als Star seiner Branche umworben. An seinen Fähigkeiten kann das nicht liegen, das stellt er mittlerweile sogar selbst fest. Kaum etwas, das er prognostiziert hatte, ist auch wirklich eingetreten. Weshalb erhielt er also dennoch soviel Platz in den führenden Wirtschaftsblättern der deutschsprachigen Presse? Die Ursache dürfte in seiner Tätigkeit als Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft INSM liegen. ...
6. März 2012
Kommt nicht so drauf an
Die Greifswalder Redaktion belegt, was sie unter unabhängig sein versteht: unabhängig von korrekter Wiedergabe und Vermittlung von Hintergrund zu sein.
Schrottline war gestern angekündigt worden (leider vom Zusender beschnitten):
Ein Leser versuchte, den Brief zu finden:
ich wünsche viel Erfolg bei der Suche nach dem offenen Brief, der sowohl in der Print-Ausgabe als auch im online-Artikel versprochen wird.
Schließlich gab tatsächlich Offenes zu lesen:
Unter dem ersten Teil, er soll der offene Brief des Ensembles sein(?), steht:
Der obere Teil des mit Offener Brief überschriebenen Machwerkes war wohl etwas aus diesem Flugblatt, jedoch nicht der offene Brief, sondern ein Rudiment. Dort finden Sie übrigens die gesamte Geschichte in verständlicher Form.
Natürlich war der untere Teil OZ-Textes auch nicht der Brief, sondern eine Zugabe der Redaktion, als solche aber nicht zu erkennen.
Was die OZ dort verzapft hatte, war Mist.
Heute nun in der Greifswalder Druckausgabe das Rudiment vom Rudiment:
Merkwürdig!
So ist das, wenn eine Society-Reporterin auf einmal Chefredakteurin ist: Sie hat - im Gegensatz zu den Protestierenden - immer noch nicht kapiert, dass es zwischen Kündigungen und Nichtverlängerungen einen Unterschied gibt. Und dann druckt sie zu der Geschichte, bei der am Vortag alles schief gelaufen ist, auch noch ungeprüft einen Satz ab, der so nicht auf dem Transparent gestanden hat. ...
Und der angekündigte offene Brief? Wech isser? Nicht ganz. Ein Rudiment ist noch schrottline zu finden.
Schrottline war gestern angekündigt worden (leider vom Zusender beschnitten):
Ein Leser versuchte, den Brief zu finden:
ich wünsche viel Erfolg bei der Suche nach dem offenen Brief, der sowohl in der Print-Ausgabe als auch im online-Artikel versprochen wird.
Schließlich gab tatsächlich Offenes zu lesen:
Unter dem ersten Teil, er soll der offene Brief des Ensembles sein(?), steht:
Ihr bislang leider nicht von Ihnen gehörtes PublikumDas Ensemble ist also zugleich das Publikum?
Der obere Teil des mit Offener Brief überschriebenen Machwerkes war wohl etwas aus diesem Flugblatt, jedoch nicht der offene Brief, sondern ein Rudiment. Dort finden Sie übrigens die gesamte Geschichte in verständlicher Form.
Natürlich war der untere Teil OZ-Textes auch nicht der Brief, sondern eine Zugabe der Redaktion, als solche aber nicht zu erkennen.
Was die OZ dort verzapft hatte, war Mist.
Heute nun in der Greifswalder Druckausgabe das Rudiment vom Rudiment:
IN KÜRZE200 Flugblätter verteilt gegen Theater-Kündigungen Greifswald — Bei der Premiere „Das Fest“ am Theater Vorpommern am Sonnabend verteilten Fans des Schauspiel-Ensembles 200 Flugblätter. Darauf protestierten sie gegen die Kündigungen der Mitarbeiter zum Ende der Spielsaison. Außerdem wurde ein Plakat mit der Aufschrift „Wir wollen euch behalten“ gezeigt.Ein Leser meinte dazu:
Kein Leserbrief, keine Korrektur, keine Berichtigung der Theater-Artikel
von gestern.
Die Aufschrift auf dem Transparent war: "Wir wollen, dass Ihr
bleibt"...
Merkwürdig!
So ist das, wenn eine Society-Reporterin auf einmal Chefredakteurin ist: Sie hat - im Gegensatz zu den Protestierenden - immer noch nicht kapiert, dass es zwischen Kündigungen und Nichtverlängerungen einen Unterschied gibt. Und dann druckt sie zu der Geschichte, bei der am Vortag alles schief gelaufen ist, auch noch ungeprüft einen Satz ab, der so nicht auf dem Transparent gestanden hat. ...
Krawalljournalist jetzt in Rostock
Krawalljournalist Wiskers scheint die Leser der Greifswalder Zeitung zukünftig zu verschonen. Heute begrüßte er die Leser der Rostocker Zeitung. Die können sich nun auf etwas gefasst machen.Gewöhnlich haben solche Leute gute Chancen, eher früher als später Mitglied der OZ-Chefredaktion zu werden.
3. März 2012
OZ: Nicht Vermieter sondern Studierende treiben Mieten in die Höhe
Schrottline ist aus der Greifswalder Lokalredaktion zu erfahren:
Heißt ja wohl, die Studierenden seien Schuld an den Mieterhöhungen, nicht die Vermieter; die können gar nichts anders, als auf Wunsch der treibenden Studierender die Mieten zu erhöhen.
In der gedruckten Ausgabe steht jedoch das Gegenteil:
In Greifswald zu wohnen, wird also teuer für Studenten/Studierende. Welcher Studierende würde darauf bestehen, eine höhere Miete zu bezahlen? Wer dachte sich das schrottline Veröffentlichte aus?
Aber auch die Schlagzeile in der Druckausgabe vermittelt einen falschen Eindruck, denn niemand kann die Vermieter zwingen, die Mieten zu erhöhen. Sie nutzen einfach die Wohnungsnot aus.
Heißt ja wohl, die Studierenden seien Schuld an den Mieterhöhungen, nicht die Vermieter; die können gar nichts anders, als auf Wunsch der treibenden Studierender die Mieten zu erhöhen.
In der gedruckten Ausgabe steht jedoch das Gegenteil:
In Greifswald zu wohnen, wird also teuer für Studenten/Studierende. Welcher Studierende würde darauf bestehen, eine höhere Miete zu bezahlen? Wer dachte sich das schrottline Veröffentlichte aus?
Aber auch die Schlagzeile in der Druckausgabe vermittelt einen falschen Eindruck, denn niemand kann die Vermieter zwingen, die Mieten zu erhöhen. Sie nutzen einfach die Wohnungsnot aus.
2. März 2012
Kurz und falsch
Der Greifswalder Krawalljournalist teilte mit:
Im Strafgesetzbuch steht Missbrauch in diesem Zusammenhang stets als sexueller Missbrauch.
Nehme ich an, die Prügelei war eine Misshandlung, ist das noch lange kein Missbrauch; ebenso ist eine Körperverletzung kein Missbrauch.
Ansonsten ist hier nachzulesen, wie unterschieden wird:
Jugendamt überlastet: Viele Kinder in Gefahr
... Die brisante personelle Lage wirkt sich unmittelbar auf Umfang und Qualität der Betreuung von Konflikt-Familien aus. Komme es in einer Familie zu Krisen oder gar Prügeleien, kurz: zu Missbrauch, könne ein Sozialarbeiter kaum mehr rechtzeitig zum Wohl der Kinder und Jugendlichen einschreiten. ...Eine familiäre Krise ist ein Missbrauch? Eine Prügelei ist Missbrauch. Kurz: Das ist falsch.
Im Strafgesetzbuch steht Missbrauch in diesem Zusammenhang stets als sexueller Missbrauch.
Nehme ich an, die Prügelei war eine Misshandlung, ist das noch lange kein Missbrauch; ebenso ist eine Körperverletzung kein Missbrauch.
Ansonsten ist hier nachzulesen, wie unterschieden wird:
Eine Inpflegegabe erfolgt im Regelfall aus mehreren Gründen, wobei die Folgenden besonders häufig genannt werden: Vernachlässigung, Misshandlung, finanzielle oder Wohnprobleme, psychische Störungen der Eltern, Erziehungsunfähigkeit/-schwierigkeiten, emotionale Ablehnung des Kindes, Ehe-/Partnerprobleme, Eltern-Kind-Konflikte, sexueller Missbrauch, Abwesenheit/Verschwinden/Tod von Elternteilen, Alkohol- und Drogenmissbrauch oder Kriminalität.
29. Februar 2012
Geliterte Prozent
Ein Tankstellenpächer wurde so in einem langweiligen Greifswalder Artikel über die Spritpreise zitiert:
"... Über 70 Prozent wandert in die Staatskasse — pro Liter!“ ...Warum wurde das pro Liter mit zitiert? Selbst wenn es um zehntausende Liter oder einen Milliliter ginge, wären 70 Prozent Abgaben fällig (falls die 70 Prozent richtig sind).
Schülerzeitung? Da ist viel mehr möglich
Greifswalder Zeitung:
Würde ein OZ-Vertreter solche Hinweise geben, wäre das fast Unternehmensschädigung, den die Jugendlichen sollen zum Zeitunglesen erzogen werden. Da scheut die OZ weder Kosten noch Mühe.
Wer Olivia Stracke kennt, sollte sie auf meinen Eintrag hinweisen. Sie kann sich an mich wenden; ich helfe ihr, ein Blog vorzubereiten und voll einzusteigen. Bestimmt würden auch Greifswalder Blogger die ersten bildlichen Bloggerschritte unterstützen.
Schüler-Reporterin trifft Spitzen-Politiker
Die Ostsee-Gymnasiastin Olivia Stracke (14) aus Greifswald interviewte für das Kinder-Nachrichtenmagazin Dein Spiegel den Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). ...Jetzt kommts:
Die Zeilen selbst zu Papier zu bringen, daran hätte Olivia auch Spaß gehabt. Alleine schon zu Übungszwecken. „Wir haben an unserer Schule leider keine Schülerzeitung, sonst wäre ich da sicher schon voll eingestiegen“, sagt sie.Nichts deutet darauf hin, dass der Autor der Schülerin den Tipp gab, ein Blog einzurichten. Ein Blog ersparte der Schülerin nicht nur Arbeit und Geldbeschaffung (z.B. Papier- und Druckkosten). Das Blog hätte den Vorteil, dass die Geschichten aktualisiert und kommentiert, Videos und Tonbeiträge eingebunden und alles mit sozialen Netzwerken verbunden werden könnte. Das ist die Zukunft der Kommunikation, nicht die gedruckte Schülerzeitung.
Jetzt, nachdem sie einen Prominenten interviewte, hat sie Lunte gerochen und spielt mit dem Gedanken, selbst aktiv zu werden — als Gründerin einer solchen Zeitung am Ostseegymnasium. „Ich habe unheimlich viel Freude am Lesen und Schreiben“. ...
Würde ein OZ-Vertreter solche Hinweise geben, wäre das fast Unternehmensschädigung, den die Jugendlichen sollen zum Zeitunglesen erzogen werden. Da scheut die OZ weder Kosten noch Mühe.
Wer Olivia Stracke kennt, sollte sie auf meinen Eintrag hinweisen. Sie kann sich an mich wenden; ich helfe ihr, ein Blog vorzubereiten und voll einzusteigen. Bestimmt würden auch Greifswalder Blogger die ersten bildlichen Bloggerschritte unterstützen.
27. Februar 2012
Es wurde gewechselt
Mich hat nicht verblüfft, dass die Modernisiererin, Regenfee und Rechenkünstlerin Degrassi nun Lokalchefin in Greifswald geworden ist. Da die Frau bildlich im Stall der OZ groß geworden ist, können Sie nichts erwarten, was Sie nicht schon kennen. Aber Beständigkeit hat ja auch was.
Was mich zunächst verblüffte, war ihre Ausbildung:
Apropos Hartzgesetze:
des ZK der Lokalredaktion zum lokalen Führungswechsel vergessen:
Was mich zunächst verblüffte, war ihre Ausbildung:
... Frau Degrassi ... hat in Bremen Journalistik und Europäische Arbeitsmarktpolitik studiert. ...Europäische Arbeitsmarktpolitik also auch. Wer das mit dem vergleicht, was aus der Greifswalder Redaktion an Geschichten über die Hartz-Gesetze verkauft wurde, wird sich einen Moment wundern. Dann aber wird ihm klar sein, dass zwischen Europa und Deutschland noch immer ein Unterschied besteht und die Hartzgesetze zum Glück noch nicht in ganz Europa gelten. Die Gesetze haben also kaum mit der Europäischen Arbeitsmarktpolitik zu tun. Und dann steckt in dem Begriff auch noch das Wort Politik. Dann wird es gewöhnlich sehrsehr heikel.
Apropos Hartzgesetze:
... Peter Hartz soll nicht damit entschuldigt werden, daß er das nicht ganz so wollte. Aber die Konzentration auf ihn vernebelt auch, daß die Vordenker und Strategen weiter unangefochten ihre Arbeit vorantreiben, hoffähig machen in Wissenschaft und der Ausbildung junger Menschen, daß Sozialtechnokraten jedweder politischer Couleur Verwaltungen und Staat umformen. Ich persönlich hätte »Hartz I bis IV« lieber nach den Mitgliedern benannt, die wußten, was sie in dieser Kommission anschieben wollten. Oder politisch gewendet: »SCF I bis IV« nach Schröder, Clement und Fischer. Aber man kann es auch Steinmeier, Scholz, Müntefering, Steinbrück, Brandner, Trittin, Künast, Kuhn, Göhring-Eckardt, Dückert I bis IV nennen. Denen allen, samt Führungspersonal aus Gewerkschaft und Wohlfahrtsverbänden, erweist Peter Hartz einen unschätzbaren Dienst: Er hält auch weiterhin als Buhmann den Kopf für sie hin. ...Beinahe hätte ich diesen Satz aus dem Kommuniqué
OZ-Chefredakteur Jan Emendörfer dankte Benjamin Fischer für sein engagiertes Wirken (inkl. Morderfindung) in Greifswald und wünschte Katharina Degrassi alles Gute für ihre neue Aufgabe.Mehr zum Thema finden Sie im Fleischervorstadtblog.
25. Februar 2012
Irgendetwas bleibt schon kleben
Die Greifswalder Redaktion hat das Thema Sozialagentur/Arge entdeckt, nachdem sie es jahrelang stiefmütterlich behandelt hatte. Aber wenn sie schon entdeckt, dann muss auch skandalisiert aufgeschäumt werden. Gestern hatte die Greifswalder Zeitung umfangreich weitergeschäumt:
Die Frage ist auch, ob die Fraktionen davon wissen mussten.
Ganz anders steht es um diese von der OZ wiederholte, bereits einige Tage zurückliegende Aussage Rabes, die jedoch nichts mit den Zahlungen an die Rentenversicherung zu tun hat:
Da der Kreistag darüber entscheiden soll, ob die Sozialagentur oder die Arge die Alg 2-Berechtigten im neuen Großkreis verwalten soll, erhebt sich die Frage, wem das Aufgeschäumte am meisten nützt. Daraus ergibt sich wiederum die Frage, wer der Redaktion die Sache mit der Rentenkasse gesteckt hat, denn das vergaß die OZ bei aller Schäumerei mitzuteilen. Einen Hinweis könnte dieser Artikel vom 20. Februar aus dem Greifswalder Blättchen geben:
Doch heute musste die OZ bildlich Schaum abschöpfen:
Dazu noch aus einem Leserbrief, Usedomer Ausgabe:
Schock für Landkreis: Kasse fordert Million
Die Sozialagentur Ostvorpommern schuldet der Deutschen Rentenversicherung Hunderttausende Euro. Agentur-Chef Kurt Rabe steckt in Erklärungsnot. Die Kreistags-Fraktionen wussten von nichts. ...Stimmt, was dort geschrieben steht? Ich zweifle, denn im Text steht zu Rabe, den ich ein Mal persönlich erlebte und nach dem ich seitdem kein Verlangen nach weiterer Begegnung verspüre:
... Der Chef der Sozialagentur, Kurt Rabe, gerät in Erklärungsnot: „Das ist ein laufendes, offenes Verfahren, dazu sage ich nichts. Das ist Geheimnis-Verrat, damit schädigt man nur irgendwen“, schimpft er. ...Rabe hat vollkommen Recht. Er sollte dazu nichts sagen und andere auch nicht. Das hat nichts mit der ihm vom Autor angedichteten Erklärungsnot zu tun.
Die Frage ist auch, ob die Fraktionen davon wissen mussten.
Ganz anders steht es um diese von der OZ wiederholte, bereits einige Tage zurückliegende Aussage Rabes, die jedoch nichts mit den Zahlungen an die Rentenversicherung zu tun hat:
Unsinn oder unfreiwilliges Eingeständnis von Misswirtschaft?Einfach nachfragen, statt zu spekulieren.
Das zuständige Bundesarbeitsministerium zeigt sich irritiert. „Mit Mitteln aus dem Bundeshaushalt dürfen nur die gesetzlich geregelten Aufgaben — die Grundsicherung Arbeitssuchender — finanziert werden. Sollte sich herausstellen, dass Geld anders verwendet wird, machen wir von unserem Rückforderungsanspruch Gebrauch — auch gerichtlich“, teilte eine Sprecherin mit. Den konkreten Fall muss das Ministerium erst noch prüfen.Das ist der wahre, bildlich dicke Hund, denn das wäre Alg 2-Betrug, der bekanntlich jahrelang ausschließlich Alg 2-Berechtigten vorgeworfen wurde, auch per Sprachrohr OZ.
Hier gibt es kein laufendes Verfahren.
Da der Kreistag darüber entscheiden soll, ob die Sozialagentur oder die Arge die Alg 2-Berechtigten im neuen Großkreis verwalten soll, erhebt sich die Frage, wem das Aufgeschäumte am meisten nützt. Daraus ergibt sich wiederum die Frage, wer der Redaktion die Sache mit der Rentenkasse gesteckt hat, denn das vergaß die OZ bei aller Schäumerei mitzuteilen. Einen Hinweis könnte dieser Artikel vom 20. Februar aus dem Greifswalder Blättchen geben:
Sozialdemokraten plädieren für Modell Arge
Der Kreistag entscheidet am 27. Februar.Wenn Sie nun berücksichtigen, dass sich die OZ vom CDU- zum SPD-Blättchen gewendet hat, kommt wohl die Erleuchtung, in wessen Interesse die ausgerechnet jetzt in die Welt gesetzte Aufschäumerei ist.
Im Streit um die zukünftige Betreuung der Hartz-IV-Empfänger im Großkreis hat die Kreistagsfraktion der SPD einen Schlussstrich gezogen. Wie der Vorsitzende der Fraktion im Kreistag Vorpommern-Greifswald, Ulf Dembski, mitteilte, werden die Sozialdemokraten im Kreistag am 27. Februar für eine gemeinsame Einrichtung mit der Bundesarbeitsagentur und damit gegen die bislang in Ostvorpommern zuständige Sozialagentur plädieren. ...
Doch heute musste die OZ bildlich Schaum abschöpfen:
Kreis weist Vorwürfe der „Geheimniskrämerei“ zurück
Anhörungsverfahren gegen die Sozialagentur läuft laut Verwaltung seit dem 1. Februar.
... Nach OZ-Informationen soll die Höhe der Forderungen zwischen 500 000 und einer Million Euro liegen. Diese Beträge dementierte Froitzheim: „Eine konkrete Summe steht noch gar nicht im Raum, da wir uns noch im Anhörungsverfahren befinden.“ In einer Stellungnahme des Landkreises heißt es weiter, der Verwaltung sei die Anhörung der Rentenversicherung am 1. Februar zugegangen. Froitzheim weist daher den Vorwurf der „Geheimniskrämerei“ zurück. ...Können und dürfen die ermitteln? Ist das nicht Sache der Staatsanwaltschaft oder der Kripo?
Nicht nur die Deutsche Rentenversicherung sondern auch das Bundesarbeitsministerium ermittelt gegen die Sozialagentur.
Hintergrund der anstehenden Prüfung ist eine öffentliche Aussage des Chefs der Sozialagentur Ostvorpommern, Kurt Rabe, wonach ein Votum gegen die Fortsetzung des Optionsmodells für den Kreishaushalt einen Verlust von 800 000 Euro jährlich bedeuten würde. ... Die Kreisverwaltung weist die Darstellung von Rabe als „Unsinn“ zurück. Eine solche Co-Finanzierung gebe es nicht. Die 800 000 Euro tauchen demnach zwar im Kreishaushalt auf, werden aber zur Betreibung der Sozialagentur verwendet. ...Es wäre nicht das erste Mal, dass die Greifswalder Redaktion mächtig Schaum schlägt und schließlich nur Schaum übrig bleibt. Doch da die Geschichten erst einmal in der Welt sind, gilt das Wort der Leser: Irgendetwas wird schon dran sein. Und diese manipulierte öffentliche Meinung nutzt wem?
Dazu noch aus einem Leserbrief, Usedomer Ausgabe:
(OZ) - (Das ist eine neue Qualitätsstufe der eigenen Berichte, denn dass ein Leserbrief ein eigener Bericht der Redaktion ist, sagt die Spitzmarke (OZ) aus; für mich eine Form geistigen Diebstahls).
Die bürokratische Methode der Arge
Zu dem Thema Sozialagentur oder Arge: ... Die intensivsten Erfahrungen konnte ich während meiner Arbeit im Arbeitslosenzentrum sammeln, ich durfte 2006 bis zum Jahresende 2007 das Arbeitslosenzentrum Wolgast leiten. Durch die Tätigkeit waren besonders Vergleiche zwischen der Arbeit der Arge und der Sozialagentur möglich. ... Ich habe des Öfteren erleben müssen, wie gleichgültig die Antragstellenden bei der Arge behandelt wurden. Manchmal musste ich bestehende Rechte für Ratsuchende erst durchsetzen. Dazu Erfahrungen am eigenen Leib: Verschiedene Arbeits- bzw. Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich selbst in Erfahrung gebracht. Gipfelpunkt der „vielfältigen Bemühungen“ (im Laufe der Jahre waren es keine Hand voll vom Arbeitsamt initiierten Angebote): Bereitschaftsdienst Schneefegen bei der Post. Bezahlung natürlich nur beim Einsatz. Ein weiteres katastrophales, aber symptomatisches Muster an bürokratischer Arbeitsmethodik: Die Berufsklassifizierung und —einstufung der Arbeitämter. Mit diesem System ist es fast unmöglich, auf flexible Weise an Anforderungen des Arbeitsmarktes oder erst recht auf die Fähigkeiten Arbeitssuchender zu reagieren. Man muss eine genau definierte Berufsbezeichnung zur Suche eingeben, wenn dann keine Arbeitsangebot vorliegt, muss man komplett von vorne beginnen. Das ganze Gegenteil die Sozialagentur. Natürlich gab es auch hier etliche Probleme zwischen Arbeitssuchenden, Hartz IV-Empfängern zu klären. Aber die Herangehensweise war , soweit ich die persönlich während meiner Arbeit im ALZ verfolgen konnte, gänzlich anders. Es wurde das Problem angegangen und mehr als oft gemeinsam geklärt. Es wurde miteinander, nicht gegeneinander gearbeitet — oft genug zum Nutzen der Betroffenen. Paul Limberg, WolgastDa alle Beteiligten beteuern, nur die beste Wahl für die Langzeitarbeitslosen treffen zu wollen (Kein Witz, sie beteuern es.), wäre solchen Hinweisen wie im Leserbrief nachzugehen.
Spekulation statt Fakten
Es ist gestern zwar nur auf der Greifswalder Lokalseite erschienen, zeigt aber sehr deutlich, wie die Boulevardisierung in der OZ vorangeschritten ist:
Jabbusch droht Rauswurf aus Piratenpartei
Dem Gründer der Greifswalder Initiative „Uni ohne Arndt“, Sebastian Jabbusch, und ehemaligen Landesvorsitzenden der Piratenpartei in Mecklenburg-Vorpommern, droht jetzt der Rauswurf aus der Piratenpartei. Der Berliner Landesvorstand der Piraten hat gegen den 28-Jährigen ein Parteiausschlussverfahren beantragt. ...Dagegen lesen Sie so etwa nicht in der OZ:
Piratenpartei kritisiert Anti-Terror-Paket
(24.12.2013 - dpa) (dpa, wäre also etwas zum Kopieren gewesen.) Das gestern von der Großen Koalition beschlossene Anti-Terror-Paket III wird von der Opposition scharf kritisiert.Was wissen, OZ-Leser über dieses Paket?
Die Piratenvorsitzende Julia Schramm gegenüber der dpa: "Die anlasslose und geheime Speicherung von personenbezogenen Daten der Bürgerinnen und Bürger widerspricht jeglichem Gebot von staatlicher Transparenz." Der Vizevorsitzende Klaus Peukert sekundiert: "Wir fordern die Große Koalition auf, die erhobenen Daten für Jedermann im Internet zu veröffentlichen. Dass Daten erhoben und gespeichert werden, ist richtig, dem Post-Privacy-Gedanken folgend müssen diese Daten aber auch transparent gemacht werden. Die Piratenpartei steht mit Ihrem neuen Vorstand für diese Transparenz der Bürgerinnen und Bürger."
Union und SPD lehnen die Veröffentlichung personenbezogener Daten ab. CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach gegenüber der dpa: "Diese Koalition steht im Gegensatz zur Opposition für den Datenschutz und rechtsstaatliche Prinzipien. Wir wenden uns gegen die anlasslose Veröffentlichung personenbezogener Daten." Innenminister Thomas Oppermann: "Diese ganze Transparenzarchitektur, die in den Post-Privacy-Forderungen zum Ausdruck kommt, bleibt weiter Gegenstand einer möglichen Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht." ...
18. Februar 2012
Autorin sagt der Recherche Kampf an
Die Greifswalder Zeitung hat ein Thema entdeckt, die Langzeitarbeitslosen und herausgefunden:
Zuallererst müsste doch wohl geprüft werden, wann ein Lohn im Landkreis sittenwidrig ist; fünf Euro haben eine Chance, es zu sein.
Es ist schlimm, wenn der Chef der Sozialagentur sich neuerdings hiermit in der OZ brüsten darf:
Fazit:
1. Gegen die Hungerlöhne wird weiterhin nichts unternommen, denn selbst fünf Euro Stundenlohn sind ein Hungerlohn.
2. Die Autorin halte ich für unfähig, das Thema journalistisch aufzuarbeiten.
Neben dem Aufmacher auf der lokalen Titelseite wurde dies platziert:
Jobcenter verbieten Stundenlohn unter fünf Euro
Dumping-Gehälter: Landkreis sagt ihnen jetzt den Kampf an
Billiglöhne in der Region sind ein Dauerbrenner.Das stimmt, trifft aber bisher nicht auf die Berichterstattung der OZ zu.
Kellner, die Vollzeit arbeiten, aber trotzdem aufstockende Sozialleistungen benötigen, sind zwischen Greifswald und Usedom keine Seltenheit. Jetzt sagt die Politik dem Problem den Kampf an.Wollen wir mal sehen, ob die modernisierende Lokalchefin darüber weiß, warum über Jahrzehnte nichts gegen Hungerlöhne unternommen wurde.
Der Kreistag Vorpommern-Greifswald will in Kürze einen Beschluss gegen Lohndumping fassen. Darunter werden Stundenlöhne von weniger als fünf Euro verstanden. Der Finanz- und der Wirtschaftsausschuss nahmen die Vorlage der CDU mit großer Mehrheit an. Wer zusätzlich zu seinem Job noch Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II bezieht, muss den Arbeitsvertrag beim Jobcenter vorlegen. Verdient der Mitarbeiter darin weniger als fünf Euro pro Stunde, geht es dem Arbeitgeber an den Kragen. ...Wie denn, der Kreistag kann festlegen, wie niedrig die Löhne im Landkreis sein dürfen? Und was, wenn der am Kragen gepackte Unternehmer sich losreißt und vor Gericht zieht um prüfen zu lassen, ob fünf Euro sittenwidrig sind oder nicht? In Sachsen sind allerdings Stundenlöhne von sechs Euro für Fachverkäuferinnen schon seit Jahren sittenwidrig. Aber Sachsen ist nicht das Armenhaus im Armenhaus Deutschlands.
Zuallererst müsste doch wohl geprüft werden, wann ein Lohn im Landkreis sittenwidrig ist; fünf Euro haben eine Chance, es zu sein.
Matthias Krins, stellvertretender CDU-Fraktionschef aus Pasewalk. Seine Partei fordert: Jeder, der arbeitet, muss davon auch auskömmlich leben können.Und die Modernisierein hat den Mann nicht gefragt, ob er noch alle Tassen im Schrank hat, hat nicht nachgerechnet, wie viel jemand mit fünf Euro Stundenlohn monatlich netto verdient? Es sind für eine 40 Stunden-Woche monatlich etwa 640 Euro. Das soll auskömmlich sein? Keine Nachfrage, ob diese Leute nicht doch in der Sozialagentur zwecks Aufstockung vorsprechen? Und keine Nachfrage,warum über Jahrzehnte nichts gegen Hungerlöhne unternommen wurde.
Es ist schlimm, wenn der Chef der Sozialagentur sich neuerdings hiermit in der OZ brüsten darf:
„Solche Fälle (weniger als fünf Euro) landen direkt auf meinem Schreibtisch“, erklärt Rabe.Und warum muss dann der Kreistag einen Beschluss fassen? Keine Nachfrage.
Und die seien keineswegs eine Seltenheit. Bislang konnte er sich immer gütlich mit den Arbeitgebern einigen. Sie passten die Löhne nach oben an. ...Wo ist oben? Sind fünf Euro oben? Keine Nachfrage. Auch keine Frage, woher der Sinneswandel des Agenturchefs kommt, der vor drei Jahren noch meinte:
Nach Ansicht von Kurt Rabe, Leiter der Sozialagentur Ostvorpommern, ist der Widerstand gegen Lohndumping nicht Aufgabe der Behörde, die das Alg II managt. "Darauf zu achten, dass nach Tarif gezahlt wird, dafür ist der Zoll zuständig". Zudem würden für Arbeitnehmer in bestimmten Berufsgruppen Tarifverträge gelten, die eine Entlohnung unter dem Alg-II-Niveau bedeuteten. ...Offensichtlich nutzte die Lokalchefin nicht einmal das OZ-Archiv, eine der sog. Erbsünden sog. Journalisten.
Fazit:
1. Gegen die Hungerlöhne wird weiterhin nichts unternommen, denn selbst fünf Euro Stundenlohn sind ein Hungerlohn.
2. Die Autorin halte ich für unfähig, das Thema journalistisch aufzuarbeiten.
Neben dem Aufmacher auf der lokalen Titelseite wurde dies platziert:
Großes Angebot an AushilfsjobsWas hat das mit dem Aufmacher über die Fünf-Euro-Heuchelei zu tun?
Wer in der Stadt nach Aushilfsjobs sucht, hat eine breite Auswahl. Die OSTSEE-ZEITUNG fragte bei den Arbeitgebern in der Innenstadt nach, wie man eine Stelle bekommt und was pro Stunde bezahlt wird.Über das laut Schlagzeile und erstem Satz versprochene große Angebot wurde zuerst mitgeteilt:
Egal ob als Kellner oder Verkäufer — manche Arbeitgeber wollen gar keine Bewerbungen mehr, vor lauter Andrang. So zum Beispiel im Kino. Dort solle man sich erst wieder im Herbst melden, wie es dort heißt. Davor lägen noch 20 andere Bewerbungen auf dem Tisch. ...Und dann dies, das verständlich macht, dass an manchen Stellen Aushilfskräfte gesucht werden:
Bei einem hiesigen Schnellrestaurant für Sandwiches verpflichten sich die Mitarbeiter die ersten 20 Stunden kostenlos zu arbeiten.Das ist arbeitsrechtlich zulässig? Keine Nachfrage.
Erst nach einem Jahr können zehn Arbeitsstunden zurückvergütet werden — wenn die Aushilfe nicht zuvor länger abwesend war hat.Das ist arbeitsrechtlich zulässig? Keine Nachfrage.
Verdienst: Ebenfalls fünf Euro. Vielerorts, zum Beispiel im Intersport, heißt es, wenn ein längerer Auslandsaufenthalt oder ein Praktikum geplant sei, solle man sich gar nicht erst bewerben. Mehr als fünf Euro gibt es auch dort nicht. ...Aha, großes Angebot also.
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