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8. Januar 2014

Erdgeschöpftes

Rostocker Ausgabe:
Watt bringt datt? Das kann sich doch nur um Erdwärme handeln. Natürlich nicht, denn:
Das hochmoderne Kraftwerk im Rostocker Seehafen hat im letzten Jahr 2,9 Terawatt Strom und 400 Gigawatt Fernwärme produziert. Dafür wurden eine Millionen Tonnen russische und polnische Kohle verbraucht.
Es ist also laut Hochwertblättle hochmodern, eine Million Tonnen Steinkohle in einem Jahr zu verbrennen. So werden Leser verdummt. Welche Schadstoffmengen mit den Verbrennungsgasen rund um das Kraftwerk verteilt wurden, hat die Leser nicht zu interessieren. Dabei könnte das Blättle einfach vergleichen, ob mehr oder weniger Schadstoffe in die Luft geblasen wurden, als in früheren Jahren. Doch selbst solch primitive Recherche geht über das weit hinaus, was Leser von der OZ erwarten können.

Stattdessen erfahren die Leser u.a.:
CDU enthüllt beim Neujahrsempfang ihre sportliche Seite

3. Januar 2014

Journalistisch verkürzte Verknappung

Wie üblich macht die OZ hochwertig aus einer Möglichkeit Wirklichkeit:
Merkels Vertrauter Pofalla geht zur Bahn
... oder auch nicht. Wer weiß das schon? Die OZ weiß es natürlich.

Dazu meint fefe dies.
Hier die Geschichte zur Geschichte.

21. Dezember 2013

Hochwert-Service (aktualisiert)

Vor ein paar Tagen hatte das Hochwertblatt berichtet, ab Januar dürfen nur noch 300 Zigaretten pro Tag und Person aus Polen ausgeführt werden. Kurz darauf kam die Berichtigung: April, April, das treffe nicht für Polen zu; es bleibe bei 800 Zigaretten. Heute nun im Serviceteil:
Ab dem 1. Januar dürfen Reisende nur noch 300 Zigaretten zollfrei aus einigen Ländern Osteuropas mitbringen. 800 Stück waren bislang erlaubt. Von der neuen Regelung betroffen sind Polen ...
Die Raucher werden sich für solch ein Durcheinander hoffentlich bedanken.

Nachtrag:
Am 24. Dezember hat das Hochwertblatt auf einer Landesseite die mittlerweile vierte Meldung zur Sache gebracht:
800 Zigaretten dürfen aus Polen eingeführt werden

17. Dezember 2013

Wo der Strom gemahlen wird

Eine Mühle ist eine Maschine oder Anlage zum Zerkleinern.

Wird also in den Strommühlen Strom gemahlen? Klingt Windkraftanlage doof, oder warum erfand jemand schrottline eine Strommühle?

9. Dezember 2013

Auflösung morgen

Raten Sie mal, wer der auf dem Foto schrottline Abgebildete ist, der Unbekannte oder das Opfer?

6. Dezember 2013

Vorschlag

Gestern hatte das Hochwertblättle gleich drei Mal
Das Zentralquartett, die spritzigste ostdeutsche Free-Jazz-Formation
erwähnt:
1. auf der Kulturseite,
2. auf der "Termine"-Seite
3. und auf der letzten Seite des "OZelot", den sog. Jugendseiten.

Für die Leute Reklame zu machen, ist ja nicht schlimm, nur dass das drei Mal mit dem selben Foto (das bekam die OZ sogar geschenkt) sein musste, müsste selbst der OZ nicht würdig sein. Ist es aber. Deshalb schlage ich vor, täglich nur noch ein Reklame-Foto für alle Texte auf allen Seiten auszuwählen, infomationsfrei  aber die Seiten auflockernd. Richtig konsequent wäre, im kommenden Jahr für alle Ausgaben ein und dasselbe Foto auszuwählen. Ich bin für das Verkäuferfoto.

4. Dezember 2013

Weil wir hier zu Hause sind

Leserbrief:
„Perser des Nordens“ wird auf dem Festland geknüpft Zu „Der Perser des Nordens entsteht auf Usedom“ (OZ vom 3.12.): Hallo, liebe OZ, ich vermutete schon immer, dass Vorpommern am Polarkreis liegt – und nun ist zu dieser „Erkenntnis“ hinzugekommen, dass der „Perser des Nordens“ (ein Teppich – die Red.) in Kröslin auf Usedom entsteht. Wo, bitte, erhalte ich entsprechende Aktualisierungen und Berichtigungen für mein Navigationsgerät? Weiter so – denn Spaß muss sein.
Klaus Kühn, Greifswald
Die Redaktion meint: Für uns hört der Spaß da auf. Natürlich liegt Kröslin v o r Usedom, was zahlreiche Leser – wie auch, Zitat: „die verwunderte Leserin Dr. Barbara Köhler“, anmerkten. Wir bitten um Entschuldigung
Eine Berichtigung ist das immer noch nicht, denn es steht nicht da, sondern die Redaktion meint etwas und bleibt damit feige. Aber wenigstens hat sich die OZ für die verheerenden Ortskenntnisse entschuldigt. Das war nicht immer so.
.

Zukunft bereits Wirklichkeit

Ja, es könnte stürmisch werden, höre ich auf allen Kanälen. Für die OZ steht bereits fest, es ist ein Orkan. Die Möglichkeitsform wurde abgeschafft; das Zukünftige ist bereits wirklich. Was das mit Journalismus zu tun haben soll, kann mir mal jemand von den Mitlesern aus dem Blättle erklären, muss ja nicht öffentlich sein.
Für mich ist das billigst Aufregung verbreiten um aufzuregen. Ich erinnere daran, dass die meisten schweren Unwetter von der OZ unangekündigt über uns hereinbrachen.

Wer genau liest, wird sehen, dass ein Orkan, ein Sturm und kräftige Böen durch das Land fegen werden.
Was denn nun, Orkan, Sturm und Böen zugleich, nacheinander, in welcher Reihenfolge? Oder wie ist das gemeint?

Wasser = Abwasser

Eine dieser zahlreichen OZ-Sternstunden:
Welche Gebühr wird denn nun erhöht, die für den Wasserverbrauch oder die für das Abwasser? Oder ist in der OZ Wasser gleich Abwasser?

Übrigens erfahre ich das als Betroffener rechtzeitig genug vom Verband, brauche hier also nicht zu rätseln und schon gar nicht Geld dafür auszugeben.

2. Dezember 2013

"Artikelblüten in der Wasserprawda"

So wurde ich auf einen Blogeintrag aufmerksam gemacht, da ich längst nicht alles im Blättle lesen kann:
... Egal wie man zu dieser Geschichte der Schweriner Nahverkehrs steht, dieser Artikel der OZ war einfach nur unterirdisch. ...
Der Schweriner OZ-Korrespondent hatte eine spezielle OZ-Hochwertleistung vollbracht, einen Artikel geschrieben, mit dem sage und schreibe eine halbe Seite befüllt wurde, ohne die in dem Artikel ausdauernd und ständig bildlich angepinkelte Person auch nur mit einem Satz zu Wort kommen zu lassen. Langjährige OZ-Blogleser wissen, dass diese einseitige Beschreibung zu den häufig vorkommenden Sternstunden des Blattes gehört, nach dem Motto: Gegenseite befragen? Das macht doch bloß Arbeit und versaut uns womöglich die Story. Der/die kann sich doch bei uns melden, und schon haben wir wieder ein paar Spalten befüllt.

Aber lesen Sie bitte selbst den Eintrag im Nuemser-Blog. Es lohnt sich.

29. November 2013

Von jedem durchgekaut

Hier noch eine Kostbarkeit deutschen Sprachgutes:

Nicht der Name, sondern er selbst ist in aller Munde, und zwar wie geschmiert (womit?) - welch ein Bild!

27. November 2013

Die Sache mit den fremden Federn

Eine der Peinlichkeiten am Rande und doch so typisch Hochwertblättle:

Wetten, dass niemand von der Nachrichtenagentur dpa das Foto machte? Eine Sekunde nachdenken hätte dem BU-Schreiberling helfen können, solch einen Blödsinn zu vermeiden.

23. November 2013

Suchet, so werdet ihr finden

Laut Hochwerblatt starben in der Vergangenheit etliche Leute nicht und wurden auch nicht getötet. Sie verloren ihr Leben: Nanu, wo ist es denn geblieben? Und die Schlüssel kann auch nicht mehr finden.

Heute nun diese Bildunterschrift:
Immerhin haben diese Menschen ihr Leben nicht einfach so verloren. Doch sie starben nicht, sondern fanden den Tod? (Und worunter genau starben sie denn nun, unter dem Loch?) Haben sie danach gesucht? Die OZ-Formulierung legt es nahe, nur kann ich es nicht glauben.

22. November 2013

Übergabe zum Übergeben

Hier noch eine Online-Schrottigkeit, entdeckt von einem Leser (Danke!):

Leserbriefe scheinen Mode im Blättle zu werden, klar, spart Redakteursarbeit.
Der Leser meinte:
... um den vom Nutzer erzeugten Inhalt wieder zu beleben, muss der IM schon einen LBschreiben.
Ansonsten ist es eine der üblen kritischen Hochwertigkeiten der OZ zu sein, diese Übergaben von Förderbewilligungsschreiben ins Blatt zu heben. Genau, es ist zum Übergeben.
Mit Journalismus hat das Geschreibsel nichts, mit Regierungsergebenheit und Themenmangel hat es alles zu tun.

21. November 2013

Dublettiert

Auf der Medien/Wetter-Seite wurde der Film "Die Auslöschung" beworben und auf der nächsten Seite "Fernsehen am Donnerstag" gleich noch einmal.

Die klassische Dublette bietet die OZ gegen Geld an und belegt damit
1. dass die Seiten unabhängig voneinander entstanden, mindestens eine dazugekauft wurde und
2. dass sich das niemand mehr anschaut, kommt nämlich nicht so drauf; die Leser schlucken es ergeben.
3. Irgendwie müssen die Spalten befüllt werden.

Schönschrift oder nicht

Halleluja! Die OZ hat es mitbekommen:
... Nach der Wiedervereinigung (Es gab keine Wiedervereinigung, denn sie war gar nicht möglich, sondern Kolonisierung, im Bonzendeutsch Beitritt genannt.) waren über Jahre hinweg vor allem junge, gut ausgebildete Menschen in die alten Länder gegangen. (Sie tun es immer noch, s.u.) Insgesamt rund zwei Millionen Menschen. ...
Watdenn, watdenn, keine hochwertige Schönfärberei, wie sonst üblich? Das Blättle kopierte zwar:
Die Abwanderung aus den neuen Ländern ist im Saldo gestoppt, (für alle Zeiten?) vermerkt der Einheitsbericht ebenfalls positiv. ...
berichtete aber auch:
Zunehmend kehrten Menschen in ihre alte Heimat zurück, vor allem wenn sie dort Arbeit und soziale Bindungen vorfänden, sagte Bergner. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete 2012 allerdings immer noch ein Wanderungsminus: Den 91 806 Zuzügen standen 92 421 Wegzüge gegenüber. ...
Doch das wars dann.

Das mit dem Wanderungsminus stimmt, doch die Zahlen sind falsch, denn es wurden auch die Umzüge innerhalb M-V mitgezählt. Macht aber nichts, ist ja nur für zahlende OZ-Leser geschrieben worden; und die können manches ab. Sonst gäbe es sie nicht mehr.

Die OZ versagte zumal kläglich, denn es sind weiterhin vor allem junge Leute, die abwandern und viele Ältere, die zurückkehren oder als Wessis im Rentenalter in den Nordosten ziehen, wie die Zahlen des Statistischen Landesamtes für 2012 zeigen:
Die ganze Tragweite der Abwanderung kommt hier zum Ausdruck:
Mecklenburg-Vorpommern hat in den Jahren 1990 bis 2012 durch Wanderungsverluste insgesamt 186 137 Personen, davon 84 368 Personen männlichen und 101 769 Personen weiblichen Geschlechts verloren.
Die Zahl der alten Rückkehrer (803 älter als 50 Jahre, 2012) zeigt,
1. dass es weiterhin viel zu wenige Arbeitsmöglichkeiten im Nordosten gibt und
2. welch verheerende Wirkung die Kolonialisierung mit dem Untergang ganzer Wirtschaftszweige hatte. Es war indirekt eine Art Vertreibung, voll unermesslicher Tragik.
Das verschwieg das kritische Hochwertblatt regierungsergeben.

Wer in dem Zusammenhang dann auch noch vertuscht, dass u.a. wegen der Abwanderung mehr Leute sterben als geboren werden, den kann ich als selbsternannte kritische Hochwertzeitung nicht ernst nehmen. Der Bevölkerungsschwund hält weiterhin an:

Die Folgen der Abwanderung werden sich noch Jahrzehnte lang auswirken.

Nun entscheiden Sie selbst, ob schöngeschrieben wurde oder nicht.

Weil wir hier zu Hause sind

Gestern war zu lesen, was wie eine Aprilscherz anmutete:

 Heute :
Berichtigung über eine Berichtigung zu schreiben, fällt der Redaktion so schwer, dass sie es weiterhin lieber lässt - Feiglinge.

20. November 2013

Kommt nicht so drauf an

Dass es die OZ zugunsten schneller Seitenbefüllung nicht so genau nimmt, ist leidlich bekannt. Hier kam es auch nicht so drauf an:
... Am 4. November 2011 erfuhr Brigitte Böhnhardt durch einen Anruf von Beate Zschäpe, dass ihr Sohn tot ist – er hatte sich nach einem Bankraub in Eisenach mit Mundlos in einem Wohnmobil erschossen.
Tatsächlich? Er hatte sich erschossen, nicht, er hatte sich mutmaßlich erschossen?

Da ich gerade beim Thema Selbstmord bin, hier noch so ein klarer Fall und hier auch, nur weiter weg, nichts für Blättleleser.

18. November 2013

Hilfe erwünscht

Eine Kommentatorin schrieb:
Ferienwohnungen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern wie den sprichwörtlichen Sand am Meer. ...
Wer hilft mir? Ich kenne das sandige Sprichwort nicht. Wie lautet es?
Oder war statt sprichwörtlich bildlich gemeint?

17. Oktober 2013

Kein Hinweis auf Inhalt

Ein Leser möchte ungefähr wissen, was er zu erwarten hat, bevor er diese oder jene Sternstunde des Journalismus kostenpflichtig lesen darf. Ich verstehe sehr gut das Misstrauen in die Sternstunden des Hochwertblättles und zeige Ihnen, welche Gedanken den Leser bewegten:

Es geht um Eintrittspreise im Spaßbad


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