Posts mit dem Label Schlagzeile des Tages werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schlagzeile des Tages werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

8. Januar 2014

Vorläufiger Höhepunkt der Widerlichkeiten

Bekanntlich hat sich auch das kritische Hochwertblatt an Schumachers Sturz hochgezogen und tut es Tag für Tag unverdrossen weiter, auch schrottline. Allein heute sind schrottline 15 Einträge zu finden, Gestern waren es sieben Einträge.
Vorläufiger Höhepunkt der Widerlichkeiten war gestern schrottline dies, (Ich verlinke den Schrott ausnahmsweise.):
Appell von Corinna Schumacher: Verlassen Sie die Klinik
Michael Schumachers Ehefrau hat die Medien eindringlich zur Zurückhaltung aufgerufen.
Dazu wurde schrottline ein Foto gestellt, das Frau Schumacher zeigt, wie sie die Medienmeute durchquert. Heute auf einer Sportseite ein Text unter der Schlagzeile:
Schumachers Frau appelliert
Michael Schumachers Ehefrau hat in einem unmissverständlichen Appell die Medien zur Zurückhaltung aufgerufen.
Dazu ein Foto, das zeigt, wie sich Frau Schumacher durch die Medienmeute kämpft mit der Bildunterschrift:
Corinna Schumacher bittet die Medien um Zurückhaltung.
Damit wird der falsche Eindruck erzeugt, sie hätte mit dem Medienpack gesprochen; hat sie aber nicht, sondern sie hatte ein schriftliche Erklärung abgegeben.

Alles dazu hat Stefan Niggemeier aufgeschrieben, unbedingt lesenswert:
Corinna Schumachers Bitte um Ruhe und die grenzenlose Ungemeintheit der Medien 

Erdgeschöpftes

Rostocker Ausgabe:
Watt bringt datt? Das kann sich doch nur um Erdwärme handeln. Natürlich nicht, denn:
Das hochmoderne Kraftwerk im Rostocker Seehafen hat im letzten Jahr 2,9 Terawatt Strom und 400 Gigawatt Fernwärme produziert. Dafür wurden eine Millionen Tonnen russische und polnische Kohle verbraucht.
Es ist also laut Hochwertblättle hochmodern, eine Million Tonnen Steinkohle in einem Jahr zu verbrennen. So werden Leser verdummt. Welche Schadstoffmengen mit den Verbrennungsgasen rund um das Kraftwerk verteilt wurden, hat die Leser nicht zu interessieren. Dabei könnte das Blättle einfach vergleichen, ob mehr oder weniger Schadstoffe in die Luft geblasen wurden, als in früheren Jahren. Doch selbst solch primitive Recherche geht über das weit hinaus, was Leser von der OZ erwarten können.

Stattdessen erfahren die Leser u.a.:
CDU enthüllt beim Neujahrsempfang ihre sportliche Seite

Usedom wird geteilt ...

... fragt sich nur, längs oder quer oder diagonal. Das Blättle lässt die Antwort wie üblich offen:

Nicht genug damit, dass die Insel an heißen Sommertagen zu kentern droht, wenn nämlich die meisten Urlauber sich am Strand aufhalten. Nun also auch noch die schnöde Teilung dessen, was seit Jahrtausenden zusammengehört. Was solch ein Biber zuwege bringt; die Leser kommen aus dem Staunen nicht heraus, auch nicht jener, der mich auf die Schlagzeile des 6. Januars hinwies (Danke!) und riet:
Bitte seien Sie auch achtsam
Bleibt die Frage: Was soll ich tun? Soll ich die Teilung aufhalten oder gar beschleunigen? Aber wie? Soll ich, bis der Biber sich durchgenagt hat, die Insel verlassen, weil zu befürchten ist, dass ein Teil der Insel aus dem Gleichgewicht kommt und ohne Zutun der Urlaubermassen kentert?
Ich bin achtsam aber ratlos.

7. Januar 2014

Splitter-Parteitagsgewäsch als Aufmacher

Im Stillen ist der Hochwertjournalist aus dem chicen Hauptstadtbüro wohl ein Verehrer der Splitterpartei FDP, die OZ-Mantelredaktion auch. Sonst hätte sie nicht das Parteitagsgewäsch zum Aufmacher auf der Politikseite gemacht.
Lindner macht der FDP Mut: „So unabhängig wie nie zuvor“
Interessiert das tatsächlich die Mehrheit der OZ-Leser? Wenn nicht, hätte das Parteitagsgeschwafel nichts im Blättle verloren - es sei denn, siehe oben.

Nur so nebenbei: Der Europäische Gewerkschaftsbund hat auch getagt. Darüber war keine Zeile im Blättle zu lesen. Zumindest dies dürfte aber alle Steuerzahler und Europaparlament-Wähler interessieren:
... Im Zentrum der Debatte stand aber eine aufsehenerregende neue Studie zum Vorgehen der so genannten „Troika“ in den Krisenstaaten. Die Hauptaussage der Studie: Die Beteiligung der EU an der Troika-Politik des sozialen Kahlschlages ist nicht nur unsozial und ökonomisch widersinnig, sondern verstößt gegen EU-Recht und die Menschenrechte. Mit anderen Worten: Die EU-Institutionen ignorieren ihr eigenes Recht und verstoßen gegen die sozialen Grundrechte. ...
OZ-Leser haben dagegen die Märchenstunden eine Splitterpartei und der Sturz der Kanzlerin zu interessieren.
Viel Spaß mit Ihrem Abo!

4. Januar 2014

Unterirdisches Niveau

Nachdem die OZ gestern eine Titelgeschichte über den Sonnenschein verscheuert hat, nun eine über Luft, als Aufmacher auf einer Landesseite:
Einmal abgesehen davon, dass mir piepegal ist, ob die Kanzlerin oder nicht - fragen Sie sich doch selbst, was für Sie an der Schlagzeile und der Unterzeile an Neuigkeitswert zu entnehmen ist. Ich finde nichts.

Die Spezialjournalistin (die Sonnenscheingeschichte ist ebenfalls ihr Machwerk) muss bisher völlig ahnungslos in M-V herumgelaufen sein, wo die OZ zu Hause zu sein vorgibt, wenn ihr neu vorkommt, was sie unters zahlende Volk bringen lässt. Doch so lange die Leser dafür ohne Widerstand Geld ausgeben, mag es funktionieren. Allerdings werden es immer weniger Leser.

3. Januar 2014

Aus der Agitprop-Werkstatt (aktualisiert)

Sie könnten die OZ auch Regierungsecho nennen, zumindest, wenn Sie dies gelesen haben:
So viel Beschäftigte wie nie zuvor
... klingt wie: so viel Heimlichkeit in der Weihnachtszeit. Oder war gemeint: so viele Beschäftigte ...? 
Nachgeplapperte Regierungspropaganda, Ihnen als Sternstunde des Journalismus verscheuert.

Anzumerken wäre zumindest:
Vergleicht man allerdings eine lange Zeitreihe so zeigt sich, dass das Arbeitsvolumen der beschäftigten Arbeitnehmer (also der nicht selbstständigen Erwerbstätigen) seit 1991 von 51.768 Millionen Stunden auf 48.779 Millionen Stunden im Jahre im Jahre 2012 verringert hat und das Volumen dürfte auch 2013 nicht wesentlich höher liegen. ...
 Zu bedenken ist auch, wer als erwerbstätig angesehen wird:
Erwerbstätig im Sinne der ILO-Definition ist jede Person ab 15 Jahren, die im Berichtszeitraum gegen Entgelt oder im Rahmen einer selbstständigen oder mithelfenden Tätigkeit gearbeitet hat, unabhängig vom zeitlichen Umfang. Auch wer sich in einem Beschäftigungsverhältnis befindet, das er im Berichtszeitraum vorübergehend nicht ausgeübt hat oder in einem Familienbetrieb mitgeholfen hat, gilt als erwerbstätig.

Nachtrag:
Da hat einer genauer hingeschaut:
Gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt zum Jahresbeginn. Was will man mehr? Vielleicht etwas genauer hinschauen
Die OZ etwa? Nie und nimmer.

Journalistisch verkürzte Verknappung

Wie üblich macht die OZ hochwertig aus einer Möglichkeit Wirklichkeit:
Merkels Vertrauter Pofalla geht zur Bahn
... oder auch nicht. Wer weiß das schon? Die OZ weiß es natürlich.

Dazu meint fefe dies.
Hier die Geschichte zur Geschichte.

2. Januar 2014

Er hat es schon wieder getan

Das ist eines der Themen, zu dem sich der grinsende Verkäufer Chefredakteur unbedingt äußern musste (Wenn er es doch gelassen hätte.):
Falschparker-App geplant
Spitzelei mit Folgen
Zumindest hat er richtig erkannt, dass damit der Denunziation bildlich Tür und Tor geöffnet würde.
... Mit seinem technischen Hilfsmittel schafft er ein Heer von Hilfspolizisten und stellt das staatliche Gewaltmonopol in Frage. Allein der Staat spürt Gesetzesbrecher auf und ahndet ihr Fehlverhalten. Und das sollte auch so bleiben. ...
Genau an dieser Stelle vergaß (?) der Cheffi das Weiterdenken. Stattdessen plapperte er:
Zwang und Bevormundung bringen gar nichts. Sie wirken im Gegenteil kontraproduktiv.
Einmal abgesehen davon, dass die OZ die Leser zwingt, für jeden noch so öden Langweiler in der gedruckte Ausgaben zu zahlen, sie bevormundet, indem das Blättle bestimmt, was für die Leser wichtig zu sein hat, wäre ein Gedanke daran zu verschwenden gewesen, warum das Gewaltmonopol ausgehöhlt werden soll. Wer allerdings weiß, dass der Landesinnenminister die Zahl der Pulliseier weiter verringern will, kommt ganz von allein zu Schlüssen - außer dem regierungsergebenen Cheffi.

Achso, wie ist das mit der Arbeitsteilung zwischen Politessen und Pulisseiern?

Und noch etwas: Sollte ich etwa darauf verzichten, einen Behindertenparkplatz zu nutzen, weil ich eine behinderte Person befördere, ein Parkplatz, den jemand ohne Behindertenschild belegt hat und ich keinen anderen zumutbaren Parkplatz finde? Ist das auch Petzerei? Soll ich dann warten, bis irgendwann in drei Tagen ein Pulliseier oder eine Politesse vorbeikommt? Nein, ich lasse eigeninitiativ abschleppen.

Das mit der Melderei ist nicht neu, wenn auch nicht als Anwendung für das Smartphone.
Außerdem bieten im bösenbösen Internet haufenweise Anwaltskanzleien ihre Dienste in der Angelegenheit an.

Schlagzeile des Tages

Er wird doch wenigstens ein Zelt dabeihaben, der arme Grünrock.

30. Dezember 2013

Der im Koma Kämpfende

Auf OZ schrottline steht:
Schumacher kämpft um sein Leben
Schade, dass nicht erläutert wird, wie jemand kämpft, der ins künstliche Koma versetzt wurde; ich hätte mir da gern etwas abgelauscht, für den Fall der Fälle.

28. Dezember 2013

2. Schlagzeile des Tages

Das verbreitet die OZ gegen Geld:
So schön ist es im Norden zwischen den Feiertagen
Das Armenhaus D.s ist auch nach den Feiertagen schön, an manchen Stellen hässlich. Gemeint hat der Schlagzeilenschmied u.a. jedoch dies und damit bildlich daneben gegriffen:
... Auf der Insel Usedom ist zwischen den Dünen hinterm Ostseestrand und der Strandpromenade in Heringsdorf eine Winterwelt am Meer entstanden. ...
Ich habe nachgeschaut; es ist eine Budenwelt - geschenkt.

Auch das soll laut OZ schön sein:
Im Ostseebad Boltenhagen können die Gäste noch in Weihnachtserinnerungen schwelgen. Bis zum 5. Januar gibt es im Kurpark aber nicht nur Glühwein und Lebkuchen, sondern auch Fahrgeschäfte, Fackelwanderung und Ponyreiten. ...
Usw.

Schlagzeile des Tages

Dies verscheuert das Blättle als kritischen Hochwert:
Sie dürfen das natürlich glauben, schließlich haben Sie dafür bezahlt. Ich rate jedoch dringend davon ab zu glauben, denn selbst im Text steht nichts von einem gemeinsamem Kampf, noch nicht einmal etwas von einem Kampf. Es ist lediglich davon die Schreibe, dass ADAC und Grüne Gründe gegen die Maut nennen, jeder für sich, nicht gemeinsam, also außer in der Hochwert-Unschlagzeile.

23. Dezember 2013

"Dieses unterirdische Klippschulniveau, diese dumme, selbstzufriedene, unreflektierte Kaltschnäuzigkeit"

Wer ist Chodorkowski? Aus dem chicen Hauptstadtbüro kommt per Kommentar diese Kunde:
Michail Chodorkowski ist und bleibt eine schillernde Persönlichkeit. ...
der russische Ex-Staatsfeind Nr. 1 ...
Der geschäftstüchtige Ex-Komsomol-Funktionär machte unter Jelzin schnell und brutal Karriere, wurde zum reichsten Mann Russlands und einer der mächtigsten Oligarchen. ...
Der asketische Geschäftsmann ...
der Fall des in zwei politisch motivierten Prozessen verurteilten Managers ...
In einer Meldung auf der Titelseite ist er:
Der russische Regierungsgegner Michail Chodorkowski ...
Im aufgeblasenen Aufmacher auf der Politikseite ist er :
Der einstige Kremlgegner 
Ich habe bisher darauf verzichtet, die OZ zur sog. Systempresse zu zählen. Damit ist jetzt Schluss. Ich rate Ihnen, hier kostenlos nachzulesen:
... Es ist wirklich zum Verzweifeln. Dieses unterirdische Klippschulniveau, diese dumme, selbstzufriedene, unreflektierte Kaltschnäuzigkeit der deutschen Medien. Seit langem gibt dies allein bei wirtschaftlichen und wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Themen unablässigen Anlass zur kritischen Aufklärung. Das aktuelle Theater rund um die Freilassung Chodorkowskis, das selbst öffentlich-rechtliche Medien wie der Deutschlandfunk ernsthaft als seriöse Berichterstattung präsentieren bzw. zu präsentieren versuchen, setzt dem katastrophalen Zustand der Medien in Deutschland die Krone auf – weitere Steigerungen nicht ausgeschlossen. ... 
Auch hier lesen Sie kostenlos:
Die Akte Chodorkowski
Der Ex-Oligarch und Ex-Yukos-Chef ist begnadigt worden. Es ist damit allerdings kein "politisch Verfolgter" wieder auf freiem Fuß, sondern ein Wirtschaftskrimineller ...
 Ebenso kostenlos und hintergrundreich:
Viktor Timtschenko beleuchtet Aufstieg und Fall des vermeintlichen Putin-Opfers
P.S.:
Übrigens passt der Propagandaartikel über Panzer-Uschis Aufenthalt in Afghanistan genau zu dem Obigen:
Feuertaufe in Afghanistan: Von der Leyen besucht Truppe
Da werden sich all jene, die eine tatsächliche Feuertaufe erlebten, an den Kopf fassen. Zu denen gehöre ich.

19. Dezember 2013

Zugemutete Einschlafhilfe

Die OZ verscheuerte gestern spaltenweise solch ergötzliche Geschichte aus dem chicen Hauptstadtbüro:
... Ein monatelanger Wahlkampf ist vorbei, 86 Tage sind seit der Bundestagswahl vergangen, Sigmar Gabriel heißt „ihr Neuer“ an der linken Seite. Die Kanzlerin ruht in diesen Minuten der Neueinstellung in sich selbst. Die Regierungsbank ist der ihr angemessen erscheinende Platz. Der Kopf dreht nach links – da sitzt CSU-Chef Horst Seehofer mit Ministerpräsidentenkollegen auf der Bundesratsbank. Der Blick schweift nach rechts – da ist mittlerweile das Nichts. Die FDP ist nichtmehr da. ...
Ich halte es für eine Zumutung, 832 Wörter lang Müll anzubieten und zugleich für eine Ablenkung von dem, das für die Leser wichtig wäre. Wer die Schlagzeile über der Einschlafhilfe gelesen hatte, hätte wissen müssen, was für ein Käse ihn erwartet - den er zu bezahlen hat:
Mit einer Kurzmeldung tat das Blättle in derselben Ausgabe diese, für das immer wieder beschworene reiche D. skandalöse Mitteilung ab:
Knapp jeder Fünfte von Armut betroffen
... Etwa 16 Millionen Menschen (so viele Menschen lebten einst in der DDR) oder 19,6 Prozent der Bevölkerung zählten dazu – 2011 waren es mit 19,9 Prozent noch etwas mehr. Das ist das Ergebnis der Untersuchung „Leben in Europa 2012“, die das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden gestern vorstellte ...
Das ist der einzige Hinweis, den das Blättle zu dem Fakt gibt, dass es um Europa ging. Hier ein Blick über den Tellerrand, von dem der OZ-Geschäftsführer einst schwafelte, der hier aber nicht erfolgte:
Deutschlands Armut höher als sonst in W-Europa ohne Belgien, Großbritannien und Euro-Krisenländer 
Hatte nicht Merkel rotzfrech und allen Ernstes behauptet, Deutschland gehe es so gut wie noch nie? Allerdings hätten sie Journalisten fragen sollen, wen genau sie mit D. meinte. Aber stattdessen siehe oben die Blumengeschichte.

17. Dezember 2013

Zitat des Tages

Zitat des Tages:
Über nichts philosophieren die deutschen Medien lieber als über Personalfragen und über nichts schweigen sie lieber als über Sachfragen. ...
Deshalb brauchen Sie nicht zu erwarten, dass das Blättle z.B. so etwas anbietet.

Natürlich trifft das Zitat auf die OZ zu, denn heute befüllte sie eine Seite mit Geschichten über Panzer-Uschi, der einstigen Zersursula unter dieser Schlagzeile, die zugleich ein Blick in die Glaskugel ist, also Spekulation:
Eine Frau auf dem Weg nach oben

16. Dezember 2013

Schwesigs Propagandablättchen

Das ist ohne jedes Maß übertrieben und durch nichts zu begründen:
Die Jeanne d’Arc aus Schwerin
Gemeint ist die Phrasendrescherin Schwesig (sPD), die wieder einmal im sPD-Blättle hochgelobt wird.
Aber gesetzt den Fall, das mit der Jungfrau von Orléans wäre nicht übertrieben, wäre ihre Amtszeit als Bundesministerin kurz und sie würde lebendigen Leibes auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden.
Noch dies aus der frei erfundenen Lobpreisung, die natürlich auch etwas Kritisches enthalten musste:
Schwesig legte sich eine Sprache zu, die ihr das böse Anhängsel „Sprechautomat“ eintrug. Gleichzeitig ließ sie nichts unversucht, um medial auf sich aufmerksam zu machen. Ein Titel-Cover folgte dem nächsten. ...
Die OZ tut so, als wären es andere Medien gewesen, die sie hochgespielt hätten. Neinnein, die OZ hat wie besoffen mitgespielt, jede Hemmung verloren, ihr Propagandagefasel nachgeplappert, hat den Rummel um die Person mitgemacht (Ich fand eine Ausnahme.) und setzt genau das Theater fort, die OZ, die sich die Unabhängige nennt.

14. Dezember 2013

Chefkorrespondentische Sternstunde

Der OZ-Chefkorrespondent setzt fort, was er hier begann:
Er zählt allerlei Familienverhältnisse in der Landesverwaltung/im Landtag auf, etwas, das es überall auf der Welt so oder so ähnlich gibt. Posten sind nun einmal dazu da, an Verwandte und Bekannte vergeben zu werden. Warum sollte das in M-V anders sein?

Nirgendwo in der Aufzählung ist zu lesen, dass irgendjemand gesetzwidrig einen Posten zugeschachert bekam. Also, warum der Quark? Soll das kritischer Hochwertjournalismus sein, eine Sternstunde gar?
Richtig fies und eine bösartige Unterstellung ist natürlich die Schlagzeile, wenn ich das Wort Bande richtig verstanden habe.

13. Dezember 2013

Hauptsache, es steht was drüber

Verstehen Sie die Schlagzeile?
Streichung von Ein-Euro-Jobs: 5400 Hartz-IV-Empfänger in MV
Ich habe sie nicht verstanden; macht aber nichts, denn jetzt geht es erst richtig los:
... Ein Grund für den Rückgang der Erwerbstätigenzahl sei der Abbau von Ein-Euro-Jobs, teilte das Statistische Landesamt mit. ...
Es ist schon wieder an der Zeit mitzuteilen, dass sog. Ein-Euro-Sklaven keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, sondern dass es es sich um eine Arbeitsgelegenheit mit Aufwandsentschädigung handelt. Die Sklaven erhalten also kein Geld für ihre Tätigkeit, sondern:
Zusätzlich zum Arbeitslosengeld II wird eine „Mehraufwandsentschädigung“ (MAE) gezahlt. Sie soll dem Alg-II-Empfänger die durch Ausübung des Zusatzjobs zusätzlich entstehenden Aufwendungen ersetzen, weil sie in der Regelleistung nicht berücksichtigt sind.
Obwohl das so ist, hat die Bundesagentur für Arbeit kein Problem damit, diese Arbeitssklaven aus der Arbeitslosenstatistik auszuklammern und die Statistik so zu schönen. Deshalb hat das Landesamt kein Problem damit, entsprechend zu berechnen und die OZ kein Problem, das alles zu kopieren und den Lesern als Sternstunde des Journalismus zu verscheuern.

Dass die OZ nichts hinzugelernt hat, mag dieser Eintrag verdeutlichen, dieser auch und etliche andere.

Spezialverständnis von Politik

Das war der Aufmacher auf der Politikseite:
Wulffs vor Gericht: Küsschen hier, Unterstützung dort
Im Gerichtssaal gibt Bettina Wulff dem Ex-Bundespräsidenten Rückendeckung. ...
Garniert wurde das mit drei Fotos. Alle zeigen die Begrüßung der Wulffs. Auf der "Vermischtes"-Seite, die in der OZ großkotzig "Panorama" genannt wird, hätte der Quark gehört.

Warum mir wohl wieder die Leserfrage einfiel, ob die OZ ein Wurst- oder Käseblatt sei?

9. Dezember 2013

Schaumschläger vom Sontagsdienst

Die OZ kriegt sich schon wieder nicht ein, nur weil uns Joochen vonne Küste nicht zu den Olympischen Spielen nach Sotschi will. Eine Meldung auf der Titelseite:
Gauck boykottiert Olympische Spiele in Sotschi
Echt? Kann er das überhaupt? Ich fürchte, der Bundesgrüßaugust kann es nicht. Doch abgesehen davon; wen interessiert das überhaupt? Wenn Sportler tatsächlich die Spiele boykottierten, wäre das des Meldens wert. Aber der Grüßaugust, der wahrscheinlich einfach keine Lust hat, auf einer Stadiontribüne gelangweilt herumzusitzen?

Die OZ berichtete jedenfalls lang und breit per vierspaltiger Titelgeschichte auf der Politikseite mit dieser bescheuerten Schlagzeile:
Wirbel um Gauck: Präsident fährt nicht nach Sotschi
Und dann musste natürlich auch och ein Kommentar sein.
Geht Pleite.
Google