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8. Januar 2014

Augen zu und schönschreiben

Das Blättle weigert sich weiterhin, den tatsächlichen Umfang der Arbeitslosigkeit darzustellen, denn das ist
1. nicht Aufgabe der Systempresse und
2. zu viel verlangt, da mit Arbeit verbunden.

Stattdessen wird das von der Arbeitsagentur gelieferte Schöngefärbte noch einmal schöngefärbt.
Und das geht so:
Im Keller der Titelseite wird die offizielle, also viel zu geringe Zahl genannt:
Wieder mehr als 100 000 Arbeitslose in MV
Auf der Landesseite wird dann losgelegt mit der Schönschriftelei:
Milder Winter, viele Aufträge: Gute Stimmung in den Firmen
Gewerkschaften setzen in diesem Jahr auf den Ausbau der Tarifbindung.
Unternehmer wollen ihre qualifizierten Mitarbeiter halten. 
...
Das heißt was?
Gute Stimmung ist noch kein guter Umsatz und erst recht noch kein guter Gewinn.
Dass die Gewerkschaften auf irgendetwas setzen, besagt gar nichts.
Wenn Unternehmer etwas wollen, heißt das nicht, dass sie es tun werden oder tun können.

Nirgendwo in dem Text konnte ich erfahren, wie viele (wohl eher wenige) Beschäftigte in tarifgebundenen Betrieben arbeiten. (M-V ist in D. das Land mit dem geringsten Lohnniveau, was auch etwas über Tarifverträge aussagt.)
Stattdessen:
Die Gewerkschaften im Nordosten wollen die Tarifbindung weiter stärken. So in der Metall- und Elektroindustrie mit mehr als 26 000 Mitarbeitern.
... In den letzten Jahren seien für über 2000 Mitarbeiter Tarifverträge durchgesetzt worden ...
Und was ist mit den restlichen 24000 Mitarbeitern?
Dann noch diese Ankündigung, die ebenfalls nichts besagt, sondern nichts als Erwartung ist:
Höhere Löhne erwarten auch die Beschäftigten im Baugewerbe. 
Natürlich dürfen Unternehmer in dem Artikel wieder wegen fehlender Fachkräfte jammern, eine der schlechten Traditionen im unternehmerfreundlichen Blättle:
Hagen Reinhold, Geschäftsführer der Baugesellschaft Reinhold mbH in Barth. Dass die Arbeitslosenzahlen im Dezember geringer waren als ein Jahr zuvor, liege für ihn jedoch nicht an den milden Temperaturen. Reinhold sieht den demografischen Wandel als Hauptursache. Es gebe im Land immer weniger junge Fachkräfte.
Es ist eine der häufig strapazierten, verlogenen Redewendungen geworden, die vom demografischen Wandel. Es handelt sich vor allem um Abwanderung und die Folgen der früheren Abwanderung, also nicht um ein Naturgesetz (Wir werden immer älter.).  Das wird seit Jahren im kritischen Hochwertblatt OZ verschleiert, wo es nur geht, jede Verschleierung eine Sternstunde des OZ-Journalismus, für die Sie Geld ausgeben.
Hier noch etwas Jammerei wegen fehlender Lehrlinge:
Ein gravierendes Problem, mit dem auch das Gastgewerbe in MV zu kämpfen hat. Es gibt jedoch Ausnahmen. 
Die Lösung auf der Insel Usedom wurde gefunden: Arbeitskräfte aus Swinemünde.

Wer einen Überblick über das ganze Ausmaß der Arbeitslosigkeit in D. wünscht, findet ihn z.B. hier, kostenlos, u.a. diesen Hinweis:
Von 6,937634 Millionen „hilfsbedürftigen“ Leistungsempfängern im Dezember 2013 erhielten nur 887’801 Millionen ALG 1, alle anderen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten 4,358362 Millionen mussten sich mit ALG 2 begnügen 
Das macht etwa 5,2 Millionen erwerbsfähige Arbeitslose.
Oder:
Bereinigt um die Zahl der etwa 102.000 sog. Aufstocker/Parallelbezieher (Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im Dezember 2013 etwa 5,144 Millionen erwerbsfähige Frauen und Männer Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II,etwa genauso viele wie ein Jahr zuvor. 
Die OZ behauptet hochwertig und gegen Geld:
Bundesweit waren 2,95 Millionen Menschen ohne Arbeit  
Hier die Schlussfolgerung aus der umfangreichen Analyse:
... mehr Erwerbstätigen stehen deutlich weniger geleistete Arbeitsstunden je Erwerbstätigen gegenüber, was klar eine kritische Sicht auf die Qualität des deutschen Arbeitsmarktes stärkt. Primär zeichnet der Erfolg am Arbeitsmarkt prekäre und atypische Beschäftigung, Millionen von Unterbeschäftigten, Teilzeit, Befristung, Leiharbeit oder geringfügiger Beschäftigung. Selbst in der Metallindustrie, primär Exportsektor, malochen bereits ein Drittel aller Arbeitnehmer via Leiharbeiterbuden oder Werksverträgen, im erfolgreichsten Segment der deutschen Industrie, dem Fahrzeugbau sogar jeder Zweite!Es gibt wenig Grund in Deutschland auf das Erreichte selbstgefällig stolz zu sein, denn hinter den Headlines zum Arbeitsmarktbericht, die in die breite Öffentlichkeit gelangen, verbirgt sich viel Beschämendes.
Reines Datenmaterial finden Sie hier:
http://biaj.de/images/stories/2014-01-07_alo1213t.pdf

Erdgeschöpftes

Rostocker Ausgabe:
Watt bringt datt? Das kann sich doch nur um Erdwärme handeln. Natürlich nicht, denn:
Das hochmoderne Kraftwerk im Rostocker Seehafen hat im letzten Jahr 2,9 Terawatt Strom und 400 Gigawatt Fernwärme produziert. Dafür wurden eine Millionen Tonnen russische und polnische Kohle verbraucht.
Es ist also laut Hochwertblättle hochmodern, eine Million Tonnen Steinkohle in einem Jahr zu verbrennen. So werden Leser verdummt. Welche Schadstoffmengen mit den Verbrennungsgasen rund um das Kraftwerk verteilt wurden, hat die Leser nicht zu interessieren. Dabei könnte das Blättle einfach vergleichen, ob mehr oder weniger Schadstoffe in die Luft geblasen wurden, als in früheren Jahren. Doch selbst solch primitive Recherche geht über das weit hinaus, was Leser von der OZ erwarten können.

Stattdessen erfahren die Leser u.a.:
CDU enthüllt beim Neujahrsempfang ihre sportliche Seite

7. Januar 2014

Lesetipp

Die OZ befüllte eine Seite mit Wertlosem über Pofalla.
Allein diese beiden Hintergrundartikel zum Thema sind dem Geschwätz im Blättle haushoch überlegen, zudem kostenlos nachlesbar.

Pullisei, hier ist dein Freund und Helfer (aktualisiert)

Ich zitiere aus dem kopierten Nachgeplapper zu der Demonstration für den Erhalt der Roten Flora in Hamburg, das die OZ am 23. Dezember verscheuerte:
... Die Meinungen über den Polizeieinsatz gingen allerdings auseinander. Während Linke und Grüne das Vorgehen der Beamten teilweise kritisierten, dankten SPD, CDU und FDP den Polizisten für ihren Einsatz. ...
Typisch; wieder kamen fast nur Bonzen und Pullisei zu Wort, wie üblich im Hochwertblatt.
Die gewalttätigen Auseinandersetzungen hatten kurz nach Beginn der Demonstration begonnen. Noch vor der „Roten Flora“ warfen Randalierer aus dem sogenannten Schwarzen Block Böller und Gegenstände in Richtung der Polizei, nachdem diese den Zug gestoppt hatte. Die Beamten reagierten mit dem Einsatz von Wasserwerfern sowie Schlagstöcken und drängten den Demonstrationszug zurück. ...
Fällt Ihnen auch auf, dass die Böller nach dem Stopp der Demonstranten geworfen worden sein sollen? Wie auch immer, der Kopierer merkte nichts, war zu sehr mit kopieren beschäftigt, dass dies im Widerspruch dazu steht:
Die Organisatoren der Demonstration kritisierten hingegen einen „massiven Einsatz von Schlagstöcken, Pfefferspray und Wasserwerfern“. Dies sei der skandalöse Versuch, die politische Auseinandersetzung um die „Rote Flora“, die „Esso-Häuser“ und das Bleiberecht von Flüchtlingen hinter Rauchschwaden und Wasserwerfern unsichtbar zu machen.
Der Polizeisprecher wies diese Kritik zurück. Der Zug sei gestoppt worden, nachdem Demonstranten losgerannt und die Einsatzkräfte sofort massiv angegriffen hätten. „Das war keine spontane Reaktion“, sagte Streiber.
...
Aber es ist alles in Ordnung, der Fall geklärt, war auf OZ schrottline über einem dpa-Text zu lesen:
Debatte über Krawalle: Hamburger Senator verteidigt Polizeitaktik
Jedenfalls waren die Vorgänge Grund genug, einen Hamburger Stadtteil unter Pulliseiherrschaft zu stellen - so einfach ist das.

Dagegen ist z.B. dies nicht veröffentlicht worden, auch nicht schrottline:
... Seitens der Polizei Hamburg gab es in der nachfolgenden Aneinanderreihung mindestens  drei  Begründungen für ihr rechtswidriges Vorgehen gegen die angemeldete Versammlung vom 21.12.2013:
1. Die Demonstranten seien zu früh losgegangen,
2. Die Demonstranten hätten Gewalt ausgeübt (Steine von einer Eisenbahnbrücke Nähe des Bahnhofes Sternschanze), und
3. Weil in der Demonstration ohnehin Gewalttäter waren, wollte man die genehmigte Demonstration nicht in die Innenstadt gehen lassen.
Die  beiden  ersten  „Begründungen“  stellen  glatte  Lügen  dar  und  wurden schnell widerlegt; sie schliefen dann gewissermaßen ein.
Die dritte Begründung ist hier einschlägig. Nur ist genau diese „Begründung“ rechts- und verfassungswidrig; deshalb auch die beiden ersten Schutzbehauptungen („zu früh losmarschiert“ bzw. „Gewalt gegen PolizeibeamtInnen“) zuvor.
Dazu sollte man wissen, dass polizeiliche „Pressestellen“ seit dem Drama um das Gladbecker Geiseldrama 1988 professionell aufgestellt sind. Vorher nicht! Und dass es unzählige Kontakte zwischen dem sog. höheren Dienst bei den Polizeien zu JournalistInnen gibt, weil mittlerweile zur Ausbildung auch eine Hospitation bei Medien gehört.
Auch darum ist so klar, dass die beiden ersten „Begründungs“ziffern nichts anderes als Idiotentests darstellten. Es scheint bedauerlicherweise viel zu viele „Idioten“ zu geben.
...
Unbedingt lesenswert ist dieser Blogeintrag:
Gefahrengebiet
Die Hamburger Polizei hat in mehreren Vierteln der Stadt eine Art Kriegsrecht verhängt. Verzeihung, wir haben uns im Ton vergriffen, sie hat natürlich ein G.eingerichtet. Die Auswirkungen sind allerdings ähnlich: grundlose Ausweiskontrollen und Durchsuchungen, Platzverweise wegen Nichtigkeiten, Generalverdacht, Versammlungsverbot, keine rechtsstaatliche Kontrolle der Schikanen. Begründet wird diese Verletzung von Grundrechten mit einem Hamburger Polizeigesetz. ...
Und da wagt es ein OZ-Kommentator heute, die Ausrüstung der Pullisei im Armenhaus D.s., in M-V, mit Tasern zu befürworten:
... Für extreme Ernstfälle könnte es nicht schaden, wenn die Polizei ein paar Taser mehr hätte. Sie könnte dafür ja ein paar ihrer über 1000 Maschinenpistolen ausmustern. Die Polizei braucht keine armeeartigen Bestände an solchen Massenmord-Waffen. Dann schon lieber Taser.
Ich weiß nicht, ob der Mann gewöhnlich auf dem Mond lebt. Sein Wunsch wird nämlich nicht erfüllt werden, denn die Pullisei wird sowohl Taser als auch Maschinenpistolen haben, hat sie sogar schon. Mit solch einem Kommentar macht sich der Redakteur zum Pulliseihelfer, damit sie bei Gelegenheit wieder haufenweise Unheil anrichten kann, wie z.B. während des G 8-Gipfels in Heiligendamm oder während der Blockaden des Atommülls ins Lager bei Lubmin.

Nachtrag:
... Was noch fehlt, was ich auch hier nur in dem Raum stellen kann, ist die immer zentrale Frage: Wozu? Wem nützt das? Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Reihe der durch Polizeigewalt geprägten Demonstrationen in die nächste Stufe gegangen ist, diesmal gegen einen ernstzunehmenden Gegner und mit anschließender Notstandssimulation. Ein Freilandexperiment eben. Oder hat jemand eine bessere Erklärung?

Nachtrag, 8. Januar:
“Anschlag” auf Davidwache: Was bislang bekannt ist
In fast allen Medien ist die Rede davon, es habe am letzten Dezember-Wochenende einen geplanten und gezielten Angriff von 30 bis 40 vermummten Personen auf die Davidwache in Hamburg gegeben. Eine Darstellung, die zunehmend fraglich wird. Auch die Polizei korrigierte eigene Angaben – auch im Innenausschuss der Hamburger Bürgerschaft. ...
Mehr als deutlich geworden ist jedenfalls wieder einmal, wie irreführend eine Medienkampagne ist, die auf einer komplett unhinterfragten Pressemitteilung der Polizei beruht – und die darüber hinaus noch lauter Dinge dazu erfindet, die noch nicht mal in eben jener Meldung stehen – so zum Beispiel die Verortung der Täter im Umfeld der Flora – was nach derzeitigem Ermittlungsstand selbst nach Angaben der Polizei reine Spekulation ist. Es ist nach wie vor kein einziger Tatbeteiligter ermittelt.

4. Januar 2014

Eine Seite voller Wertlosem

Die OZ befüllte eine komplette Seite mit Gequake um das Pofalla-Gerücht, wobei nichts Neues verscheuert wurde, das nicht schon am Tag zuvor überall zu lesen und zu hören war.

Das vergaß das Blättle ebenso komplett mitzuteilen, obwohl das kein Gerücht ist:
Pofalla tut, was er selbst anprangerte
Die Oberspezis aus dem chicen Hauptstadtbüro haben mal wieder voll versagt. Oder sind sie noch im Jahresendurlaub?

3. Januar 2014

Nachgeplappertes

Wenn Regierungsmenschen etwas absondern, wird es von der OZ zumeist nachgeplappert und Ihnen als journalistische Sternstunde verscheuert, so auch heute das Geschwafel des Minipräsidenten Sellering:
... Mecklenburg-Vorpommern wolle Energieexporteur werden. „Die Zahlen sprechen
dafür, dass das sehr schnell passieren kann.“
...
Das ist schon vor Jahren passiert, haben der Minipräsident und das Blättle nur nicht mitbekommen (wollen). Ich zitiere mich deshalb selbst:
Im Zusammenhang mit der Rolle der OZ, die immer wieder die Lügengeschichte von der Stromlücke in M-V als Begründung für die Notwendigkeit einer Giftschleuder am Bodden nachplapperte und an Sie verkaufte, sei noch erwähnt, dass in M-V im Jahr 2009 rund 7.372.326 MWh erzeugt wurden und 6.488.815 MWh an Verbraucher in M-V abgegeben wurden. Wer aus dem Überschuss von 883511 MWh ableitet, in M-V müsse deutlich mehr Strom erzeugt werden, egal, was aus der Umwelt wird, ist ein Lügner. Und was ist der, der das ungeprüft an Sie verkaufte?
Der Minipräsident hat es natürlich mitbekommen; doch mit der Ankündigung von bereits Erreichtem ist er auf der sicheren Seite.

2. Januar 2014

Er hat es schon wieder getan

Das ist eines der Themen, zu dem sich der grinsende Verkäufer Chefredakteur unbedingt äußern musste (Wenn er es doch gelassen hätte.):
Falschparker-App geplant
Spitzelei mit Folgen
Zumindest hat er richtig erkannt, dass damit der Denunziation bildlich Tür und Tor geöffnet würde.
... Mit seinem technischen Hilfsmittel schafft er ein Heer von Hilfspolizisten und stellt das staatliche Gewaltmonopol in Frage. Allein der Staat spürt Gesetzesbrecher auf und ahndet ihr Fehlverhalten. Und das sollte auch so bleiben. ...
Genau an dieser Stelle vergaß (?) der Cheffi das Weiterdenken. Stattdessen plapperte er:
Zwang und Bevormundung bringen gar nichts. Sie wirken im Gegenteil kontraproduktiv.
Einmal abgesehen davon, dass die OZ die Leser zwingt, für jeden noch so öden Langweiler in der gedruckte Ausgaben zu zahlen, sie bevormundet, indem das Blättle bestimmt, was für die Leser wichtig zu sein hat, wäre ein Gedanke daran zu verschwenden gewesen, warum das Gewaltmonopol ausgehöhlt werden soll. Wer allerdings weiß, dass der Landesinnenminister die Zahl der Pulliseier weiter verringern will, kommt ganz von allein zu Schlüssen - außer dem regierungsergebenen Cheffi.

Achso, wie ist das mit der Arbeitsteilung zwischen Politessen und Pulisseiern?

Und noch etwas: Sollte ich etwa darauf verzichten, einen Behindertenparkplatz zu nutzen, weil ich eine behinderte Person befördere, ein Parkplatz, den jemand ohne Behindertenschild belegt hat und ich keinen anderen zumutbaren Parkplatz finde? Ist das auch Petzerei? Soll ich dann warten, bis irgendwann in drei Tagen ein Pulliseier oder eine Politesse vorbeikommt? Nein, ich lasse eigeninitiativ abschleppen.

Das mit der Melderei ist nicht neu, wenn auch nicht als Anwendung für das Smartphone.
Außerdem bieten im bösenbösen Internet haufenweise Anwaltskanzleien ihre Dienste in der Angelegenheit an.

Allererster Quark

Alle Jahre wieder muss dieser Quark im Blättle stehen:
Rabia ist das erste Baby an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern
Wie bitte, an der Küste geboren, zwischen all den Knallkörpern?
Als Küste bezeichnet man nach Kelletat (1999) das Gebiet zwischen der obersten und äußersten landeinwärtigen und der untersten und äußersten seewärtigen Brandungseinwirkung. ...
Der Schlagzeilenschmied hatte natürlich einen Grund für die Eierei, die zum Ende des Textes fortgesetzt wurde:
Das allererste Kind in MV war um 0.10 Uhr im Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg zur Welt gekommen.
Erster ist Erster. Allererster ist journalistischer Quark, denn das Adjektiv wirkt
verstärkend  
Hier wurde es allerdings verschleiernd eingesetzt, also für kritischen Hochwertjournalismus nach Art des Hauses, denn:
Name und Geschlecht wollte die Mutter nicht preisgeben. 
Gratulation an die Mutter, weil sie die Meinung vertritt, dass die Geburt des Babys nichts für die Zeitung ist.

27. Dezember 2013

Der sparsame Herr Weise

Nur eine kurze Meldung wurde daraus:
Arbeitsagenturen haben Überschuss erwirtschaftet
... Als Grund nannte Weise „gezieltere Ausgaben“ für die Förderung von Arbeitslosen.



Dazu aus einem Kommentar:
... Wunder gibt es immer wieder. Mann muss nur daran glauben. Dran glauben musste im Fall von Herrn Weise auch einige. Die Arbeitslosen zum Beispiel. Denn sein Supersparergebnis von 715 Millionen Euro entstand in Wirklichkeit eben nicht durch ein Wunder. Was Herr Weise gezieltere Ausgaben für die Förderung von Arbeitslosen nennt, ist nichts anderes als die Kürzung der Maßnahmen für Arbeitsmarktpolitik um 800 Millionen Euro. Wenn wir also ehrlich sind, hat er mal fast 85 Millionen Euro mehr in seine Verwaltung gesteckt und die Arbeitslosen wie schon immer im Regen stehen lassen. ...
Wer möchte, kann hier haufenweise Hintergrund zu den sog. Hartzgesetzen nachlesen:
"Keynesianismus für die Reichen"Werner Seppmann über Hartz IV und die politisch gewollte Armut in Deutschland - Teil 3
Vor der Bundestagswahl im April 2002 war im Wahlprogramm der SPD zu lesen: "Wir bekennen uns zur besonderen Verantwortung gegenüber den Schwächeren in unserer Gesellschaft. Deswegen wollen wir im Rahmen der Reform der Arbeitslosen- und Sozialhilfe keine Absenkung der zukünftigen Leistungen auf Sozialhilfeniveau." Nach der Wahl wurde im Dezember des gleichen Jahres mit Hartz IV genau das Gegenteil beschlossen. Begründet wurde dieser jähe Umschwenk der Sozialdemokratie seinerzeit mit wegbrechenden Steuereinnahmen. Nicht abgerückt wurde hingegen von dem Vorhaben, den Spitzensteuersatz von 53 auf 42 Prozent zu senken. Hierfür war im Haushalt offenbar genug Spielraum vorhanden. Was also auf der einen Seite weggenommen wird, wächst auf der anderen Seite hinzu. ... 

23. Dezember 2013

"Dieses unterirdische Klippschulniveau, diese dumme, selbstzufriedene, unreflektierte Kaltschnäuzigkeit"

Wer ist Chodorkowski? Aus dem chicen Hauptstadtbüro kommt per Kommentar diese Kunde:
Michail Chodorkowski ist und bleibt eine schillernde Persönlichkeit. ...
der russische Ex-Staatsfeind Nr. 1 ...
Der geschäftstüchtige Ex-Komsomol-Funktionär machte unter Jelzin schnell und brutal Karriere, wurde zum reichsten Mann Russlands und einer der mächtigsten Oligarchen. ...
Der asketische Geschäftsmann ...
der Fall des in zwei politisch motivierten Prozessen verurteilten Managers ...
In einer Meldung auf der Titelseite ist er:
Der russische Regierungsgegner Michail Chodorkowski ...
Im aufgeblasenen Aufmacher auf der Politikseite ist er :
Der einstige Kremlgegner 
Ich habe bisher darauf verzichtet, die OZ zur sog. Systempresse zu zählen. Damit ist jetzt Schluss. Ich rate Ihnen, hier kostenlos nachzulesen:
... Es ist wirklich zum Verzweifeln. Dieses unterirdische Klippschulniveau, diese dumme, selbstzufriedene, unreflektierte Kaltschnäuzigkeit der deutschen Medien. Seit langem gibt dies allein bei wirtschaftlichen und wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Themen unablässigen Anlass zur kritischen Aufklärung. Das aktuelle Theater rund um die Freilassung Chodorkowskis, das selbst öffentlich-rechtliche Medien wie der Deutschlandfunk ernsthaft als seriöse Berichterstattung präsentieren bzw. zu präsentieren versuchen, setzt dem katastrophalen Zustand der Medien in Deutschland die Krone auf – weitere Steigerungen nicht ausgeschlossen. ... 
Auch hier lesen Sie kostenlos:
Die Akte Chodorkowski
Der Ex-Oligarch und Ex-Yukos-Chef ist begnadigt worden. Es ist damit allerdings kein "politisch Verfolgter" wieder auf freiem Fuß, sondern ein Wirtschaftskrimineller ...
 Ebenso kostenlos und hintergrundreich:
Viktor Timtschenko beleuchtet Aufstieg und Fall des vermeintlichen Putin-Opfers
P.S.:
Übrigens passt der Propagandaartikel über Panzer-Uschis Aufenthalt in Afghanistan genau zu dem Obigen:
Feuertaufe in Afghanistan: Von der Leyen besucht Truppe
Da werden sich all jene, die eine tatsächliche Feuertaufe erlebten, an den Kopf fassen. Zu denen gehöre ich.

21. Dezember 2013

Über "Klassensolidarität" und die Mitmacher

Zwei Drittel der Politikseite widmete das kritische Hochwertblatt Chordokowski:
Ausreise wie im Agententhriller
Nur Stunden nach der Begnadigung von Kremlchef Putin landet sein Erzfeind Chodorkowski in Berlin. ...
Da ich Informationsmüll vermutete, schenkte ich mir den Kram. Mit diesem Text ist über den Fall alles geschrieben:
Nur um das mal klarzustellen. Michail Borissowitsch Chodorkowski ist der ehemalige Vorstandsvorsitzende des heute insolventen Ölkonzerns Yukos. DerEuropäische Gerichtshof für Menschenrechte hat das Vorgehen Russlands gegen Chodorkowski wegen Steuerhinzerziehung für rechtmäßig erkannt.
Warum macht sich Genscher die Mühe, den steinreichen Ex-Kapitalisten loszueisen, während die deutschen Blockparteien für Edward Snowden keinen Finger rühren? Das nennt man Klassensolidarität.
Viel Spaß mit Ihrem OZ-Abo.

Nachtrag:
Übrigens ist die Ausreisegeschichte stinklangweilig gegen diese, und die gibts kostenlos:
... Einer der für den Klimawandel zuständigen Bosse bei der US-Umweltbehörde EPA hat sich jahrelang sein Gehalt auszahlen lassen, ohne zur Arbeit zu erschienen. Wie hat er das gemacht? ...
Einfach die beiden folgenden Sätze lesen, haarsträubend, herrlich.

20. Dezember 2013

Eine Seite übers Unschuldslamm

Die OZ erklärt Chordokowski zum Unschuldslamm, das wegen seines Putin-unfreundlichen Verhaltens verurteilt wurde; die Gründe nur vorgeschoben:
... Bei einem Treffen von Oligarchen im Kreml im Jahr 2003 kam es zur Konfrontation: Als Chodorkowski den Präsidenten aufforderte, der Korruption auch unter seinen Vertrauten ein Ende zu setzen, antwortete Putin: „Herr Chodorkowski, sind Sie sicher, dass Ihre Steuerangelegenheiten in Ordnung sind?“ Wenige Monate später wurden Chodorkowski und sein Geschäftspartner Platon Lebedew festgenommen, zwei Jahre später wegen Betrugs und Steuerhinterziehung zu acht Jahren Haft verurteilt. ...
Ich kann das alles nicht beurteilen, empfehle aber dringend, sich auch hier kostenlos kundig zu machen:
... Wer sich ein wenig mit dem Fall Chodorkowski/Jukos beschäftigt hat, konnte gestern Abend seinen Ohren nicht trauen, als der Nachrichtensprecher des ZDF-Heute-Journals in sonorem Ton sagte, Chodorkowski sei von den Behörden aufgrund des „beliebig dehnbaren Begriffs der Steuerhinterziehung“ inhaftiert wurden. Die Ansicht, dass der Begriff Steuerhinterziehung beliebig dehnbar sei, vertreten die Herren Hoeneß, Zumwinkel und diverse Schweizer Banker sicherlich auch. Mit dem Fall Chodorkowski hat dies jedoch relativ wenig zu tun. Die hohe Haftstrafe verbüßt der Oligarch nicht wegen Steuerhinterziehung, sondern wegen gewerbsmäßigen Betrugs, Unterschlagung und Geldwäsche – der Tatbestand der Steuerhinterziehung war „lediglich“ eine Folge der anderen Tatbestände ... Hervorhebung von mir

"Zusammenhang von Schweinegrippeimpfung und Narkolepsie entschlüsselt"

Sie wissen, dass das kritische Hochwertblatt seinerzeit monatelang hemmungslos Reklame für eine sinnlose Impfung gegen Schweinegrippe machte, ganz vorn der einstige Strukturbenjamin und heutige geschäftsführende Redakteur, der sich impfen ließ, sich dabei ablichten ließ und das Foto ins Blatt hob (Seht her, ich der großartige Lokalchef, zeige euch, was ihr zu tun habt.).
Sie wissen, dass Narkolepsiefälle nach der Impfung gemeldet wurden und dass deutsche Behörden eine halbe Ewigkeit brauchten um zu erkennen, dass ein Zusammenhang zwischen Impfung und Erkrankung besteht.

Mal sehen, ob das Kampfblatt für Impfpropaganda es drauf hat, dies zu melden:
Zusammenhang von Schweinegrippeimpfung und Narkolepsie entschlüsselt 
Immunsystem kann H1N1-Teile mit Schlafsteuerungsprotein Hypocretin verwechseln
...

19. Dezember 2013

Ratgeberei

Die OZ glänzt seit Tagen mit Ratgeberthemen wie heute diesem:
Schöne Weihnachtsblumen
Die eine ist dominant und prachtvoll, die andere zart und elegant, die dritte dagegen eher verspielt – Amaryllis, Christrose und Mistel sind Blumen, die in der Weihnachtszeit ihren großen Auftritt haben. ...
Gestern:
Ein Spion im Tannenbaum
Autos, Augen, Elche, Eulen oder sogar einen Föhn – es gibt wohl nichts, was man sich nicht als „Tannenbaumkugel“ in den Weihnachtsbaum hängen kann. Wir haben für Sie einmal schrillen Baumschmuck herausgesucht. Wer’s denn mag . . . ...
Wie Sie merken, geht es ausschließlich darum, die Leser zum Kaufen anzuregen, typisch für ein Anzeigenblättchen oder eine PR-Bude.

Hier geht es darum, Geld zu sparen. Haben Sie darüber schon etwas im Blättle gelesen?
Multivitamintabletten: "Es reicht!"
In den angesehenen Annals of Internal Medicine wird aufgrund neuer Studie dazu aufgerufen, kein Geld mehr für Vitamin- und Mineralzusätze zu verschwenden ...
Gesünder wird man davon jedenfalls nicht: "Wir glauben, dass die Angelegenheit abgeschlossen ist. Die Nahrung von gut ernährten Erwachsenen mit (den meisten) Mineral- oder Vitaminzusätzen zu ergänzen, hat keinen klaren Vorteil und kann sogar gefährlich sein", so die Bewertung und der Rat: "Diese Vitamine sollten nicht dauerhaft zur Krankheitsvorbeugung eingenommen werden." Einer der Autoren sagt, es sei besser, Geld für Obst, Gemüse, Nüsse, Bohnen oder andere fettarme Lebensmittel auszugeben. Sport sei sowieso besser. ... 

Ruhe sei die 1. Bürgerpflicht

Dies ist alles, was das Blättle gestern zu einem Urteil lieferte, das umfassende Bedeutung für all jene hat, die ihre Bürgerrechte wahrnehmen wollen (Wohl genau deshalb hatte die OZ kürzest darüber informiert.)
Hier der Meldungstext:
Das Bundesverfassungsgericht hat den Braunkohletagebau im nordrhein-westfälischen Garzweiler gebilligt. Die behördliche Zulassung des Vorhabens sei verfassungsgemäß, hieß es in Karlsruhe. Auch sah das Gericht keinen Anlass, die energiepolitische Entscheidung Nordrhein-Westfalens zu beanstanden.
Und das heißt? Lesen Sie einfach ganz kurz nach.

Informationsnebel

Das ist so wichtig für OZ-Leser, dass sie es per Schlagzeile zu wissen bekommen:
Vater von Uwe Mundlos beschimpft Richter
Dies las ich in der taz:
... Immer wieder versuchte der frühere Professor zu betonen, dass vor allem Tino Brandt, V-Mann und Führer des „Thüringer Heimatschutzes“, Leute in die rechtsextreme Szene gezogen hatte. Auch seinen Sohn Uwe. Mit dem Geld des Verfassungsschutzes habe er sie gewinnen können: Er bezahlte Fahrten und richtete Konzerte aus. ... 
Heißt ja wohl, der Verfassungsschutz habe Mundlos in die rechte Szene geworben. Ob irgendwer dieser Aussage einmal nachgeht? Nein, nicht die OZ, die ist weder in der Lage noch willens, hier zu recherchieren; sie hat ja sogar diese Aussage verschwiegen und sich auf eine Beschimpfung konzentriert.

Erst gegen Ende des fürs Blättle Aufgeschriebenen Nebulöses:
Ähnlich wie vor wenigen Wochen die Mutter des NSU-Mannes Uwe Böhnhardt gab auch der Vater von Uwe Mundlos den Sicherheitsbehörden die Hauptschuld für die rechtsradikalen Straftaten (zehn Morde) seines Sohnes, die er zugleich verharmloste. ...

Wieder ein Bock zum Gärtner gemacht

Über die Postenbeschaffungsmaßnahme für diese Frau berichtete die OZ kürzest:
Voßhoff wird neue Datenschutzbeauftragte
... Die 55-Jährige hatte seit 1998 dem Bundestag angehört, verpasste aber am 22. September den Wiedereinzug ins Parlament.
Hier ebenso kürzester Hintergrund, dafür mit Gehalt:
... Voßhoff war bisher für die Vorratsdatenspeicherung, für “Internetsperren” und für das BKA-Gesetz (das u.a. so genannte “Onlinedurchsuchungen” erlaubt).Was kann man da erwarten? Tom Cruise wird vermutlich jetzt Sektenbeauftrager der Bundesregierung.

Zugemutete Einschlafhilfe

Die OZ verscheuerte gestern spaltenweise solch ergötzliche Geschichte aus dem chicen Hauptstadtbüro:
... Ein monatelanger Wahlkampf ist vorbei, 86 Tage sind seit der Bundestagswahl vergangen, Sigmar Gabriel heißt „ihr Neuer“ an der linken Seite. Die Kanzlerin ruht in diesen Minuten der Neueinstellung in sich selbst. Die Regierungsbank ist der ihr angemessen erscheinende Platz. Der Kopf dreht nach links – da sitzt CSU-Chef Horst Seehofer mit Ministerpräsidentenkollegen auf der Bundesratsbank. Der Blick schweift nach rechts – da ist mittlerweile das Nichts. Die FDP ist nichtmehr da. ...
Ich halte es für eine Zumutung, 832 Wörter lang Müll anzubieten und zugleich für eine Ablenkung von dem, das für die Leser wichtig wäre. Wer die Schlagzeile über der Einschlafhilfe gelesen hatte, hätte wissen müssen, was für ein Käse ihn erwartet - den er zu bezahlen hat:
Mit einer Kurzmeldung tat das Blättle in derselben Ausgabe diese, für das immer wieder beschworene reiche D. skandalöse Mitteilung ab:
Knapp jeder Fünfte von Armut betroffen
... Etwa 16 Millionen Menschen (so viele Menschen lebten einst in der DDR) oder 19,6 Prozent der Bevölkerung zählten dazu – 2011 waren es mit 19,9 Prozent noch etwas mehr. Das ist das Ergebnis der Untersuchung „Leben in Europa 2012“, die das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden gestern vorstellte ...
Das ist der einzige Hinweis, den das Blättle zu dem Fakt gibt, dass es um Europa ging. Hier ein Blick über den Tellerrand, von dem der OZ-Geschäftsführer einst schwafelte, der hier aber nicht erfolgte:
Deutschlands Armut höher als sonst in W-Europa ohne Belgien, Großbritannien und Euro-Krisenländer 
Hatte nicht Merkel rotzfrech und allen Ernstes behauptet, Deutschland gehe es so gut wie noch nie? Allerdings hätten sie Journalisten fragen sollen, wen genau sie mit D. meinte. Aber stattdessen siehe oben die Blumengeschichte.

16. Dezember 2013

Nachzügler-Blättle

Nachdem die Internetwelt es längst weiß, erfahren nun auch die Blättleleser:
Nelson Mandela stand auf Terrorliste der USA
...  Mandela stand offenbar bis 2008 auf der Liste. ...
Das hat also auch der Friedensengel/Schreibtischtäter Obama zu verantworten.
Dies alles verschweigt die OZ weiterhin.

Wenn nötig, wird abgerundet

Geht es darum, die Werftindustrie zu subventionieren, wird die unternehmerfreundliche OZ nichts Kritisches dazu äußern. Heute wieder solch ein Fall:
Erste Fregatte neuen Typs in Hamburg getauft
Darin heißt es:
Insgesamt beläuft sich das Auftragsvolumen für die vier Neubauten auf rund zwei Milliarden Euro.  
Das können Sie glauben, schließlich haben Sie dafür Geld ausgegeben. Ich warne aber davor, der OZ irgendetwas zu glauben, denn rund zwei Milliarden heißt:
Bau von vier Schiffen im Umfang von 2,6 Milliarden Euro.
Doch das ist noch nicht alles:
2,6 Milliarden plus x, denn der Preis darf jährlich um bis zu drei Prozent nach oben klettern.
Fefe hatte Anfang 2008 u.a. noch dies angemerkt:
Das werden die größten Fregatten der Welt, weil man Schiffe dieser Größen normalerweise Zerstörer nennt, nicht Fregatten. Aber das war wohl politisch unopportun, Zerstörer zu kaufen. Klingt so brutal und so.
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