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27. Februar 2012

Es wurde gewechselt

Mich hat nicht verblüfft, dass die Modernisiererin, Regenfee und Rechenkünstlerin Degrassi nun Lokalchefin in Greifswald geworden ist. Da die Frau bildlich im Stall der OZ groß geworden ist, können Sie nichts erwarten, was Sie nicht schon kennen. Aber Beständigkeit hat ja auch was.

Was mich zunächst verblüffte, war ihre Ausbildung:
... Frau Degrassi ... hat in Bremen Journalistik und Europäische Arbeitsmarktpolitik studiert. ...
Europäische Arbeitsmarktpolitik also auch. Wer das mit dem vergleicht, was aus der Greifswalder Redaktion an Geschichten über die Hartz-Gesetze verkauft wurde, wird sich einen Moment wundern. Dann aber wird ihm klar sein, dass zwischen Europa und Deutschland noch immer ein Unterschied besteht und die Hartzgesetze zum Glück noch nicht in ganz Europa gelten. Die Gesetze haben also kaum mit der Europäischen Arbeitsmarktpolitik zu tun. Und dann steckt in dem Begriff auch noch das Wort Politik. Dann wird es gewöhnlich sehrsehr heikel.

Apropos Hartzgesetze:
... Peter Hartz soll nicht damit entschuldigt werden, daß er das nicht ganz so wollte. Aber die Konzentration auf ihn vernebelt auch, daß die Vordenker und Strategen weiter unangefochten ihre Arbeit vorantreiben, hoffähig machen in Wissenschaft und der Ausbildung junger Menschen, daß Sozialtechnokraten jedweder politischer Couleur Verwaltungen und Staat umformen. Ich persönlich hätte »Hartz I bis IV« lieber nach den Mitgliedern benannt, die wußten, was sie in dieser Kommission anschieben wollten. Oder politisch gewendet: »SCF I bis IV« nach Schröder, Clement und Fischer. Aber man kann es auch Steinmeier, Scholz, Müntefering, Steinbrück, Brandner, Trittin, Künast, Kuhn, Göhring-Eckardt, Dückert I bis IV nennen. Denen allen, samt Führungspersonal aus Gewerkschaft und Wohlfahrtsverbänden, erweist Peter Hartz einen unschätzbaren Dienst: Er hält auch weiterhin als Buhmann den Kopf für sie hin. ...
Beinahe hätte ich diesen Satz aus dem Kommuniqué des ZK der Lokalredaktion zum lokalen Führungswechsel vergessen:
OZ-Chefredakteur Jan Emendörfer dankte Benjamin Fischer für sein engagiertes Wirken (inkl. Morderfindung) in Greifswald und wünschte Katharina Degrassi alles Gute für ihre neue Aufgabe.
Mehr zum Thema finden Sie im Fleischervorstadtblog.

1. Februar 2012

Dann mags ja was werden mit der OZ

Offensichtlich sind Leute wie der Greifswalder Umstrukturierer in der OZ nicht nur unentbehrlich, sondern für Höheres ausersehen:
Benjamin Fischer (32), bisher Leiter der OZ-Lokalredaktion Greifswald, ist ab heute Mitglied der OZ-Chefredaktion im Rang eines Geschäftsführenden Redakteurs. Der studierte Politikwissenschaftler begann 2007 als Volontär bei der OZ, wurde später Redakteur und war seit 2010 Redaktionsleiter in Greifswald. Diese Position übernimmt OZ-Redakteurin Katharina Degrassi (32) zunächst kommissarisch.
Fischer ist jener, der mit aufgebauschten, dafür inhaltsarmen Geschichten Texten (oft für die Leser nutzloses, wiedergekäutes Parteiergequake und ebenso nutzloses Parteigezänk) den Lesern die Zeit stiehlt. Höhepunkt der Schaumschlägerei war die Erfindung eines Mörders, für die der Presserat eine Missbilligung aussprach.
Ein wenig Vorverurteilung ist für Fischer kein Problem.
Fischer ist jener, der das Werkzeug Sprache mitunter mangelhaft nutzt und sich in Widersprüche verstrickt.
Außerdem erhielt Fischer für seine schlechte Arbeit einen Hinweis des Presserates und tat das als Lappalie (zwei Links führen zu gelöschtem Inhalt) ab.
Fischer ist jener, der ständig etwas explodieren ließ.
Fischer ist jener, der seine Ahnungslosigkeit in Sachen Atommülllager am Bodden bekannt machte. Er ließ sich mitsamt einer Redakteurin, die nun kommissarisch Lokalchefin ist, bildlich am Nasenring durch das Atommülllager führen und verfasste mit der neuen Lokalchefin einen Aufsatz Klasse acht.
Fischer ist jener, der unverhohlen Reklame für die SPD macht.
Nachfragen, wo es darauf ankommt, um aus einem Text eine ausgewogene Geschichte zu machen, ist nicht Fischers Ding.
Fischer war so überheblich, dass er sich als leuchtendes Beispiel fürs Blättchen ablichten ließ, als er sich gegen die sog. Schweinegrippe impfen ließ, um für die sinnlose, jedoch nicht ungefährliche Impfung Reklame zu machen.

Nun wird dieser Mann also Geschäftsführender Redakteur. Was das ist? Die OZ erklärt das nicht, geht Sie auch nichts weiter an:
Geschäftsführender/e Redakteur/in
Aufgaben und Tätigkeiten im Überblick
In manchen Verlagen hat ein Geschäftsführender/e Redakteur/in die Aufgaben des/der Chef/in vom Dienst übernommen, nachdem die digitale Welt die Organisationsformen innerhalb der Redaktion von Grund auf verändert hat. Das heißt, er/sie kümmert sich um die Produktionsabläufe in der Redaktion.In Zeiten, in denen Redakteure/innen den Ganzseitenumbruch am Schirm durchführen, Grafiken einspielen sowie eigene wie fremde Texte auf Zeile genau (?) redigieren, kommt es oft vor, dass niemand mehr alle Texte vor der Imprimatur gesehen, geschweige denn gelesen hat. Den Leser ärgern dann beispielsweise Doubletten oder gar dreifache Abhandlungen im Heft, weil sich mehrere Ressorts für die gleiche Meldung zuständig fühlen.
Für den/die Geschäftsführenden/e Redakteur/in genügt es nicht, über gutes Deutsch, ein dickes Fell und Organisationstalent zu verfügen – er/sie braucht technisches und betriebswirtschaftliches Know-how und muss Zeitmanagement und Personalführung beherrschen; denn häufig ist er/sie auch für die Aus- und Weiterbildung der Volontäre zuständig. Und er/sie muss auf einheitliche Schreibweisen achten – eine Sisyphusarbeit – und den speziellen Stil seiner Publikation pflegen (sofern vorhanden, übernimmt jedoch der/die Schlussredakteur/in diese Aufgabe; siehe dort).
Oha, dann mags ja was werden.
Wenn der/die Chefredakteur/in nicht aktiv gegensteuert, ist der/die Geschäftsführende Redakteur/in heute der starke Mann/die starke Frau in der Redaktion. Zitat aus "Handbuch des Journalismus": "Immer zuständig für die Einhaltung der Termine, den Kontakt mit der Druckerei, dem Vertrieb und der Anzeigenabteilung sowie die Koordination zwischen den Ressort; meistens für Spesen, Dienstreisen, Büroräume, Redaktionstechnik, Urlaubstermine, Sonntagsdienst und Praktikanten."
Der nächste Satz tröstet mich gar sehre:
Auch der/die Geschäftsführende Redakteur/in muss, wie der/die Chef/in vom Dienst, journalistische Ambitionen überwiegend zurückstellen: Er/sie findet keine Zeit mehr für Reportagen, Hintergrund-Stories oder Recherche-Reisen.
Die finden auch andere Redakteure in der OZ seit Jahren nicht mehr. Kopieren ist Standard; ein, zwei Telefonate, wenns hoch kommt, und fertig ist der bildliche Lack.
Er/sie kann lediglich dazu beitragen, das in gleich bleibend optimaler Qualität umzusetzen, was die Kolleginnen und Kollegen heranschaffen und auf das fertige Gesamtwerk stolz sein.
Das kann er, vermute ich, besonders gut, ich meine stolz sein.
Schade, dass der Umstrukturierer den Anlass seines Abganges nach Rostock nicht genutzt hat, den Lesern mit stolzgeschwellter Brust mitzuteilen, was er in knapp zwei Jahren in der Greifswalder Redaktion umstrukturiert hat, war ja großkotzig angekündigt worden. Er hat wohl nicht nur die CDU- in SPD-Nähe umstrukturiert, sondern durch Aufgeschäumtes usw.  (s.o.) die Qualität verschlechtert.

Ich sehe gerade, dass auch der Fleischervorstadtblogger den Abgang Fischers bemerkt, ausführlich bemerkt.

21. Mai 2011

Wofür die OZ Geld verlangt

Ein Leser wies mich auf diese journalistische Kostbarkeit in der Greifswalder Ausgabe hin (Danke!):
Katharina Degrassi
Unsere Familie ist gewachsen. Um acht Beine, zwei süße Stummelschwänze und vier entzückende Kaninchenohren. Perdita und Tim sind bei uns eingezogen. Im Zimmer meiner Tochter, um genau zu sein. Die beiden acht Wochen alten Zwergkaninchen sind allerliebst. Tim — mit komplett schwarzem Fell — ist der Wilde. Kaum angekommen im neuen Heim, begann er bereits neugierig das gesamte Zimmer zu erkunden.
Keine Ecke blieb unentdeckt. Perdita — ganz in weiß — hingegen lässt es ruhig angehen. Sie ist ein wenig ängstlich, hat sich noch kein einziges Mal aus dem Käfig gewagt. Ihr reicht darin jeden Winkel zu erforschen. Wir lassen ihr alle Zeit der Welt. In der Nähe der beiden wollen wir trotzdem so viel wie möglich sein. Denn schließlich sollen sich die Kleinen an uns Menschen gewöhnen, damit wir in Zukunft gemeinsam vor dem Fernseher sitzen können und sie sich so richtig kuscheln lassen.
Der Leser meinte dazu:

Du kannst ruhig schlafen, weil der Ex-IWF-Chef eine Fußfessel hat. Und ich finde hochinteressant, dass die Rechenkünstlerin jetzt zwei Karnickel hat, die ihre Verdauungsendprodukte in der ganzen Wohnung verteilen dürfen. Und die darf damit eine Zeitungsspalte füllen.

Die Verteilung der Verdauungsprodukte ist das Ergebnis eines indirekten Schlusses des Lesers und betrifft bisher nur eines der Karnickel.

23. März 2011

Wieder einiges durcheinander

Greifswalder Zeitung:
Breites Bündnis gegen Rechts hofft auf ähnlich viele Gegen-Demonstranten wie vor zehn Jahren
NPD-Aufzug am 1. Mai: König prüft Demo-Verbot
Jaja, der Prüfer. Wann wurde ein NPD-Aufmarsch in Greifswald verboten?

Ein Leser bemängelte insbesondere diese Passage:
Am 1. September 2001 stoppten 7000 Menschen erfolgreich eine NPD-Demonstration mit 150 Teilnehmern, indem sie sich zum Teil auf die Straße setzten und damit die Route der Rechtsextremisten blockierten. Die Polizei war damals machtlos.
Er schrieb mir:

Fischer und Degrassi bringen heute wieder einiges durcheinander. Ist auch schlimm, wenn man ... nicht dabeigewesen ist damals. Die Fotos sind meiner Meinung nach von der zweiten großen Demo gegen die NPD (Egal, Hauptsache sie füllen drei Spalten von oben bis zum Keller; das schafft.). Als die 7000 Gesicht zeigten, setzte sich von denen niemand hin. Das waren junge Aktivisten, die auch von der Polizei angegriffen wurden. Die 7000 waren völlig woanders. Die Polizei attackierte weiterhin auch Journalisten, die Fotos von den schlagenden Beamten machten. ...
Die 7000 Leute-Demo war am 14.1.2001 nicht am 1.9.2001. 
Ich sehe vor meinem geistigen Auge die Fahrradständer mit der Aufschrift:
OSTSEE-ZEITUNG
Weil wir hier zu Hause sind

Aber Sie können auch hier nachlesen, kostenlos.

8. Januar 2011

Abgebrochener Mailwechsel

Was ein Leser erleben kann, wenn er Unverständliches von OZ-Redakteuren erläutert haben möchte, hat Manfred Peters aus Greifswald dokumentiert, indem er diesen Mailverkehr öffentlich machte und den ich noch öffentlicher machte. Der Mailverkehr zeigt u.a. auch, wie OZ-Redakteure mit Lesern umgehen.

Alles begann, nachdem kaiderChef einen Bildschirmschnappschuss veröffentlicht hatte, in dem etwas von einem Landtag Vorpommern zu lesen war und der Umstrukturierer im Greifswalder Grünenblog behauptete, es sei offenbar eine Fälschung. Denn eines ist ja klar: Die OZ macht keine Fehler. Das war auch die Grundaussage allen folgenden Mailverkehrs:

Gesendet: Freitag, 31. Dezember 2010 10:46
An: Redaktion Online (OZ)
Betreff: Das Rudendreieck im OZ-Archiv

         Sehr geehrter Herr Haberle,
schneller als vermutet hat die OZ-Online offenbart, dass Beiträge bzw. die Ankündigungen im Archiv wie im Bermudadreieck verschwinden. Über die Gründe mag man spekulieren, aber nach diesem, garantiert nicht mit Photoshop bearbeiteten, Beispiel sollten Sie anerkennen, dass es in Ihrem Archiv nicht mit rechten Dingen zugeht.
Zur Chronologie des Falls:
1. Am 23.12. war online diese Ankündigung zu lesen:
 
„ Die beiden Bewohner der Insel Ruden im Greifswalder Bodden müssen sich auf ein mehrmonatiges Eingeschlossen-Sein vorbereiten .“
Das ist zumindest zeitlich falsch, denn die Vorbereitungen war schon abgeschlossen.
2. Wenn Sie dann im Archiv für den 23.12. mit dem Suchwort „Ruden“ die Ankündigung suchen, erhalten Sie dieses Ergebnis:
Bitte versuchen auch Sie mal Ihr Glück, ohne Photoshop!
Am 26.12. leistetet sich die OZ dann noch den Luxus den Lesern eine DPA-Meldung, geringfügig modifiziert, zweimal im Abstand von wenigen Minuten anzubieten (Anhang Pechvogelquadrat).
Dafür wollte ich eigentlich kein Geld ausgeben!
Aber was ist das alles gegen die heutige Ausgabe (31.12.,Seite 1), die vor einseitiger Regierungs- und Politpropaganda zugunsten von SPD und CDU nur so strotzt.
Was interessieren die Leser die Gewichtsprobleme eines E. Rehberg oder die unpersönlichen Mails einer Justizministerin?
Da darf natürlich die Greifswalder Ausgabe nicht fehlen. Hier gibt es auch nur CDU, SPD und Grüne. Die zweitstärkste Partei ist, wie der Ruden, verschwunden.
Ich habe schon einmal den Schelm zitiert.
Dass Sie es im nächsten Jahr
besser machen,
wünscht
Manfred Peters
 Die Antwort:
Date: Fri, 31 Dec 2010 12:21:50 +0100
From: "Redaktion Online \(OZ\)" ...
To: ...

Sehr geehrter Herr Peters,
herzlichen Dank für Ihre Mühe, uns Unkorrektheiten nachweisen zu wollen. Allein, ich muss Sie schon wieder enttäuschen: Der von Ihnen kritisierte Artiel erschien in dieser Form ausschließlich online, aber nicht in der gedruckten Ausgabe. Entsprechend wurde er auch nicht im Archiv der gedruckten Zeitung, das sie durchsucht haben, archiviert.
Sie finden Sie jederzeit weiter online, wenn Sie die für alle verfügbare Suche über kostenlose Beiträge nutzen: http://www.ostsee-zeitung.de/vorpommern/index_artikel_komplett.phtml?param=news&id=2994510 Das Foto hat dpa zwischenzeitlich wieder zurückgezogen, nur falls Sie hier eine neue Verschwörung wittern. ;-)
Das "1/1" in der Ergebnisliste bezieht sich auf die Anzahl der Trefferseiten für die Suchergebnisse: Auch wenn es kein Ergebnis gibt, liefert das Archiv eben 1 Seite aus - mit 0 Treffern. Das kann man sicher noch optimieren, aber ehrlich gesagt, sind Sie der erste von mehreren Hunderttausend Lesern, der sich daran stört.
Inhaltlich finde ich den Vorspann akzeptabel: Auch wenn das Eingeschlossensein bereits begonnen hat, bereiten sich die Leute doch weiter darauf vor, dass es (noch weitere) Monate dauern kann.
Die von Ihnen auch inkirminerte Verdopplung ergibt sich technisch: dpa liefert sie Meldung für den Landesdienst und wir kopieren sie auf die regionale Seite. Da ist sie - zumindest zeitweilig - doppelt. Ist das schlimm?
Übrigens, da Ihnen Korrektheit so wichtig ist: Mein Name ist Haberer - mit und ohne Photoshop. ;-)
In diesem Sinne: Bleiben Sie uns kritisch gewogen, aber haben Sie auch ein wenig Vertrauen.
Das ist ein verwegener Wunsch.
Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für 2011.
Robert Haberer
Doch der Leser war unzufrieden und stellte die berechtigte Frage:
Sehr geehrter Herr Haberer,

auch auf die Gefahr hin, dass wir weiter ein wenig aneinander vorbeireden, wenn es denn so ist, dass die Online-Beiträge nicht archiviert werden, wie können Sie und
Hr. Fischer denn behaupten, dass der Screenshot von „kaiderChef“ erfunden bzw. gefälscht sei?
Ich möchte Ihnen auch nichts Nachweisen, sondern nur versuchen ein wenig das Niveau der von mir abonnierten Zeitung zu wahren.
Was mich im Moment mehr umtreibt, ich habe es schon heute Früh über das Kontaktformular gemeldet, ist dies:
Anm.: Sowohl PW als auch Benutzernamen sind mir nicht entfallen und richtig eingegeben worden.
Für die falsche Schreibweise Ihres Namens entschuldige ich mich natürlich!
Nochmals alles Gute
s. u.

Manfred Peters
 Nun meldete sich wieder die Online-Redaktion:
From: "Redaktion Online \(OZ\)" ...
To: ...
Cc: "Fischer, Benjamin" ...

Sehr geehrter Herr Peters,
womöglich reden wir tatsächlich aneinander vorbei. Ich versuche einmal die Debatte der letzten Tage zu rekonstruieren: Sie hatten uns einer Manipulation des Zeitungsarchivs beschuldigt, weil ein vermeintlich falscher Beitrag dort nicht zu finden war, der Ihrer Meinung nach sowohl im Blatt als auch online gestanden hatte. Wir konnten ihnen nachweisen, dass dies nicht der Fall war.
Ich habe Ihnen in diesem Zusammenhang ausführlich erklärt, warum bestimmte Artikel im Online-Archiv nur einmal angezeigt werden (identische Kopie in einer zweiten Lokalsausgabe). Das hat nichts mit Manipulation zu tun, sondern verhindert z.B. nur, dass Nicht-Abonennten unter Umständen für einen vermeintlich anderen Beitrag ein zweites Mal zu Kasse gebeten würden.
Ich habe mit keinem Wort behauptet, dass der von Ihnen vorgelegte Screenshot manipuliert sei, sondern nur an einem praktischen Beispiel darauf hingewiesen, wie leicht ein solcher angeblicher Beweis zu manipulieren ist. Das Gleiche gilt meines Wissens auch für Herrn Fischer. Für mich ist angesichts der Faktenlage über den inkiminierten Beitrag die Debatte über den "Beweis" völlig uninteressant.
Es ist auch nicht so, dass Online-Beiträge nicht archiviert werden, den Gegenbeweis habe ich Ihnen ja per Link geliefert. Es ist nur ein anderer Ort.
Das ist auch absolut richtig so, u.a. mit der Frage der Rechtsgrundlage (Landes-Presserecht, Mediendienste-Staatsvertrag): Es muss ein Archiv geben, dass die (auch) gedruckten Beiträge sammelt und eines, dass die nur online erschienen beinhaltet.
Ich finde es gut, dass Sie sich für Niveau stark machen. Dazu gehört aber auch, dass man korrekt kritisiert und nicht nach Belieben Fakten und Zitate verwendet bzw. "anpasst", um einem anderen "am Zeug zu flicken". Dieser Eindruck entsteht nämlich gerade, übrigens auch bei der von Ihnen zitierten Online-Quelle.
Um das Problem bei der Anmeldung kümmern sich gerade die Techniker.
Mit freundlichen Grüßen
Robert Haberer
Daraufhin brach der Leser den Mailverkehr mit dieser Begründung ab:
Sehr geehrter Herr Haberer,
vielen Dank, dass Sie sich soviel Zeit genommen haben, um mir die Funktion Ihres Archivs zu erklären, obwohl ich nicht zu den „typischen“ OZ-Abonnenten und Lesern zähle. Sie haben an anderer Stelle ja schon darauf hingewiesen. Dass der kritische Leser überhaupt eine Antwort bekommt, ist für die OZ ja schon ein Wert an sich.
Leider funktioniert das Archiv aber weder wie Sie noch Hr. Fischer es mir weismachen wollen.
Da der eigentlich lustige „Verschreiber“ einer OZ-Redakteurin von Ihrer Seite in böswillige Unterstellungen und Behauptungen eskaliert, möchte ich die Diskussion beenden. Dazu habe ich in Ihre letzte Antwort einige farbige Bemerkungen mit Beispielen im Anhang eingefügt (Antwort Peters ...).  Dabei bin ich nur auf das Wesentliche eingegangen.
Mein Fehler war und ist, dass ich versuche, die Beiträge der OZ halbwegs ernst zu nehmen.
Offensichtlich gehört es aber zu Corporate Identity der OZ, den Leser als unmündigen, verhöhnenswerten Kunden zu betrachten, für den man im positiven Fall noch etwas Mitleid aufbringen kann. Die Beiträge und Dienste der OZ sind sakrosankt und werden bei Kritik in einer Wagenburgmentalität verteidigt.
Ihrem Vorbild folgend, habe ich an alle, die diesen Streit inhaltlich in Gang gesetzt haben, soweit mir die Adressen bekannt sind, eine Kopie verteilt.
Mit freundlichen Grüßen
Manfred Peters
Ein wenig zur Illustration des Ganzen hier ein Kommentar aus dem Uranlass für den Mailwechsel:

Hallo,
ich habe den Original-Artikel am Tag des Erscheinens 6.12.2010 online auf der OZ Seite gelesen. Mir war allerdings dieser Fehler damals auch nicht aufgefallen ;-)
Aber es stimmt, so stand es zumindest in der Online-Ausgabe.
Aber ich habe die Seite damals als PDF gespeichert und konnte so zweifelsfrei nachvollziehen, daß der lieben Frau Degrassi tatsächlich dieser Fehler unterlaufen ist.
ZITAT OZ 6.12.2010
Frauenstreit bei den Grünen
Die Partei ist auf Wachstumskurs. Der erstmalige Einzug in den Landtag Vorpommerns wirkt zum Greifen nah. Im Hintergrund schwelt aber ein Streit um Posten und Inhalte.
Greifswald (OZ) – — Der Duft der Macht sorgt bei den Grünen in Vorpommern für einen handfesten Streit um Posten und die politische Marschrichtung.
Umfragen zufolge war die Chance der Partei, in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern einzuziehen, noch nie so groß wie 2011. [...]
Ich verstehe aber nicht, warum daß an die große Glocke gehängt wird. Bei Mecklenburg-Vorpommern und Ostvorpommern kann man schon mal durcheinanderkommen ...
Es war nicht an die große Glocke gehängt worden, da es nur ein Verschreiber war, den jemand bemerkt und einen Satz dazu geschrieben hatte. Erst als dieser, kaiderChef, der Manipulation bezichtigt wurde, wurde eine Geschichte daraus und ist es geblieben.

24. November 2010

Wie addiert wird

Eine Leserin berichtete mir über einen Mailwechsel mit der Greifswalder Modernisiererin. Es geht um den Aufsatz über das Atommüllager am Bodden:

Sehr geehrte Frau Degrassi,
in der OZ vom 22.11.2010 berichteten Sie und Herr Fischer über das ZLN:
…stehen in Halle acht 65 Castoren mit hochaktiven Abfällen…
 …Auch die neun weiteren Castor-Behälter mit atomaren Abfällen aus westdeutschen Forschungsanlagen, die voraussichtlich am 16. Dezember und im Frühjahr ins Zwischenlager Nord gebracht werden sollen…
 ... Mit den für Dezember und das Frühjahr 2011 vorgesehenen Castortransporten würde nach Betreiberangaben der Hochsicherheitstrakt seine Aufnahmegrenze erreichen...
Dazu habe ich folgende Frage:
Im Infomaterial der EWN steht geschrieben:
Das Transportbehälterlager
Die „Aufbewahrungsgenehmigung für das Transportbehälterlager des Zwischenlagers Nord (ZLN) in Rubenow“ vom 5. November 1999 in der Fassung der v ierten Änderungsgenehmigung erlaubt die Aufbewahrung von maximal 80 Transport- und Lagerbehältern… (weiter siehe Anhang)
Warum haben Sie Frau Philipp nicht mit dieser Tatsache konfrontiert? 
Tja, warum wohl nicht? Hier die Antwort:
... es ist richtig, dass das Zwischenlager eine Aufbewahrungsgenehmigung über 80 Behälter hat. Wenn die geplanten Castor-Transporte im Dezember und Frühjahr 2011 Lubmin erreicht haben, ist die Maximalgrenze ausgeschöpft. Danach wird es keine weiteren Transporte geben. Die waren jedoch auch nie angekündigt. Können Sie bitte etwas konkreter formulieren, mit welcher Frage wir Frau Philipp hätten konfrontieren sollen? 
Das tat die OZ-Leserin:
Sehr geehrte Frau Degrassi,
wie sich sicher überzeugen konnten, befinden sich gegenwärtig in der Halle Acht 65 Castoren. Es sollen weitere neun Castoren im Dezember und Frühjahr 2011 eingelagert werden. Das ergibt 74 Behälter. Somit ist die Aufnahmekapazität des ZLN noch nicht erschöpft. (Sechs der 80 Plätze wären also noch frei.) Sie hatten Frau Philipp fragen müssen, ob sie dieser Auffassung folgt.
Und nun? 
Sie hat mir bisher nicht noch einmal geantwortet. 
Sie rechnet wohl noch.

7. November 2010

Das Gewäsch der OZ-Regenfee

Die Greifswalder Modernisiererin schrieb, sie könne das Wetter beeinflussen. Das geht so:
Guten Tag, liebe Leser!

Regen, Regen und nochmals Regen. Jeden Morgen wenn ich aus dem Fenster schaue, tropft es erneut vom Himmel herab. ...
Wenn jemand den Regenblick hat, hilft nur, nicht aus dem Fenster zu schauen und schon regnet es nicht mehr.
Richtig wäre gewesen zu schreiben: Regnet es, sehe ich es, wenn ich aus dem Fenster schaue.

Merken Sie jetzt, was für ein belangloses Geschreibsel, verdreht und damit sinnentstellt, Sie bezahlten?

Musste mir gerade sagen lassen, dass noch mehr Belangloses in dem Quark steht:
Im Sommer noch bin ich eifrig am Ryck entlang gerannt, dort wo sich die Laufliebhaber Greifswalds emsig tummeln (?Ist tummeln und rennen dasselbe?). Doch jetzt? Jetzt wird der rote Schotterweg nicht mehr von abrollenden Turnschuhen, sondern von zahlreichen Pfützen bedeckt.
Wenn der Weg mit Schuhen bedeckt ist, lässt sich auch nicht darauf laufen, doch das nur nebenbei.

Es ist kein Schotterweg, sondern eine sandgeschlämmte Schotterdecke. Und wenn es ständig regnet, weil die Greifswalder Regenfee ständig aus dem Fenster schaut, ist es doch nicht des Verkaufens wert (in der OZ schon) mitzuteilen, dass der Weg mit Pfützen bedeckt ist, außer jemand weiß nicht, wie er sonst die Zeitungsspalte füllen könnte.
Die Sehnsucht nach Natur, frischer Luft und Bewegung ruft lauter.
Jaja, bisher rief sie nur, jetzt schreit sie geradezu.
Meine frisch gekaufte Thermo-Laufhose will meine letzten Zweifel davonwischen.
Frisch gekauft? Was ist denn das, die bildliche Fortsetzung einer frischen Renovierung? Und ist die Hose ein Wischlappen, der selbst wischt? Könnte ich auch gebrauchen, gäbe es ihn/sie wirklich.
Sie suggeriert mir überdeutlich: Entweder heute oder nie.
Sie redet überdeutlich, die Hose, nachdem die Sehnsucht immer lauter ruft? Da hat die Redakteurin wohl doch zu viel aus dem Fenster geschaut.
Also habe ich meinen inneren Schweinehund überwunden und meine Jogging-Nase in den regnerischen(?) Wind gestreckt. ...
Hätte sie den Wischlappen, also die Laufhose, in den Wind gestreckt, hätte ich es nachempfinden können; aber eine Jogging-Nase? Was ist denn das? Läuft die Frau mit der Nase und streckt gar die Beine gen Regen? Oder läuft ihre Nase (aus), und sie benötigt dafür eine Bekleidung, eine hosenförmige? Was hat die Frau für eine Nase, wenn sie so etwas braucht?
Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Probieren Sie es doch auch mal, rät Ihre Katharina Degrassi 
Was sollen die Leser probieren? Sollen sie auf der Nase laufen, ihre Hose sprechen, gar schreien lassen, Sehnsuchtsrufe abhören? Auf solche Ratschläge können die Leser pfeifen, ausgenommen die zahlenden Leser, denn die haben dafür Geld ausgegeben. Allerdings dürften sie sich fragen - und vor allem die Aufschreiberin - ist sie nun gelaufen oder nicht?

10. Juli 2010

Berichtigung modernisiert

Die Greifswalder Redaktion hat eine modernisierte Form der Berichtigung gefunden. Der Trick: Es war kein Fehler, sondern nur ein Test:
Haben Sie den Test in der gestrigen Lokalausgabe gefunden? Richtig. Der neue Großkreis Südvorpommern ist natürlich nicht 400 000 Quadratkilometer groß, wie ich geschrieben habe. ... Das neue Gebilde ... wird knapp 4000 Quadratkilometer groß sein. 
Kommt alles nicht so drauf an. Worauf kommt es sonst an? Genau, schnell die Seiten zu befüllen.

Dann noch ein wenig Geschwätz,:
Aber wer weiß, vielleicht wird es ja irgendwann eine Kreisgebietsreform geben, in der es nur noch den Großkreis Deutschland gibt? Bislang scheint es ja Allheilmittel zu sein auf sinkende Einwohnerzahlen mit Zusammenlegen von Kreisen zu reagieren. Auf mehr Nachwuchs hofft deswegen, Ihre Katharina Degrassi
und nicht nur wurde modern berichtigt, sondern auch gleich noch die Guten-Tag-Spalte befüllt.

Natürlich arbeitet die Autorin gar nicht seit fast zwei Monaten in Greifswald, ist ein Phantom oder eine Doppelgängerin jener Katharina Degrassi, die laut OZ-SchrottWebauftritt Leiterin der Lokalredaktion auf Rügen geblieben ist, wie Sie hier nachlesen können:

18. Mai 2010

Fragen- und Vorwurfsexplosion

Die Greifswalder Zeitung berichtet unnverdrossen über eine Explosion, die es nicht gegeben hat und ist für eine andere Explosion verantwortlich:
Baukosten-Affäre: Sonderausschuss eingesetzt
Nach der vor einer Woche bekannt gewordenen Kostenexplosion beim Umbau der alten Post zum neuen Behördenzentrum hat die Bürgerschaft gestern einstimmig einen Untersuchungsausschuss eingesetzt ...
Doch die Leser kamen nicht darum herum, noch eine Menge Fragen über sich ergehen zu lassen, die kaum ein Leser beantworten kann, wodurch die Greifswalder Ausgabe zur Rätselzeitung aufgewertet wurde. Es zeigt wieder einmal die Hilflosigkeit der Redaktion, dass die Fragen gestellt werden aber keine beantwortet wird. Doch genau darauf hat ein Recht, wer die Zeitung kauft.
Rechnete BauBeCon Rathausbau schön?
Der Bürgerschaftsabgeordnete der Freien Wähler, Klaus Heiden, meint zum Technischen Rathaus:

Nach den derzeitigen Erkenntnissen muss die Arbeitsweise der BauBeCon infrage gestellt werden. Wer hat den Auftrag zum Schönrechnen gegeben? ... Hat die BauBeCon bewusst gewartet, bis Herr Arenskrieger weg ist? ... Waren eigene finanzielle Interessen im Spiel? Auch das Wertgutachten ist mehr als fahrlässig.

Gutachterliche Kompetenz ist bei 1,8 Millionen Euro für eine Fast-Ruine nicht erkennbar. Wir erwarten, dass die Verwaltung Ross und Reiter nennt sowie Regressansprüche gegenüber dem Gutachterausschuss und der BauBeCon wegen grob fahrlässiger Arbeit prüft.
Haufenweise Vorwürfe und Fragen - eine Schande, dass nicht eine Frage beantwortet wurde, keine Stellungnahme der BauBeCon zu den Vorwürfen zu lesen ist: Umstrukturierter kritischer Hochwertjournalismus nach Art des Hauses.

Doch damit nicht genug. Nach der Umstrukturierung soll die Lokalausgabe nun auch noch modernisiert werden:
Neue Redakteurin in Greifswald
Katharina Degrassi (30) wechselt ab sofort als Redakteurin in die Lokalredaktion Greifswald. „Sie soll für die weitere Modernisierung unserer Greifswalder Ausgabe sorgen“, sagte OZ-Chefredakteur Jan Emendörfer. ...
Allerdings ist das noch nicht online nachzulesen, sondern:
Der Onlineauftritt der OZ bleibt längst nicht nur aus diesem Grund schrottig.

27. Juni 2006

Thema verfehlt

Solaranlagen fristen noch Schattendasein
schrieb K. Degrassi in der Usedom-Peene-Zeitung. Wer gefördert wird, stand hier:
Land und Europäische Union fördern Solaranlagen im öffentlichen Bereich.
Das heißt: Private Haushalte erhalten keine Förderung. (Fragt sich, warum der Artikel geschrieben wurde, wenn er die meisten Leser gar nicht interessiert.)

Vielleicht ist das einer der Gründe für die wenigen Solaranlagen in M-V, denn in der Ribnitzer Zeitung las ich:
Steuerstrom aus Betrieben fließt kräftiger
(Nur nebenbei: Laut OZ fließt Geld überall. Selten wird es überwiesen.) Wahrscheinlich hat Autor E. Sternkiker Platon gelesen: panta rhei, griechisch"alles fließt". Aber Vorsicht, Platon meinte etwas anderes!
Gegenwärtig gibt es rund 1100 Gewerbebetriebe in Ribnitz-Damgarten. Nur 322 zahlen Gewerbesteuer.
Nicht einmal jeder dritte Betrieb zahlt Gewerbesteuer! Hier handelte der Redakteur das wichtigste Thema des Textes mit einem Satz ab.
Da werden ganze Seiten auf denen der Nachbarredaktionen nachgedruckt. Doch einmal ein Thema mit dem zu kombinieren, was andere schreiben, scheint nicht vorgesehen zu sein.

18. März 2006

Wird Veranstaltung per Video überwacht?

Katharina Degrassi berichtete:
WM mit 2000 Leuten auf dem Markt
Fußballfans kommen zur WM voll auf ihre Kosten. Greifswald bietet als einzige Stadt in MV ein riesiges Event auf dem Marktplatz. ...
Was ist ein Event?
Event ['] der od. das; -s, -s : (Jargon) Veranstaltung, Ereignis
Und was ist ein riesiges Event nach Frau Degrassis Meinung? Wenn sich höchstens 2000 Leute versammeln. Doch interessanter ist dies:
Zwei Eingänge sind geplant, an denen die Polizei Sicherheitskontrollen durchführen wird. Im Innenbereich sorgt ein privater Sicherheitsdienst für Ordnung. ...
Und was ist mit den Videokameras, die Innenminister Schäuble so gern hätte, um die Versammelten durch Überwachung zu schützen? Haben die Eventisten oder Eventics - oder wie nennt man jene, die an einem Event teilnehmen - kein Recht darauf zu erfahren, ob es die Überwachung mit Kameras geben wird? Hier zur Erinnerung:
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble will während der Fußball-WM alle öffentlichen Übertragungen auf Großleinwänden mit Videokameras überwachen lassen.

14. März 2006

Übersetzungskünstler

„Da ich etwas älter bin, war ich sicher disziplinierter als andere“, lacht der 29-Jährige ...

... und K. Degrassi übersetzte das Gelachte den Lesern der Greifswalder Zeitung .
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