31. Dezember 2010

Rechenkunst über den Haufen geworfen

Zur Erinnerung:
Kurz vor dem Castortransport nach Lubmin hatten der Lokalchef und die Modernisiererin über einen Ausflug in das Atommüllzwischenlager am Bodden berichtet.

Eine der zwei Kernbotschaften aus dem Aufsatz, Klasse acht:
Für einen Zeitraum von 40 Jahren hat das Bundesamt für Strahlenschutz den Betrieb genehmigt. Auch die neun weiteren Castor-Behälter mit atomaren Abfällen aus westdeutschen Forschungsanlagen, die voraussichtlich am 16. Dezember und im Frühjahr ins Zwischenlager Nord gebracht werden sollen, dürfen nur bis 2039 dort bleiben. Was danach passiert, wird politisch heiß diskutiert. „Wer weiß, ob wir bis dahin schon ein Endlager haben.“ Philipp zweifelt daran. Die EWN bereiten sich deshalb darauf vor, den Standort länger zu erhalten. „Wir müssen eine Verlängerung der Genehmigung relativ früh beim Bundesamt für Strahlenschutz beantragen.“ 110 000 Kubikmeter Atomschrott haben die EWN für die Endlagerung, wo auch immer das sein wird, beantragt.
Fragt sich, ob sich die Aufsatzschreiber nicht bildlich alle Taschen von der Öffentlichkeitsarbeiterin vollhauen ließen, wenn auch dies noch wiedergegeben wurde:
Mit den für Dezember und das Frühjahr 2011 vorgesehenen Castortransporten würde nach Betreiberangaben der Hochsicherheitstrakt seine Aufnahmegrenze erreichen.
Fragt sich, was diese wenige Tage später auf der Landesseite erschienene Aussage wert ist:
Atomlager Lubmin hat Stellplätze für 80 Castoren
Laut EWN-Chef Rittscher sind 65 Plätze belegt. Vier Castor-Behälter kommen jetzt, fünf weitere im Frühjahr dazu. Dann soll Schluss sein, obwohl noch sechs Plätze frei wären.
wenn dies aus der OZ bedacht wird?:
Atommüll bleibt länger im Zwischenlager Nord
... Der Bundestags-Haushaltsausschuss habe eine bis 2080 reichende Finanzplanung bestätigt, sagte der scheidende Chef der bundeseigenen Betreibergesellschaft Energiewerke Nord, Dieter Rittscher.

Danach seien von 2013 bis 2080 für den Betrieb des Zwischenlagers eine weitere Milliarde Euro nötig. ...
Und was sind all die Rechenkünststücke in der OZ wert, wenn nun auch der OZ klar wird:
Das atomare Zwischenlager Nord in Lubmin bei Greifswald muss in den kommenden drei Jahren noch mehr nuklearen Abfall aufnehmen. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervorgeht, handelt es sich dabei um „Großkomponenten, radioaktive Reststoffe und Kernbohranlagen“ aus deutschen Atommeilern und Kernforschungsanlagen.

Woher genau der Atommüll kommt, lässt der Bund im Dunkeln. Begründung: Die Geschäftsgeheimnisse der Energiewerke Nord (EWN) müssten gewahrt bleiben.
Und wie viele Cent ist diese Aussage wert, gegen Geld auf der Landesseite erschienen:
EWN-Sprecherin Marlies Phillipp widersprach Ängsten, wonach weitere Hallen als Lager für Castor-Behälter genutzt werden sollen. Technisch sei das nicht möglich, zudem fehle die atomrechtliche Genehmigung.
wenn in der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion klar wird, dass drei weitere Castorstellplätze reserviert sind? Damit werden die Rechenkünste der Modernisiererin sinnlos, worauf die Redakteurin hingewiesen worden war. Die Leserin hatte zudem wichtige Fragen aufgeworfen, die bis heute nicht von der OZ beantwortet wurden:

... Frau Philipp hat Recht!  Ängste für die Hallen 1-7 braucht es nicht zu geben. Es ist der Hochsicherheitstrakt 8, der für Ängste in der Bevölkerung sorgt. Denn insgesamt sind in dieser Halle 120 Stellplätze vorhanden, davon aber 40 ohne einen Anschluss an ein Überwachungssystem. 
Wie schnell ist ein Überwachungssystem genehmigt und eingebaut? 
Wie schnell wird eine atomrechtliche Genehmigung beantragt und genehmigt? 
Warum wurde das ZLN so überdimensioniert gebaut?

Es gibt noch einen Widerspruch. Im RREP (Regionales Raumentwicklungsprogramm Vorpommern) ist die Nutzung des atomaren Zwischenlagers „ausschließlich“ für die Lagerung von Atommüll aus Lubmin und Rheinsberg festgeschrieben. 
Kennen Sie die Vorgeschichte? ...
Statt dass die Redaktion den Fragen nachging, erhielt ich am 9. Dezember vom Greifswalder Lokalchef eine Mail, in der unter anderem zu lesen war:
... wurde mir zugetragen, dass Sie meiner geschätzten Kollegin vorwerfen, sie könne nicht rechnen. Vielmehr ist es offenbar so, dass Sie von der Zwischenlagerung atomarer Abfälle relativ wenig verstehen. Deshalb sei Ihnen nochmals gesagt, dass das Zwischenlager bei Lubmin ab dem Frühjahr 2011 bereits mit 74 Castoren ausgelastet sein wird, weil die Höchstgrenze der einzulagernden Kernbrennmenge dann erreicht ist. Dies stand bereits vor Wochen in der OSTSEE-ZEITUNG. Sie und ihre ganz persönliche Leserbrief-Schreiberin sind schlichtweg schlecht informiert. Wäre allein die Anzahl der Castoren interessant, würden die EWN sich Riesencastoren zulegen und so die Kapazität rasant erhöhen können.
In der Antwort auf die Fragen der Grünen-Fraktion steht jedoch:
Transportbehälterlager
In der Halle 8 des Transportbehälterlagers des ZLN gibt es noch 15 freie
Stellplätze, die an das Behälterüberwachungssystemangeschlossen werden kön-
nen. Davon sind 4 Stellplätze für die Transport- und Lagerbehälter der Bauart
CASTOR® KNK und 5 Stellplätze für die Transport- und Lagerbehälter der
Bauart CASTOR® HAW 20/28 CG vorgesehen. Die entsprechenden Genehmi-
gungen zur Aufbewahrung liegen bereits vor.Weiterhin sind in Erfüllung des
Vertrages mit dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) über die staatliche Ver-
wahrung von Kernbrennstoffen (siehe Frage 4 Punkt 7) drei Stellplätze reser-
viert. Somit verbleiben 3 freie Stellplätze.
Hervorhebung von mir.

Ganz bestimmt nicht uninteressant ist dies aus der Antwort der Bundesregierung:

Abfalllager
Für die Lagerung von schwach- und mittelradioaktiven Reststoffen/Abfällen
sind in den Hallen 1 bis 7 des Abfalllagers ZLN noch ca. 59 000 m3 freies
Lagervolumen vorhanden.
Dieses freie Lagervolumen könnte unter Beachtung der angewandten Ein-
lagerungstechnologien im ZLN für rund 1 000 Stück 20-Zoll-Container oder
rund 2 300 Stück Konradcontainer Typ IV genutzt werden. Diese Volumina sind
jedoch nahezu ausschließlich für eigene Abfälle verplant.
Hervorhebung von mir

Seit wann das alles nachzulesen war und von der OZ vor dem Castortransport entweder ignoriert oder ihr unbekannt war, können Sie hier nachlesen.

Ich gehe davon aus, dass der eine oder andere gern kommentieren möchte, weil ich nur kurz eintrug. Nur zu!

11 Kommentare:

  1. Anonym31.12.10

    "... wurde mir zugetragen, dass Sie meiner geschätzten Kollegin vorwerfen, sie könne nicht rechnen. Vielmehr ist es offenbar so, dass Sie von der Zwischenlagerung atomarer Abfälle relativ wenig verstehen. Deshalb sei Ihnen nochmals gesagt,..."

    Was für ein arroganter, uninformierter Anus! Der Umstrukturierer und seine Rechenkünstlerin scheinen das Peter-Prinzip zu bestätigen, wonach in einer Hierarchie jeder Beschäftigte dazu neigt, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.

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  2. Anonym1.1.11

    Eine Bemerkung kann ich mir nicht verkneifen:
    Im Achtklässleraufsatz stand:

    „Auch die neun weiteren Castor-Behälter mit atomaren Abfällen aus westdeutschen Forschungsanlagen, die voraussichtlich am 16. Dezember und im Frühjahr ins Zwischenlager Nord gebracht werden sollen, dürfen nur bis 2039 dort bleiben.“
    In der 7. Änderungsgenehmigung zur Aufbewahrungsgenehmigung vom 05.11.1999 für das Transportbehälterlager des ZLN steht unter Punkt II.2.:
    Die radioaktiven Inventare dürfen in den einzelnen Behältern für einen Zeitraum von maximal 40 Jahren aufbewahrt werden.
    Diese Genehmigung trägt das Datum 30.April 2010. Also war schon damals klar, dass dieser Fremdmüll bis zum Jahre 2050 im ZLN verbleiben darf (Nachhilfe für die Rechenkünstler der OZ: 2010 + 40 = 2050).

    Den vollständigen Inhalt dieser Änderungsgenehmigung sowie der Genehmigung vom 06.11.1999 kann man von der zuständigen Behörde erhalten, sofern man will. Normalerweise sind diese Auskünfte gem. Umweltinformationskostenverordnung zwar grundsätzlich kostenpflichtig. In bestimmten Fällen, z. B. wegen der Aktualität der begehrten Informationen und aus Gründen des öffentlichen Interesses, wird von der Erhebung von Kosten abgesehen. Vorstellbar ist, dass ein Medium, welches dort zu Hause sein möchte, wo sich u. a. ein atomares Lager befindet, den Bonus der Kostenbefreiung für Auskünfte in Anspruch nehmen könnte. Aber man muss nur wollen, und vor allem auch können.

    Die Achtklässler ließen sich weiter aufschreiben:

    >Was danach passiert, wird politisch heiß diskutiert. „Wer weiß, ob wir bis dahin schon ein Endlager haben.“ Philipp zweifelt daran. Die EWN bereiten sich deshalb darauf vor, den Standort länger zu erhalten.<
    Marlies Philipp heuchelt, wenn sie zweifelt. Sie weiß es genau, dass bis 2032 kein deutsches Endlager genehmigt sein wird (mindestens sieben Jahre würden benötigt, um den schon jetzt im ZLN befindlichen Strahlenmüll in ein Endlager abzutransportieren). Wer es besser weiß als ich, sollte mich freundlicherweise korrigieren.

    Meine Version ist diese:
    Die patentierten Castor-Behälter (Mitunterzeichner des Patents: D. Rittscher), sind genehmigt für 40 Jahre. Diese Stahlumhüllung versprödet durch Neutronenbeschuss. Ob nach 40 Jahren die Behälter dann noch ihren radioaktiven Inhalt sicher verschließen können, selbst nach einem Bahnunfall, hat noch kein Mensch nachgewiesen.

    Bereits heute steht fest, dass der gesamte Inhalt der Halle 8 noch drei Mal durch ganz Deutschland gekarrt werden muss. Denn vor Ablauf der 40jährigen Genehmigung müssen die hoch radioaktiven Abfälle in neue Castoren umgeladen werden. In Lubmin ist das technisch nicht möglich. Die geografisch nächstliegenden Wiederaufbereitungsanlagen befinden sich in Frankreich und UK.
    Deshalb muss das Gift in versprödeten Behältern in eine Wiederaufbereitungsanlage, nach dem Umpacken zurück ins ZLN nach weiteren 40 Jahren in ein eventuell dann genehmigtes Endlager transportiert werden. Falls wir dann immer noch kein Endlager haben, wird das Gift dann eben sieben Mal auf die Reise gehen müssen.
    Unsere Enkel-, Urenkel- und Ururenkelkinder könnten sich an den vorbei fahrenden Castortransporten erwärmen.
    Kulbrod

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  3. Danke Kulbrod!
    Wenn ich recht informiert bin, stand davon NICHTS in der Greifswalder Zeitung oder gar im Mantel der OZ.

    Es ist immer wieder bedrückend, mit welcher Arroganz überbezahlte Ahnungslose meinen, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und weiterhin auf das Wissen der Leser verzichten, das diese bereit sind, kostenlos zu liefern und das die OZ aufbereitet an die Leser verkaufen könnte. Medien, die weiterhin nicht bereit sind, mit willigen Lesern zusammenzuarbeiten, werden früher oder später untergehen.

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  4. Immer wieder ein herzliches Dankeschön für Verweise und Zitate zu mir! Gerade beim Thema Castor scheint die muss doch den Redakteuren klar sein, dass besonders hartnäckig recherchiert werden muss, da von Betreiberseite gerne beschwichtigt und uninfomiert wird.

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  5. Edward3.1.11

    @lupe
    zu Kulbrods Kommentar
    Und ich hoffe auch, dass so ein Sammelsurium von Blödsinn und Halbwissen nie in der OZ steht. Wenn ein Redakteur sowas Hanebüchenes geschrieben hätte, wäre er von dir mit recht niedergemacht worden. Aber ein anonymer Kritiker darf das im Internet als Tatsachenbehauptung verbreiten? Und wird von dir ungeprüft als Tatsache akzeptiert? Pfui.
    Wirklich bedenkenswert ist m.E. tatsächlich eines: Die Castoren wurden unter der Prämisse entwickelt, dass sie nur 40 Jahre halten müssen. Damals ging man ja davon aus, dass bis 2030 ein Endlager gefunden ist. Ich habe nichts gefunden, dass untersucht worden wäre, ob die Behälter auch noch über 40 Jahre hinaus nutzbar sind.
    Alles andere ist Quatsch, der auch nicht dadurch wahr wird, dass einiges Wahres enthalten ist. Ich hatte schon angefangen, das Satz für Satz zu beweisen. Aber es wurde mir zu mühselig.

    @Lupe >b> Blockeintrag>/b>
    Ansonsten Ulli, hättest du dir diesen Blockeintrag sparen können und lediglich auf den Link zu Daburna verweisen brauchen. Feine Arbeit.

    Auch mich hatte an der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion das von dir fettrot Hervorgehobene besonders stutzig gemacht, dass noch drei weitere Castoren eingelagert werden sollen, ohne dass die Öffentlichkeit davon unterrichtet werden darf, nicht einmal der Bundestag.Dabei war die Einlagerung der neun Castoren aus Karlsruhe doch damit begründet worden, dass es sich um Atommüll aus Bundeseinrichtungen handelt, der nun mal ins einzige Zwischenlager verbracht werden müsse, das sich im Bundeseigentum befindet. Und jetzt kommen drei aus der privaten Wirtschaft? Ich bin entsetzt. Und das machen nicht mal Grünen publik? Ich bin doppelt entsetzt.

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  6. Ich schätze die OZ nicht als leserfreundlich, sondern als unternehmerfreundlich und regierungsergeben ein. Wozu soll da hartnäckige Recherche nutzen?

    Nein, daburna, es ist ihnen nicht klar, weil ich annehme, dass sie meinen, alles Nötige in Erfahrung gebracht zu haben und weil sie, statt sich der Kenntnisse der Leser zu bedienen, um damit Geld zu verdienen, diese Leser lieber als ahnunglos darstellen.
    Alles in allem sind das Zeichen unauslöschbarer Arroganz.

    Im Unterscheid zu vor ein paar Jahren lassen sich das immer mehr Leser nicht bieten, was in den Leserbriefen und an immer geringeren Verkaufszahlen zu erkennen ist.

    Übrigens war ein Höhepunkt mangelnden Allgemeinwissens eines OZ-Redakteurs Ende vergangenen Jahres erreicht, als der Redakteur auf einem Foto eine Plötze mit einem Barsch verwechselte. Die Berichtigung wurde wie üblich als Leserbrief auf der MEINUNGsseite getarnt - ebenfalls ein Zeichen überschäumender Arroganz.

    Hier der Brief zum Nachlesen:

    Da ist der Barsch zur Plötze mutiert

    Zu „Für Eisangler hat die Saison begonnen“ (OZ, 29.12.): Die Bildunterschrift „Ein russischer Eisangler holt Plötze aus der Warnow“ ist schlicht falsch. Es tut einem Angler in der Seele weh, wenn offensichtliche Barsche zu Plötzen mutieren. Jörg Kleinke, Martensdorf

    Die Redaktion meint: Sie haben recht. Auf dem Foto sind tatsächlich nur Barsche zu sehen. Pardon!
    http://www.ostsee-zeitung.de/ozdigital/archiv.phtml?param=news&id=2999179

    Der Witz an der Sache ist, dass die OZ im Sommer 2007 den Lesern in Wort und Bild erklärt hatte, was ein Barsch ist und wie er aussieht.
    Hier nachzulesen:
    http://ostsee-zeitung-blog.blogspot.com/2008/07/aus-der-oz-lernen-ist-einfach-denn-sie.html

    Im Kleinen wie im Großen versagt die OZ meiner Meinung nach immer öfter und ich befürchte, auch das ist den Redakteuren usw. nicht klar. Spätestens wenn die OZ wieder in epischer Breite über ihren Neujahrsempfang plappern wird, wird wieder über kritischen Hochwertjournalismus schwadroniert werden und statt sinkender Verkaufszahlen die Zahl der Leser (Reichweite) genannt werden.

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  7. Anonym3.1.11

    Es bleibt nun einmal eine Tatsache, dass das ZLN nicht das einzige im Bundeseigetum befindliche Zwischenlager "was auch immer das bedeuten mag" ist! Es gibt auch noch ein anderes in D. Das ZLN wird so nach und nach von seinen Helfershelfern zu dem Missbraucht oder auch nicht, für was es von Anfang an, vorgesehen war, der Aufnahme von Atommüll und nichts anderes.
    Jeder der das nicht will sollte sich einreihen im Wiederstand. Auch und besonders die OZ. Die vorgibt hier zu Hause zu sein, dass erwarten wir!

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  8. Edward3.1.11

    @Anonym (19:42 Uhr)
    Und ich erwarte, dass man sich erst kundig macht, ehe man etwas als Tatsachenbehauptung in die Welt setzt. Von Emotionen alleine ist der Widerstand machtlos.
    Es gibt kein atomares Zwischenlager mit D. (siehe Übersichtskarte des Bundesamtes für Strahlenschutz)Und es gibt nur 3 Zentrale Zwischenlager, also wo auch Atommüll standortfremder Einrichtungen gelagert werden dürfen: Gorleben und Ahaus gehören der GNS, also der Privatwirtschaft. Das ZNL gehört der bundeseigenenen EWN, ist also im Bundeseigentum.

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  9. Anonym3.1.11

    @ Edward
    Du sprichst zwar Lupe an, aber beschuldigst mich, ein Sammelsurium von Blödsinn und Halbwissen und Hanebüchenes (veraltend für Unverschämtes, Unerhörtes) geschrieben zu haben. Bitte sortiere doch einmal, was Deiner Meinung nach Blödsinn und was Unverschämtes in meinem Kommentar vom 01.01.11 ist.
    Solltest Du mich überzeugen, bin ich gern bereit, mich bei den ungerechtfertigt Betroffen in aller Form und Höflichkeit zu entschuldigen.
    Zum Thema Halbwissen gibt es zwei Betrachtungsweisen. Wer zu diesem Thema nur die Hälfte der Wahrheit kennt, weiß meiner Ansicht nach schon allerhand, eigentlich (aus der Sicht der Betroffenen) viel zu viel. Aber trotzdem könnten wir uns gut ergänzen: Du schreibst die „halbwissenden“ Passagen meines Kommentars und ergänzt diese mit der Dir bekannten anderen Hälfte. (Gemeinsam sind wir stark!)
    Zur zweiten Betrachtungsweise: Trotzdem werden wir beide nach Deiner Ergänzung nicht ganz- wissend sein.
    Du bist„doppelt entsetzt“ darüber, dass die GRÜNEN nichts publik machen über die Fremdeinlagerung. Das kann ich nun wirklich nicht verstehen. Spätestens als die GRÜNEN Bundesparteispitzen zwar im Wendland waren, aber am 11.12.2010 nur die dritte und vierte Garnitur (Suhr, Berger usw.) zu sehen war, hättest Du Dich schlau machen können, warum das wohl so ist. Auch am 16.12.2010 waren auf den Gleisen nur Ulrike Berger und Uli Söffker (im Fernsehen) zu sehen. Vielleicht hast Du aber Trittin und Roth an der Brücke nach Dietrichshagen oder auf den Gleisen bei Brünzow gesehen. Dann korrigiere mich bitte.
    Wenn Du in Deiner doppelten Entsetztheit Recherchedefizite verspüren solltest, helfe ich Dir gern weiter. Nur Mut, Edward. Frag doch mal Jürgen Trittin, was er in seiner Amtszeit als Bundesumweltminister zum Thema EWN und ZLN alles genehmigen lassen hat. Besser wäre gewesen, Du hättest ihn dazu damals gefragt, als Du noch von den Lesern der OZ bezahlt wurdest, und hättest Du das Ergebnis Deiner Befragung auch den bezahlenden Lesern nicht vorenthalten.
    Aber damals war ja Trittin Umweltminister und die OZ ist sich von Anfang bis heute ihrer Funktion als Regierungsblättchen (keine Spur von vierter Gewalt) treu geblieben

    PS: Der in diesem Blog kommentarweise erhobenen Forderung, Dich zu verpissen, schließe ich mich nicht an. Im Gegenteil: Es ist manchmal interessant, wie die Redaktionspolitik der OZ (früher sagten manche „Wasserprawda“) nachhaltig in die grauen Zellen ehemaliger Schreiber eingebrannt wurde. Weiter so Edward! Auf einen fairen Meinungsaustausch 2011, auch auf Lupes (meist) lesenswertem Blog.
    Das sage ich als Kulbrod

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  10. Edward3.1.11

    @kulbrod
    1. ich spreche bewusst lupe an. und zwar seinen Kommentar, davon nichts in der OZ gelesen zu haben. Dem entgegnete ich, dass ich hoffe, auch niemals so ein Sammelsurium von Halbwahrheiten in der OZ lesen zu müssen. (Nebenbei: musste ich leider schon, manchmal musste mir auch lupe erst die Augen öffnen). Wenn du echt interessiert bist, was fürn Nonsens du als Tatsachenbehauptung von dir gibst, kannst du mir ja über lupe, der dich zu kennen scheint, eine E-Mail-Adresse zukommen lassen.

    2. Ich bin von den Grünen entsetzt, weil sie als Hauptorganisatoren des Castor-Protestes die Antwort der Anfrage nicht im Vorfeld des Castortransportes publik gemacht hatten (Vergangenheit!). Daburna behauptete ja, dass das bewusst erst nach dem Transport an die Öffentlichkeit drang. Die Verlogenheit von Trittin entsetzt mich nicht.

    3. Ich war nie Redakteur der OZ. Nur unterbezahlter Beitragsschreiber zu kommunalen Themen auf der OVP-Seite. Und zu den EWN-Themen wurde ich von Amler selten zugelassen, weil meine persönliche Meinung dazu nur zu bekannt war.

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  11. Anonym4.1.11

    @Edward
    kulbrod@t-online.de

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