23. März 2011

Wieder einiges durcheinander

Greifswalder Zeitung:
Breites Bündnis gegen Rechts hofft auf ähnlich viele Gegen-Demonstranten wie vor zehn Jahren
NPD-Aufzug am 1. Mai: König prüft Demo-Verbot
Jaja, der Prüfer. Wann wurde ein NPD-Aufmarsch in Greifswald verboten?

Ein Leser bemängelte insbesondere diese Passage:
Am 1. September 2001 stoppten 7000 Menschen erfolgreich eine NPD-Demonstration mit 150 Teilnehmern, indem sie sich zum Teil auf die Straße setzten und damit die Route der Rechtsextremisten blockierten. Die Polizei war damals machtlos.
Er schrieb mir:

Fischer und Degrassi bringen heute wieder einiges durcheinander. Ist auch schlimm, wenn man ... nicht dabeigewesen ist damals. Die Fotos sind meiner Meinung nach von der zweiten großen Demo gegen die NPD (Egal, Hauptsache sie füllen drei Spalten von oben bis zum Keller; das schafft.). Als die 7000 Gesicht zeigten, setzte sich von denen niemand hin. Das waren junge Aktivisten, die auch von der Polizei angegriffen wurden. Die 7000 waren völlig woanders. Die Polizei attackierte weiterhin auch Journalisten, die Fotos von den schlagenden Beamten machten. ...
Die 7000 Leute-Demo war am 14.1.2001 nicht am 1.9.2001. 
Ich sehe vor meinem geistigen Auge die Fahrradständer mit der Aufschrift:
OSTSEE-ZEITUNG
Weil wir hier zu Hause sind

Aber Sie können auch hier nachlesen, kostenlos.

Kommentare:

  1. Edward23.3.11

    aber viel wichtiger ist m.E. die Frage: warum hat die NPD Greifswald ausgewählt?

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  2. @Edward: Diese Kritik nehme ich auch an, das hätte deutlicher herausgearbeitet werden können. Die Hetze gegen Fremdarbeiterinnen kocht auf MUPINFO seit Wochen, ähnlich der gegen Kinderschänder und Ausländerinnenkriminialität. Ich würde das nicht nur auf den 1.5. einengen, sondern weiträumiger betrachten. Insofern spielen für mich Datum und konkretes Demothema nur eine sekundäre Rolle. Für meine These spricht auch, dass die NPD auch in den letzten Jahren den 1.5. mit Demos zu besetzen versuchte, nicht erst am 1.5.2011.

    Was die Polizeigewalt angeht stimme ich dir auch zu - eine Prügelorgie wie bei der ersten Demo gab es nicht, dennoch war ich nicht der einzige, der (schuldlos) etwas abgekriegt hat.

    Den Markttag finde ich genauso wirkungsvoll wie die Ostrockkonzerte am Präventionstag. Sorry, für mich ist das Wegsehen mit zivilcouragiertem Anstrich.

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  3. Auf Wunsch einer in den Kommentaren genannten Person habe ich die Kommentare entfernt, in denen sie genannt wurde. Das ist mehr, als von mir verlangt werden kann, denn ich hatte in einem Kommentar erläutert, dass die OZ den Namen der Person unter den Artikel gesetzt hatte, obwohl sie nicht Autorin war. Der Fehler war also einer der vielen der OZ.
    Aber ich will der Karriere der Person nicht im Wege stehen und habe ihr zugleich empfohlen:
    "Versuchen Sie es doch bitte mit Arbeitsproben, die Ihre möglichen Arbeitgeber begeistern; dann ersparen Sie denen das Nachschauen im Internet."
    Außerdem riet ich ihr, sich in der OZ zu beschweren, damit ihr Name unter dem Artikel, den sie nicht verfasste, getilgt wird. Denn was nützt es, wenn ich ihren Namen tilge und der Originalartikel weiterhin falsch benamst ist?

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