7. November 2010

"Renditejäger vertreiben Landwirte von ihren Äckern"

Da die OZ das Thema weitgehend aus der Berichterstattung ausklammert, hier ein Hinweis darauf, was in M-V und anderswo tatsächlich passiert:

Rückschau: Kampf um Ackerboden

Wie nach der Finanzkrise Renditejäger jetzt Landwirte von ihren Äckern vertreiben
Schwere Zeiten für Bauern in Ostdeutschland: Weil kapitalkräftige Investoren auf Einkaufstour sind, haben sich die Preise für Ackerland verzehnfacht. Klassische Landwirte können da oft nicht mehr mithalten. Es sind Aktionäre und branchenfremde Investoren, die nach Äckern, Wäldern und Weiden greifen.
Beispiel: Ein Möbelfabrikant als Investor

Neun agrargenossenschaftliche Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern (auch in Vorpommern) und Brandenburg gehören zum Beispiel mittlerweile der Firma Steinhoff, einem weltweit agierenden Möbelunternehmen aus Niedersachsen. Nicht nur der Möbelfabrikant Steinhoff steigt in die Landwirtschaft ein, auch das Abfallentsorgungsunternehmen Rethmann oder die Aktiengesellschaft KTG Agrar kaufen sich in Agrargenossenschaften im Osten ein.

Der Landverkauf des Bundes – ein "Ausverkauf"? ...

Kommentare:

  1. Anonym7.11.10

    Was wollen sie mit den Ackerböden?
    Vielleicht an die Genmafia verkaufen oder verpachten, damit sie das gottlose Zeug anbauen können?

    An die Ableger von IG Farben, Bayer und BASF oder an Monsanto aus den USA?

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  2. Gut möglich. Könnte aber auch reine Spekulation sein.
    Einfach mal die OZ fragen, damit die Leute dort für ihr Geld das produzieren, wofür sie es schon heute erhalten, kritischen Hochwertjournalismus, der de Bezeichnung verdient.

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  3. Anonym9.11.10

    Viele Ländereien gingen nach der Wiedervereinigung in Besitz des Bundes über, las ich eben.

    So so, und nun verscherbelt der Bund diese Ländereien an das Grosskapital.

    Diese Ländereien waren doch mal Volkseigentum oder nicht? Gehörten also dem Volk des Osten von Deutschland.

    Nun hat die Bundesregierung das Volk des Ostens also enteignet und wie kann ich das verstehen?

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  4. "Diese Ländereien waren doch mal Volkseigentum"

    Naklar waren sie das. Doch per Einigungsvertrag wurde das Volkseigentum, das es in der Alt-BRD nicht gab, in Staatseigentum umdeklariert. Das war die Enteignung.
    Die Tschechen habe das anders gemnacht. Sie gaben Anteile am Volkseigentum aus, statt es zu verstaatlichen.

    Alles Weitere bitte in der OZ nachfragen. Die werden dafür bezahlt, auch Hintergrund zu liefern; naja, im Grunde werden sie dafür bezahlt, Seiten zu verfüllen.

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  5. Anonym9.11.10

    Massenvernichtung von Informationen in ARD und ZDF und, ich erlaube mir hinzuzufügen, in der OZ.

    Also, die OZ fragen, das Holzmedium, in dem der Wurm ist, erspare ich mir.

    Danke für den Eintrag, das mit dem Einigungsvertrag wusste ich ja, es ärgert mich trotzdem.

    Dass die Tschechen klüger waren, wusste ich nicht.

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