27. Juni 2009

Was gegen die Giftschleuder spricht

Dieser Eintrag gehört zu dem unter diesem, weil er noch einmal wesentliche Gedanken gegen das Kohlekraftwerk zusammenfasst. Ich habe den Text nur durch Zufall in der Leserbriefabteilung gefunden. Naja, Obliegenheiten des rechtsstaatliches Verfahren undso, da braucht die OZ so etwas nicht groß zu bringen, ich schon, weil zuvor zu viele Lügen verbreitet wurden:
Argumente der Kraftwerks-Befürworter überzeugen nicht
... Die Genehmigung eines Kohlekraftwerkes berührt ein breites Spektrum von technischen, naturwissenschaftlichen und rechtlichen Fragen. Gerade deshalb vereinen „die Gegner“ dieses Projektes sehr unterschiedliche Menschen mit verschiedenem Fachwissen. Dazu gehören Biologen, Ärzte, Juristen und u. a. auch Kraftwerksingenieure/Energieexperten. Die Argumente der Kraftwerksbefürworter konnten uns bisher in keiner Weise überzeugen, so wie diese auch unsere Einwände nicht widerlegen konnten, die während der Erörterung innerhalb von 16 Tagen fachlich fundiert und sachlich dargelegt wurden, woraufhin DONG seitenweise Auflagen zur Verbesserung des Antrages bekam.

Kohlekraftwerke dieser Auslegung und dieser Größe dürfen überhaupt nicht mehr gebaut werden, weil sie das Erdklima und damit die Existenz der Menschheit gefährden. Zahlreiche Experten warnen deshalb, dass die Bundesrepublik ihre hochgesteckten Klimaschutzziele nur erreichen kann, wenn keine neuen Kohlekraftwerke mehr genehmigt werden.

Speziell das Steinkohlekraftwerk in Lubmin darf nicht realisert werden,

weil die 4, 2 Mio. t Kohle für das Kraftwerk mit einem riesigen logistischen Aufwand von Übersee nach Lubmin gebracht werden sollen und über die Hälfte davon nur den Greifswalder Bodden heizen wird, da keine Abnehmer für diese enorme Wärmemenge vorhanden sind und auch nicht geschaffen werden können,

weil der Plan, in einer Gegend mit relativ geringem Elektroenergiebedarf drei Großkraftwerke zu errichten und den Strom dann über riesige Entfernungen mit konventionellen Leitungen zu den Verbrauchern zu transportieren, alle Prinzipien der Nachhaltigkeit verletzt,

weil die Einleitung großer Mengen gefährlicher Schadstoffe mit dem Abwasser und über den Luftpfad sowie 1200 zusätzliche Schiffsbewegungen pro Jahr das empfindliche Ökosystem des Greifswalder Boddens schädigen werden und damit internationalen Verpflichtungen, die Deutschland zum Schutz der Ostsee eingegangen ist, zuwiderlaufen,

weil durch den Schadstoffanteil in den Abgasen die Gesundheit der Bevölkerung und der Urlauber gefährdet und damit das Ziel der Landesregierung, M-V zum Urlaubs- und Gesundheitsland Nr. 1 zu entwickeln, in Frage gestellt wird,

weil durch die Errichtung von konventionellen Kraftwerken die Entwicklung und Installation von regenerativen Energieanlagen verhindert wird,

weil die Schaffung von 115 Arbeitsplätzen die Vernichtung Hunderter Jobs in der Tourismusbranche auch durch den Imageschaden, den das Land erleiden wird, nicht rechtfertigen kann,

und nicht zuletzt weil diese Gegend noch eine Perle der Natur ist und jede Industrieansiedlung hier sehr ausgewogen und bedacht erfolgen muss.


Waleri Lobanowitsch aus Kröslin
Absätze von mir

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.

Google