1. Oktober 2009

Steter Tropfen erhöht die Mehrwertsteuer - OZ hilft mit

Es muss nur oft genug gesagt und von Medien wie der OZ immer wieder kommentarlos vervielfältigt werden, dann wird der Widerstand gering sein:
DIW: Mehrwertsteuer muss steigen
Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, hat eine Mehrwertsteuererhöhung zur Sanierung des Bundeshaushaltes als alternativlos bezeichnet. Eine Erhöhung um sechs Prozentpunkte auf 25 Prozent würde jährlich rund 50 Milliarden Euro Mehreinnahmen bringen ...
Die Erhöhung ist aus Sicht Zimmermanns und anderer Vertreter der INSM alternativlos, übrigens ein Lieblingswort, seitdem Regierung und ihre Kaffeesatzleser die Weltwirtschaftskrise als solche verkündigt haben und das für mich eines der schlimmsten Unwörter ist.

Selbstverständlich gibt es Alternativen, haufenweise; hier nur eine, die, mit anderen kombiniert, eine Überalternative ergäbe - im Hochwertblatt kein Wort über diesen Zusammenhang.

Noch etwas fällt auf: Schönschreiberei, selbstverständlich für die OZ, für die Sie bezahlen müssen:
Nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) könnte sich die Weltwirtschaft schneller von den Auswirkungen der Finanzkrise erholen als bislang vielfach erwartet.
Und das soll so funktionieren:
Für Deutschland erwarte der Währungsfonds für nächstes Jahr einen BIP-Anstieg von 0,3 Prozent ...
Dazu nur dies:

... Hat einer dieser Journalisten auch nur einmal gerechnet, wie lange ein Mini-Zuwachs innerhalb der statistischen Fehlerquelle von 0,3 % braucht, um aus dem tiefen Tal von minus 5,3 %, das der IWF für dieses Jahr erwartet, herauszuführen? Hier die leichte Antwort: fast 18 Jahre! ...

Hat auch nur einer dieser Journalisten zur Kenntnis genommen, daß gerade heute das Statistische Bundesamt einen Fall des Einzelhandelsumsatzes bei Nicht-Lebensmitteln von 3,5 % bekannt macht, und der Machinenbauverband für die deutsche Paradebranche Maschinenbau gestern einen Rückgang der Aufträge um 43 % gemeldet hat?

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