25. Februar 2012

Minischwätzer nicht befragt

Die OZ berichtete:
Schwerin wird Kaffee-Metropole: Nestlé baut Fabrik für Kapseln
Schweizer investieren 220 Millionen. 450 neue Jobs. Zwei Milliarden Kapseln pro Jahr. ...
Warum ausgerechnet im Armenhaus D.s?
Er räumte ein, dass neben der günstigen Lage zum Kaffee-Umschlagsplatz Hamburg auch die in Aussicht gestellte Förderung die Entscheidung für Schwerin beeinflusst habe. Laut Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) kann Nestlé damit rechnen, dass fast ein Viertel der Investitionssumme als staatlicher Zuschuss kommt. ...
Nicht zu vergessen die Billigarbeitskräfte aus dem Armenhaus D.s.
Fast ein Viertel als Zuschuss, also geschenktes Steuergeld, sind etwa 50 Millionen Euro. Jetzt wissen Sie, wofür die Regierung seit Jahren so ziemlich an allem spart. Da das Werk im Gewerbegebiet der Stadt gebaut werden soll, wird die Stadtverwaltung sicher keinen Höchstpreis für das Grundstück verlangen, sondern es der Landesregierung nachtun.

Dieses Geschwätz des Minipräsidenten Sellering (SPD) plapperte die OZ nach:
„Diese Investition hat auch eine positive Signalwirkung nach außen. Und sie stärkt weiter die Ernährungsgüterwirtschaft, die schon eine wichtige Bedeutung für uns hat“, sagte Sellering. ...
Häh? Stärkt Nahrungsgüterwirtschaft? Wird nun in M-V Kaffee angebaut?
Was wird noch benötigt, um Kaffeekapseln herzustellen und zu befüllen? Aluminium, beschichtet mit Kunststoff und Farbe. Die kommen aus dem Armenhaus?
Warum wird solch eine Minischwätzer nicht befragt, weil aus einer Presseerklärung kopiert wurde?

Kommentare:

  1. Anonym26.2.12

    Ich frage mich, warum solch stinkreiche Konzerne überhaupt eine große finanzielle Spritze bekommen! Dann werden Lohnsklaven vom AA dahin geschickt und dürfen sich dann für einen "hohen" Stundenlohn verdingen!

    Warum muss ich dabei gleich wieder an Nokia denken?

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  2. Anonym27.2.12

    Ich frage mich, warum Nestle, eine Firma, die haufenweise Dreck am Stecken hatte (Genschokoriegel, Duldung der Kinderarbeit in Afrika-Kakao, Rodung für Palmöl) als Unterstützung Steuergelder bekommt und warum sie sich in M/V niederlassen.

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