23. Februar 2012

lupe schöpft Hoffnung

Endlich haben die Lokalredaktionen Greifswald und Usedom ein Thema ausführlich bearbeitet, die schlimmen Zustände im Hotels und Gaststätten, die vor allem die Betreiber aber auch die Landespolitbonzen seit nunmehr 20 Jahren herbeigeführt haben, viele Betreiber durch gnadenlose Ausbeutung des Personals, die Politikbonzen wegen zwei Jahrzehnten währender, hemmungsloser, finanzieller Förderung des Massentourismus. Jetzt gibt es dafür die Quittung:
Berufsnachwuchs in der Gastronomie: Die Insel ist in Not
Natürlich ist die Insel nicht in Not, sondern Unternehmen des Touristikgewerbes.
Fachleute meiden Usedom: 1200 Jobs offen
Die Personalnot in Gastronomie und Hotellerie wird auf Usedom immer prekärer. Dehoga: „Haben den Qualitätstourismus verschlafen“. Fast ein Drittel weniger Besucher Anfang 2012. Kommen jetzt Fachkräfte aus Spanien? ...
„Es gibt einfach zu wenig Leute und zu viele Hotels“, sagt sie. Ein Inselproblem. Obwohl das Gehalt schon gestiegen sei, kämen keine neuen Fachkräfte. ... 
Wer nun erwartet, etwas darüber zu lesen, wie viel denn das Personal bisher verdiente und wie viel mehr denn nun gezahlt wird, oder gar einen Vergleich mit Verdiensten in anderen Ferienregionen lesen möchte, hat keine Ahnung von der Recherchefreudigkeit von OZ-Redakteuren.

(Da fällt mir nebenbei ein: Wie ist die OZ auf der Insel mit freien Mitarbeitern ausgestattet? Wie viel zahlt sie diesen Leuten? Ist es da aus ähnlichen Gründen wie im Touristikgewerbe: Fachleute meiden die OZ?)

Insgesamt las ich jedoch eine unerwartete, erfreuliche journalistische Leistung, die zu diesem Thema und vielen Gründen für das Dilemma ständig erweitert werden müsste. Darauf warte ich nun schon seit Jahren.

Kommentare:

  1. Edward23.2.12

    alle Achtung, mal ein kleines Lob.
    übrigens dürfte jeder Leser aus dem Kontext erschließen, dass mit "die Insel" die Gastronomie auf der Insel gemeint ist. (Schon mal was von Metaphern gehört? Studium vergessen?) Aber du hältst die Leser ja für Bunkerbewohner.

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    1. Ich halte nicht die Leser für Bunkerbewohner, sondern jene Leser, die keinen Internetzugang haben und vor allem jene, die lesen, dass es am Tag zuvor kalt, heiß, regnerisch ... war.

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  2. Manfred Peters24.2.12

    Sowohl in den ARD-Tagesthemen/im Nordmagazin als inzwischen auch in im internationalen YouTube kann man sehen, wo es hinführt, wenn die Angestellten des DEHOGA schlecht ausgebildet und bezahlt werden:
    Angela Merkel bekommt eine Bierdusche!

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