25. Januar 2012

Schleichende offene Fragen

Die Usedomer Redaktion vervielfältigte diesen Leserbrief, offenbar ohne dessen Inhalt wahrzunehmen (Hauptsache, die Spalten sind gefüllt):
Eine gelungene Veranstaltung
Ein Schlagzeile zum Gruseln, weil nur Lobhudelei kommen kann:
Zum Tag der offenen Tür in der Karlshagener Heinrich-Heine-Schule: Ein Hauch von „Grüner Woche“ war jetzt bei der Reisemesse und dem Tag der offenen Tür in der Karlshagener Heinrich-Heine-Schule zu verspüren. Lehrer und Schüler hatten zusammen mit Sophie Maus, Besitzerin des gleichnamigen Reisebüros (Das grenzt an Schleichwerbung.), ein Angebot erstellt, das neben Informationen über die in der Schule angebotenen Freizeitmöglichkeiten und über interessante Reiseziele auch viele internationale kulinarische Leckerbissen beinhaltete.
Die Idee, einheimischen Gewerbetreibenden ebenfalls dort die Möglichkeit einzuräumen, sich mit ihren Angeboten zu präsentieren, fand ebenso großen Anklang und wurde auch gut genutzt. ...
Der Rest ist ebenfalls Lobhudelei.

Was mich überraschte: Ist es völlig normal, dass Krämer ihre Waren in einer öffentlichen Einrichtung feilbieten dürfen? Ist dies das neue Verständnis von offener Tür? Sollen Tage der offenen Türen nicht eher zeigen, was es Neues gibt, was Schüler und Lehrer zu bieten haben?Aber seit wann ist Werbung in Schulen erlaubt? Was sagt die Kreisschulverwaltung dazu?

Kommentare:

  1. Manfred Peters25.1.12

    Da hätte ich noch einen zum Thema Lob ...:
    http://www.ostsee-zeitung.de/ozdigital/meinung/index_Meinung_33333031313435.phtml
    Die Meinungen zum Thema "Beamtentum" bringen auch überraschende Offenbarungen. ;-)

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    1. Das ist aber kein Eigenlob.
      Dennoch: Wie haben sie die Frau, die in 50 Jahren keinen Leserbrief schrieb, dazu gebracht, sich auch noch mit OZ in der Hand ablichten zu lassen und solch eine Lobhudelei zu schreiben?

      "Da ich auch an Preisausschreiben gerne teilnehme, habe ich schon Reisen, Kino-, Theater- und Fußballkarten gewonnen. Also, macht weiter so"

      Ich stelle mir vor, die OZ würde nur jeden 30. meiner Einträge als Leserbrief veröffentlichen (Korrekturspalte ist ausgeschlossen). Doch selbst das Veröffentlichen von Leserbriefen betreibt die OZ nicht ausgewogen, wie Sie, Herr Peters leidvoll (?) erfahren haben.

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    2. Manfred Peters26.1.12

      Mein Kommentar sollte sich auch auf die Lobhudelei beziehen, habe aber hinter Lob die Punkte falsch gesetzt. Da der Eigenlob-Leserbrief kostenpflichtig ist, ist anzunehmen, dass die OZ selbst mit Hand angelegt hat? Mein Leidensdruck durch die OZ ist/war begrenzt, denn die OZ widerspiegelt doch auch nur den Status quo der Gesellschaft und meint mit ihrer Strategie viele Leser zu erreichen. Da wären wir dann wieder bei Lieschen Müller, die in der OZ Margrit Naujoks heißt und eigentlich eine Rätselzeitung abonnieren sollte. ;-) .

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