16. November 2011

Beruf aufgeben

Eine Usedomer Redakteurin stellte heute diese Frage und beantwortete sie OZ-traditionell nicht:
Wieso, weshalb, warum?
Haben Sie sich mal gefragt, weshalb immer gerade soviel passiert, wie in die Zeitung passt? Ich finde das höchst bemerkenswert, habe jedoch bisher auch keine Erklärung dafür. ...
Wenn sie keine Erklärung dafür hat, sollte sie noch heute den Beruf aufgeben.
1. In der OZ steht nicht nur, was passiert, sondern auch, was nicht passierte und natürlich - auch OZ-Tradition - was passieren könnte oder auch nicht und stehen selbstverständlich haufenweise Rätsel.

2. Ansonsten erfährt die Redaktion nur, was auch die Leser erfahren sollen. Alles andere, das durchaus wichtig und für die Meinungsbildung der Leser bedeutend sein könnte, erfahren die Redaktionen und damit die Leser nur ausnahmsweise.

3. Nun unterscheidet sich die Arbeit in der Lokalredaktion von der in der Mantelredaktion gewaltig. Die Mantelredaktion wird mit Agenturmaterial bildlich überhäuft und wählt aus, was der Redaktion wichtig erscheint. In den Lokalredaktionen gibt es statt eines bildlichen Nachrichtenschwalls Nachrichten nur tröpfchenweise. Die Redakteure müssen also zusehen, wie sie die Seiten gefüllt bekommen. Dadurch landen auch Texte in der OZ, die nachrichtenarm oder -frei sind, oder die für die Mehrzahl der Leser nutzlos sind.

So einfach ist das.

Kommentare:

  1. Edward16.11.11

    Ich habe eine andere Erklärung, die allerdings sehr bedenklich ist:
    Öffentlichkeit findet heute wieder nur über die Zeitung (und, wer das nutzt, über Internetanwendungen) statt. Man braucht ja bloß in die Sitzungen der Gemeindevertretungen gehen.

    Was die Betrachtung (oder sollte das eine Glosse sein?) betrifft: ich verstehe übehaupt nicht, was die Kollegin mir sagen will. Aber das ist bei ihr ja nichts Neues. Angesichts des letzten Satzes "Sie sehen, Fragen allein macht auch nicht schlauer... " bin ich geneigt, deiner Forderung nach der Aufgabe des Berufes zuzustimmen.

    Und was deine Erklärung betrifft: Punkt 1 ist natürlich großer Kokolores, die beiden anderen Punkte würde ich wertfrei unterschreiben. Aber sie erklären doch nicht den Fakt, dass Öffentlichkeit nur noch über die Zeitung hergestellt wird. Höchstens, unter welchen Schwierigkeiten und Sachzwängen versucht wird, dieser Rolle gerecht zu werden.

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  2. Anonym16.11.11

    Es passiert gerade soviel, wie in die Zeitung passt? und bemerkenswert ist das, oha!
    Ein gut aufeinander abgestimmtes Team, könnte man annehmen.
    Es kommt immer nur so viel in die Zeitung, wie in die Zeitung kommen soll und wer bestimmt das?!

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  3. Anonym16.11.11

    Wieso, weshalb, warum komme ich mir von UHL nur so veruhlt vor.

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