16. März 2011

OZ verdient sich einen Helm

Mitunter sind Vergleiche aufschlussreich. Hier kündigte die Landesredaktion einen Artikel über ein Kreiswehrersatzamt an, den es ausführlich in der Dienstagsausgabe zu lesen gab:
Bundeswehr kämpft um neue Soldaten
Seit Beginn der Umstrukturierung der Bundeswehr Anfang des Jahres buhlt das einzige Kreiswehrersatzamt Mecklenburg-Vorpommerns um neue Soldaten. ...
Durch die Umstrukturierung sei die Arbeit ist anders geworden: Besuche in Schulen, Informationsstände bei Messen - die Armee bewirbt sich bei jungen Menschen. ...
Besuche in Schulen? Was haben die Kanonenfutterwerber dort zu suchen? Was läuft während solcher Besuche in den Schulen ab? Aus der OZ erfuhren Sie es auch am Dienstag nicht. In dem Artikel in der Druckausgabe fehlten die Besuche in Schulen.:
... Zwischen 1,47 und 2,06 Meter sollten die Freiwilligen groß sein. Über- oder Untergewicht stellen ein Problem dar. Bis zu 60 Jahre alte, aktive Reservisten hingegen nicht. ...
Seltsam, die Obergrenze (60-Jährige kämpfen für/verteidigen D. am Hindukusch?). Nicht genannt wurde, dass auch 17-Jährige als Freiwillige Dienst tun können. Blogleser wissen das über deutsche Kindersoldaten, OZ-Leser nicht.

Dass der Artikel versteckte Werbung für die Bundeswehr ist, merken Sie nicht nur an dem, was nicht in ihm zu lesen ist (Werbung in Schulen, Kindersoldaten), sondern auch hieran:

Zwischen zwölf und 23 Monate verpflichten sich die Freiwilligen für den Militärdienst. Der Wehrsold liegt zu Beginn bei 777 Euro. Dazu kommen Weihnachts- und Entlassungsgeld. Verpflegung und Unterkunft sind in der Kaserne frei. Ab dem 19. Dienstmonat zahlt die Bundeswehr 1242 Euro netto.
• Info:
www.bundeswehr-XXXX.de
OZ-Leser bezahlen für die verschärfte Kanonenfutterwerbung gleich zwei Mal, einmal mit dem Kauf der und als Steuerzahler, die die Bundeswehr und deren Werber (Was mögen das für Leute sein, solche Ich-mach-nur-meinen-Job-Leute? Kein OZ-Thema.) am Leben erhalten

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