2. Dezember 2010

Super Kaffeesatzleserei

Noch eine Zugabe zum Thema Kaffeesatzleserei. Treue Blogleser wissen, dass die Greifswalder Zeitung in diesem Jahr über das heimische Superunternehmen HanseYachts AG (Super, weil der Kurs seit dem Börsengang super abgestürzt ist.) nichts zu berichten hatte. Dieses Machwerk war reine PR, hat also mit Journalismus nichts zu tun, könnte aber glatt als kritischer Hochwertjournalismus nach Art des Hauses gewertet werden (So verschieden kann gewertet werden.).

Dabei gab es im Juni zwei Supermeldungen:

HanseYachts interessantes Investment

Sie haben Recht behalten. Es war interessant zuzusehen, wie die Aktie jenen, die daraufhin kauften, weitere Verluste bescherte.

Am 17. Juni dann eine direkte Kaufempfehlung:

HanseYachts kaufen

... Die Analysten von SES Research bekräftigen ihre Kaufempfehlung für die Aktie von HanseYachts auf Basis aktualisierter Modellannahmen. Das Kursziel werde von EUR 8,50 auf EUR 8,00 gesenkt. ...
Inzwischen ist der Kurs auf aktuell 5,20 Euro gesunken.
Noch einmal zur Erinnerung. Am 15. März 2007 wurde der Schlusskurs mit 34,00 Euro verzeichnet. Am 19. April 2007 hatte der Kurs seinen Höchststand mit 36,00 Euro. Von nun an gings super bergab, mit ein paar Zuckungen nach oben.

Am Tag der jüngsten Kaufempfehlung war eine Aktie 6,30 Euro wert. Der Verlust seitdem beträgt rund 17 Prozent. Super! Das Diagramm zeigt den Verlauf seit dem 17. Juni.
Wie interessant das Investment seit dem 15. März 2007 war, zeigt das zweite Diagramm. Es hat etwas von einer Sprungschanze.
Das soll nun nicht heißen, dass es mit dem Unternehmen und damit seiner Aktie nie wieder aufwärts gehen könnte. Ob die ersten Investoren (die vom März 2007) jemals ihr Geld durch Aktienverkauf zurückerhalten, ist äußerst fraglich. Ob Kurzzeitinvestoren nach der Empfehlung vom Juni mit dem Kauf  glücklich geworden sind?

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