18. Dezember 2010

Mit wichtigem Gesicht gequakt und nachgequakt

Die Schlagzeile in der OZ sind ja schon oft beschrieben worden. Heute im schrottigen Internetauftritt diese:
Analyse: Merkel spricht vom «Krieg»
Wer denkt sich so etwas aus? Sie hat das Wort Krieg ausgesprochen! Naund?
Im Agenturtext steht dazu:
Merkel vermeidet zu sagen, dass Deutschland sich im Krieg befinde. 
Das ist der entscheidende Punkt. Alles andere ist volksverblödendes Merkel-Geschwafel, von dem innerhalb weniger Tage allerhand über uns kam. Von einer Analyse ist weit und breit nichts zu lesen, außer in der Schlagzeile. Merkel will nicht analysieren, sondern vernebeln, und viele Medien vernebeln mit.

Als Westerwelle den geplanten Abzug aus Afghanistan bekanntgab, hätte auch dem letzten Leser klargemacht werden müssen,

dass dieser Krieg von Anfang an sinnlos war (Welcher war für wen sinnvoll, Kriegsgewinnler einmal ausgenommen?),
der nicht zu gewinnen war,
der vorn Beginn an verloren war,
dass die Truppen wie geprügelte Hunde abziehen werden (Da hilft auch keine Kriegsminister-Show.),
dass der sinnlose Krieg Dutzende Menschenleben auf deutscher Seite (und wie viele auf afghanischer Zivilistenseite?) zerstörte,
mit dem eine Regierung gestützt wird, von der US-Diplomaten behaupten, dass nur ein Minister nicht korrupt ist,
der wieviele an Geist und Körper verletzte Menschen erzeugte?,
der wie viele Familien zerrüttete?,
der Milliarden Euro kostete, sinnlos verbranntes Geld, außer für die Kriegsgewinnler
und der wen reich machte?

Und da kommt Merkel daher und quakt mit wichtigem Gesicht Kauderwelsch wie im Krieg und niemand fragt nach. Eine Schande des Journalismus!

Kommentare:

  1. Anonym18.12.10

    Alles wird genauso wie bei den Russen. Der Westen zieht mit eingezogenem Schwanz ab und die Taliban nehmen wieder das Zepter in die Hand. Und das alles nur weil die Amis nach 9/11 schnell etwas brauchten, an dem sie sich abreagieren konnten.

    An die Nummer mit Bin Ladens Terrorbasis in Afghanistan glaube ich genauso wie an die Massenvernichtungswaffen im Irak.

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  2. Anonym19.12.10

    Ein junger Mann, erst 21 Jahre jung, soll durch ein Unglück ums Leben gekommen sein.
    Das Unglück, also wie es passierte, beschreibt niemand so richtig.
    Warum passiert das?!
    Was Merkel und Guttenberg dort veranstalten interessiert mich nicht die Bohne.
    Aber warum gehen die jungen Männer dort hin?!
    Wenn ich die Nachrichten sehe, habe ich immer das Gefühl, die jungen Männer fühlen sich geehrt, weil die Kanzlerin oder der Blaublüter denen mal die Hand schüttelt.
    Sind sie alle blind?!
    Als ich kürzlich bei einem Gelöbnis war, weil mein Herr Sohn unbedingt seinen Grundwehrdienst mit der Waffe leisten muss (dafür würde ich ihm am Liebsten ordentlich den Hintern versohlen, vielleicht hätte ich das früher mal machen sollen), lagen auf Tischen Spendenaufrufe für die Kriegsopferfürsorge. Fettgedruckt las ich auf den Zetteln: Nie wieder Krieg!
    Da könnte mir der kalte Kaffee hochkommen, noch mehr, dass diese jungen Spunte und die Ouatscher am Mikrofon mir unterstellen, ich würde mit meiner Anwesenheit auch ihre Auslandseinsätze respektieren. Da haben die sich aber mächtig getäuscht.
    Bei jeder Gelegenheit mache ich meinem Sohn klar, dass mir das überhaupt nicht passt und das ich manchmal mein eigenes Kind nicht mehr erkenne und mich das sehr traurig macht. Auf die Frage: Könntest du einen Menschen mit deinem scheiss Gewehr töten, sagt er wenigstens: "ich weiss nicht."
    Die jungen Männer sind so jung und so naiv und wissen nicht, auf was sie sich einlassen, sie glauben an das Gute und merken nicht, dass sie nur für die Interessen der schmutzigen Gosskotzkonzerne missbraucht werden.
    Gehirnwäsche bekommen die jungen Männer dort auch verpasst.
    Den Film, der Krieg ist nicht oder geht nie zu Ende, wird ihnen gezeigt. Den habe ich mir angesehen.
    Kameradschaft wird in den heutigen Kasernenlöchern propagiert und auch in dem Film.
    Es ist zum Verzweifeln, erst wird der Krieg mit Worten wie Humanitärer Einsatz verschleiert, nun wagt die Kanzlerin von Zuständen "wie im Krieg" zu sprechen. Was will Deutschland dort?
    Sie reden von Stabilität in Afghanistan. Wollen die das überhaupt und wie sieht es in Deutschland aus?
    Was ist hier noch stabil?
    Wie geht es den Müttern, die dort ihre jungen Söhne für immer verloren haben, für nichts und wieder nichts?
    Wie geht es den Kindern, die ihre Väter niemals mehr wieder sehen und als Halbwaisen aufwachsen müssen?
    Die jungen Frauen, die ihre Männer für nichts für immer verloren haben?
    Auf dem Weg zur Kaserne traf ich andere, die Angehörige dort hatten.
    Eine junge Frau erzählte mir stolz, ihr Freund wird Berufssoldat.
    Ich wollte sie erst fragen: Hat er sich das auch richtig überlegt?
    Hab´ mir die Frage dann doch verkniffen.
    Ich verstehe es nicht.
    Man stelle sich mal vor, nicht ein einziger Mensch auf der ganzen Welt wäre bereit, den Dienst mit der Waffe zu leisten. Wäre das nicht schön? Das viele Geld könnte so viel Gutes tun.
    Nun gut, das ist nur ein Märchen und viel zu schön, um wahr zu werden, aber sehr schade und leider menschenunmöglich.

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