4. Januar 2008

Weil wir hier zu Hause sind: Genkartoffeln

Die Freilandversuche mit Genkartoffeln sind nicht sicher Vom Labor auf den Teller

Die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit lässt sich derzeit anschaulich auf einem Kartoffelacker in Mecklenburg-Vorpommern studieren. Der Anbau gentechnisch veränderter Feldfrüchte sei vollkommen sicher, versicherte der Chemiekonzern BASF und führte, um dies zu demonstrieren, mehrere Trockenübungen durch. An verschiedenen Standorten wurde mit einer rotschaligen Kartoffelsorte der Ernstfall simuliert. Das Ergebnis: Werden bei Anbau, Ernte und Abtransport alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten, gelangen ganz sicher keine der Stärkekartoffeln in die Lebensmittelkette. So versuchte der Ludwigshafener Konzern die Befürchtung zu zerstreuen, dass die bisher nicht für Lebens- und Futtermittel zugelassene Genkartoffel Amflora unkontrolliert und gesetzeswidrig auf dem Tisch des Verbrauchers landet. ... 

"Weil wir hier zu Hause sind", wie die OZ für sich wirbt, wüsste ich gern, ob das in der einstigen Heimatzeitung stand. Übrigens: Wer immer noch glaubt, die Behörden werden durch Genehmigungsverfahren und Kontrollen dafür Sorge tragen, dass alles seine Ordnung hat im Land, sollten spätestens jetzt stutzen, wenn er es nicht schon beim sog. Durchpeitschen des Genehmigungsverfahrens für das Steinkohelkraftwerk Lubmin gemerkt hat. Warum lügen Ringsdorff und Merkel ungeniert und kaum jemanden stört das? Klar und deutlich: Es kommt zuerst auf Maximalprofit an, dann evtl. auf die Gesundheit der Bürger. Gäbe es sonst Gammelfleisch? Wie viele Fälle wurden nie aufgedeckt? Gäbe es sonst zugelassene Medikamente, die wegen ihrer verheerenden Nebenwirkungen, die zur Hauptwirkung werden, nämlich wenn Menschen ihretwegen sterben müssen, vom Markt genommen werden mussten? Dazu passend: 

Pharmaindustrie: Fast drei Mal mehr Geld für Werbung als für Forschung  

Im Laufe der letzten zehn Jahre (1992-2002) haben die untersuchten Pharmafirmen 316 Mrd. $ für Marketing und Verwaltung ausgegeben, gegenüber 113 Mrd. $ für Forschung und Entwicklung, d.h. 2,8mal mehr. Quelle: attac

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