4. Januar 2011

Über nichts oder Kuders blühende Landschaften

Es geht los mit der Wahlwerbung in der Greifswalder Zeitung:
Kuder will Südvorpommern zum „Garten Berlins“ machen
Landrats-Kandidatin: Lange Grenze zu Polen und Nähe zur Hauptstadt sind enorme Chancen für neuen Großkreis. ...
Zum Beispiel im Hinterland-Tourismus: Sie sehe die Region als Garten der Bundeshauptstadt, sagte Kuder. „Man muss in Berlin mit dem Fahrrad losfahren können und auf Usedom herauskommen, ohne unterwegs auf einer Bundesstraße zu enden oder im Wald wegen fehlender Ausschilderung verloren zu gehen“, forderte sie. Dabei spiele auch das neue Thema Elektrofahrräder eine Rolle. Dafür müssten Tankstellen eingerichtet werden, auch eine Möglichkeit zum Geldverdienen. ... 
Dazu meint ein Leser:

... ist die Justizministerin schon zurückgetreten? Schön wärs ja!
Wenn die CDU weiterhin so den Landtagswahlkampf mit Hilfe der OZ betreibt, wird es wohl auch so kommen.
Diese Passage erinnert etwas an Stoibers "Transrapid-Rede" ...
Die Tunnel nach Usedom sind sicher schon in Planung und neben den Bundesstraßen ohne Ende werden Kuder-Radwanderwege die Wälder schmücken.

Das wäre doppelt schlimm. Das weiß, wer im Sommer öfter auf dem Radweg neben einer Bundesstraße fährt - Gestank und Krach. Da helfen dann auch keine Elektrofahrräder.

kaiderChef meinte:
Hier noch etwas Wahlgedöns:
„Ich glaube, dass ..."
„Man muss ..."
Dafür müssten ...
„Wir müssen ..."
„Da lässt sich mehr gemeinsam voranbringen“ ...
„Mein Wunsch ist es ... "
Seien Sie grundsätzlich misstrauisch, wenn Politiker das Verb müssen benutzen. Es besagt nämlich - nichts. Wo in dem Artikel steht: Ich werde ...?

4 Kommentare:

  1. Anonym4.1.11

    Die OZ verschleiert mal wieder die Herkunft des Artikels, der von einer Edelfeder der dpa stammt und gestern bereits im Nordkurier erschien.

    Der ambitionierte Radwanderer ist grundsätzlich ohne Elektro-Antrieb unterwegs. Die Reichweite der E-Bikes liegt max. zwischen 60 und 80 km. Die Ladedauer des Akkus beträgt 4 - 6 Stunden.

    Wer am nördlichsten Stadtrand Berlins startet, landet am Tag 1 irgendwo in der Region Prenzlau/Pasewalk. Mit etwas Glück schafft er es am Tag 2 in die Region Anklam um an Tag 3 irgendwo auf Usedom anzukommen.

    Wieviele Radtouristen werden diese Tour auf sich nehmen? Wo werden Sie übernachten? Verfügen Pensionen, Hotels und Zeltplätze über keine Stromanschlüsse? Braucht es wirklich Elektro-Tankstellen?

    Wen beliefern eigentlich die brandenburger Landwirte?

    Mag dieser Kelch an den Südvorpommern vorbeigehen!

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  2. Manfred Peters4.1.11

    Der Beitrag ist nicht nur in der Greifswalder Ausgabe, sondern auch im Mantel (gekürzt)und in der Wolgaster Ausgabe erschienen. Ein satirischer LB von mir dazu ist wohl der Zensur anheimgefallen. Die Online-Redaktion versteht eben keinen Spaß.;-)

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  3. Aberaber, Herr Peters, Zensur in der OZ?
    Also her mit dem Leserbrief?

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  4. Der Leserbrief ist heute in der Greifswalder OZ erschienen.

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