10. Februar 2011

Manning - von der Welt nicht vergessen

Eine Leserin schrieb diesen Leserbrief:
Ein junger Enthüller — von der Welt vergessen
Zur Enthüllungsplattform Wikileaks: Natürlich sollen es alle wissen, was wir eigentlich nicht erfahren durften; und selbstverständlich ist der Friedensnobelpreis für Wikileaks gerecht (gegen Obama seinen Friedensnobelpreis). Nur der junge Mann Bradley Manning, der es erst möglich machte, dass die Welt die Grausamkeiten der hässlichen Kriege sieht, sitzt im Gefängnis. Er scheint von der Welt, von den Medien vergessen zu sein.
G. Bieck, Greifswald
Es scheint so; er ist aber von der Welt nicht vergessen.

Dass die 08/15-Medien nichts mehr berichten, entspricht deren innerer Logik. Sie würden sofort berichten, nähme er sich z.B. das Leben.
Doch anderswo, im bösenbösen Internet, ist der Mann keineswegs vergessen, was die Frage aufkommen lässt, wozu Medien wie die OZ taugen, außer um damit Geld zu verdienen. Hier wurde an Manning erinnert oder hier mit etlichen Links, z.B. auf eine Unterstützerseite oder hier, oder hier ...

4 Kommentare:

  1. Anonym10.2.11

    http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/manning101.html

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  2. Anonym11.2.11

    Von dem Leserbrief fehlt aber ein Stück, aber egal.
    Ich hatte vorher schon einmal einen geschrieben.
    Der eigentliche Held von Wikileaks ist der Loser, gelesen bei heise.de und hatte daraus einen kurzen Abschnitt zitiert.
    Ein weiterer kleiner Auszug: "Derjenige, der den medialen Durchbruch für Wikileaks und seine Satteliten, allen voran die New York Times, der Guardian und der Spiegel, geleistet und gewagt hat, wird hingegen wie ein Aschenputtel gehandelt. Noch ist Assange der Sieger, ..... an den man sich anhängen kann, gerade weil es auch dunkle Seiten gibt, möglicherweise auch der Märtyrer, den Loser lässt man dann doch eher links liegen."
    Das ist schon sehr traurig für den noch so jungen Mann, lebensgefährlich die bestialische Seite der USA zu zeigen, wo sie doch seit Jahren Weltpolizist spielen und sich herausnehmen, der ganzen Welt zeigen zu müssen, wie Demokratie auszusehen hat, die sie selbst nicht im geringsten vorleben.

    Mir stellt sich mehr die Frage, wenn Menschen von diesen Grausamkeiten wissen und das wissen viele, wie sie es dann aushalten, es geheim zu halten.
    Das kann mit "Menschsein" nichts mehr zu tun haben.

    G. Bieck

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  3. Anonym11.2.11

    Das hat mit "Menschsein" nichts mehr zu "tun", meinte ich natürlich.

    G. Bieck

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  4. Ich weise auch wie Anonym auf den Panorama-Beitrag über Manning hin, der sehr schön belegt, was die OZ nicht kann. Dafür verbreitete die OZ natürlich, dass sich Wikileaks-Assange ein Mal in Frauenkleidern mit jemandem getroffen haben soll.
    In dem Vergleich zeigt sich das Niveau der OZ und auch vieler anderer Medien.

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