27. November 2008

Leser erkennt flachen Journalismus

Die OZ sollte über jeden Leserbriefschreiber froh sein. Ob sie es ist, weiß ich nicht.
Ob dieser Leserbrief in der OZ veröffentlicht wird, weiß ich auch nicht. Vorsorglich steht er hier. Es geht um diesen Artikel:
Schuften bis harter Frost kommt
Volles Arbeitspensum in der Waldschneise der Lubminer Heide. Hier werden zurzeit zwei Vorhaben realisiert: Gleistrasse und Lärmschutzwall.
Hier der Leserbrief:

„Flacher Journalismus“

Der Bericht von Steffan Brümmer zeugt von journalistischer Flachheit. Brümmer hätte folgende Fragen stellen können:
Welcher Gutachter hat ausgerechnet, dass ein am Fuß 18 Meter breiter und zwei Meter hoher „Lärmschutzwall“ mehr Lärm schluckt, als ein 40jähriger Kiefernwald, der dafür abgeholzt wurde?
Warum wurde das Gleis zum Maschinenhaus abgerissen?
Von dort wäre die Anbindung des Hafens mit 300 m Gleis erreichbar gewesen.Warum muss eine neue Straße zum Hafen gebaut werden, obwohl die Straßenanbindung über das EWN-Gelände vorhanden war?

Ein guter Journalist hätte herausfinden können, sofern er nur dazu gewillt wäre, seine Leser ordentlich zu informieren: 19 Hektar Wald wurden gefällt, um Platz zu machen für ein nicht genehmigtes und voraussichtlich auch nicht genehmigungsfähiges Vorhaben. Und wer bezahlt das? Der Steuerzahler. Wer wird zur Rechenschaft gezogen? Keiner.

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