8. März 2006

Aufklärung ist wichtig

Die Mantelredaktion berichtete:
Rente unter Erwartungen
Unter wessen Erwartungen, fragte ich mich.
Die Lohnentwicklung bis 2009 liegt – ebenso wie die Altersbezüge – etwa 22 Prozent unter den Prognosen von 1995. ... 2009, so meinte Blüm damals, werde die Standardrente bei 2954,25 Mark liegen
(1511 Euro). Müntefering hat jetzt nachgerechnet und kommt für das Jahr 2009 auf nur noch 1180 Euro im Monat, rund 330 Euro weniger. Das Gesetz zwingt die Regierenden, dem Parlament jedes Jahr im Rentenversicherungsbericht Rechenschaft abzulegen und die Entwicklung der Altersbezüge, der Beiträge und der Rücklagen für die kommenden 15 Jahre aufzuzeigen. Doch sind sich Rentenexperten einig, dass diese Langfristprognosen mit großer Vorsicht zu betrachten sind. Zu viel kann dazwischen kommen. ...
Immer weniger sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse und daraus sich ergebende alljährliche Änderungen des Rentengesetzes lassen jede Vorausschau als albern erscheinen. (Übrigens ist der Schwund der Arbeitsverhältnisse, die sozialversicherungspflichtig sind, nicht durch die höhere Lebenserwartung der Deutschen zu erklären.) Jedoch kostet die Albernheit Steuergeld.
Wenn die Regierung an ein sinnloses Gesetz gebunden ist, das vorschreibt, jedes Jahr zu veröffentlichen, was ein Jahr später nicht mehr stimmt, müssen es die Medien nicht gesetzmäßig an ihre Kunden weitergeben.
Stattdessen sollte mit Hintergrundberichten aufgeklärt werden,
zum Beispiel mit diesen Feststellungen.

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