26. April 2012

Wo Kontrolle, auch mediale, angebracht ist

Ich habe schon oft darauf hingewiesen, wo Alg 2-Betrüger zu finden sind. Ich meine heute nicht die Politbonzen und das Bundesstimmvieh fast aller Parteien, die das noch heute verfassungswidrige Hartz 4-Gesetz verabschiedeten und damit Millionen Berechtigte um haufenweise Geld betrogen und weiterhin betrügen. Ich meine heute jene, die seit mehr als sieben Jahren in den Alg 2-Verwaltungsstuben massenhaft falsche Bescheide ausstellen. Und ich meine heute jene, die sich an Alg 2 bereichern.

Die OZ wie die meisten Massenblättchen verzichten seit sieben Jahren darauf, über diesen Dauerskandal zu berichten. Dazu eine gute Hintergrundgeschichte auf telepolis:
Transferleistungsbetrug: Mehr Kontrolle bei ALG II-Empfängern dringend notwendig
Ein Beispiel aus dem Hochtaunuskreis zeigt, wie wichtig es ist, bei den Leistungen für ALG-II-Empfänger genauer hinzuschauen.

Erinnert sich noch jemand an Florida-Rolf? An Henrico, den Unrasierten, der trotz des Beckschen Motivationskurses erst spät bei einem Musiksender eine Arbeit bekam? Die Beiden wurden zum Synonym für das, was bei ALG II schiefläuft - schmarotzende Leute, die zeigten, dass die Kontrolle bei ALG II-Empfängern völlig versagt, dass die Leistungsträger für solche Leistungsschmarotzer oder besser Parasiten, wie es Wolfgang Clement formuliert, tief in die Taschen greifen müssen. Die Lösung für solcherlei Probleme war auch klar: die ALG II-Empfänger müssen stärker kontrolliert werden, dem Sozialbetrug muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden, da darf man keine Denkverbote haben und und und.
Interessant ist, dass medial und auch politisch die Einzelfälle in diesen Fälle dafür taugten, politische Veränderungen zu verlangen, während in sonstigen Fällen, egal ob beim Thema Ausnutzung von Leiharbeitsregelungen, unverhältnismäßige Gewalt durch Polizeibeamte... die Einzelfälle eben die tragischen Einzelfälle blieben, die höchstens noch durch Selbstregulierungen bedürfen. ...

Kommentare:

  1. Anonym27.4.12

    http://www.berlin.de/aktuelles/berlin/2484680-958092-sozialgericht-hartzivsatz-verfassungswid.html

    Das der Alg. II - Satz immer noch verfassungswidrig und zu niedrig ist, das konnte man in der "unabhängigen" Ostsee-Zeitung bisher nicht lesen!

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  2. Anonym27.4.12

    nein, da steht nur was drin über rauschende Ballnächte im Palast, schönes Wetter läßt die Umsätze in kosmische Höhen steigen und ähnlicher volksverblödender Unfug.
    Ich habe mir mal ein kleines Experiment genehmigt und den Telepolis-Artikel als Link an die BLÖD geschickt. Mal sehen, ob die was damit anfangen können. Vielleicht outen die sich auch als Analphabeten oder wissen nicht, wie man den Link betätigt. Vielleicht sollte ich diesen Artikel auch an die OZ schicken... Soll ich oder nicht? Keine Antwort wäre dann auch eine Antwort - in beiden Fällen. Aber vielleicht kann auch die OZ damit nichts anfangen, weil die Erkenntnis daraus den geistig engen Horizont der OZ sprengen könnte.

    Ich suche händeringend Leute, die diesen Volksverhetzern und Unsinnschreibern das nutzlose Wörtchen "Demokratie" buchstabieren. Und vielleicht nebenbei auch einen Kurs in Sachen GG gönnen, welches Volksverhetzung unter Strafe stellt. Auf jeden Fall bin ich mit dabei, wenn die BLÖD ihren Geburtstag mit einer Gratis-Stürmer feiern will. Der Aufkleber für den Briefkasten liegt schon parat:

    http://www.campact.de/bild/ml1/mailer

    Ich will dieses Käseblatt nicht....

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  3. Anonym28.4.12

    Die Lösung der Alg. II Kindergeldfrage.


    Www.rationalgalerie.de/pdf/pdf.php?rubrik=start&id=583

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