3. April 2012

Widerstand? War da was?

Die Usedom-Redaktion teilt mit, dass bei Pudagla wieder nach Erdöl gebohrt wird:
In Pudagla geht Suche nach „schwarzem Gold“ weiter
Auf Usedom dreht sich wieder der Bohrer: Zunächst fahndet die Firma CEP in Pudagla, dann ab Juni in Lütow nach Erdöl. ...
Eine wesentlich bessere Zusamenfassung erhalten Sie vom NDR:
Widerstand gegen Erdöl-Bohrungen vor Usedom
Nach sechsmonatiger Pause ist am Montag die Suche nach Erdöl auf der Insel Usedom fortgesetzt worden. Zunächst in Pudagla, dann ab Juni in Lütow. Doch die Suche des deutsch-kanadischen Unternehmens CEP nach dem "schwarzen Gold" ist umstritten. ...
Achja? In dem OZ-Artikel stand davon nichts.

Übrigens: Niemand hat bisher berichtet, wie denn die Erdölförderung bewerkstelligt werden soll. Ich befürchte, in aller Stille werden bereits Tatsachen geschaffen.

Kommentare:

  1. Kulbrod3.4.12

    NABU und WWF kritisieren Erkundungsbohrungen unter der Ostsee. Sie befürchten Beeinträchtigungen der Schweinswale. Diese Verbände kümmern sich um die Erhaltung der Natur. Die Schweinswale können sich nicht selber wehren.
    Welche schädlichen Auswirkungen die beabsichtigten Bohrmethoden (Fracking) auf uns Menschen haben können, ist bekannt aus Haverien in Kanada, USA und Niedersachsen.
    Das Bergamt erteilt Genehmigungen, ohne dass CEP offenlegen muss, welche Chemikalien dabei mit sehr hohem Druck in das Erdreich gepresst werden, um den letzten Tropfen Öl auszuzutschen. Es soll sich um einen Cocktail aus bis zu 200 verschiedenen, größtenteils giftigen Chemikalien handeln. Havarien und irreversible Grundwasserverseuchung sind nicht ausgeschlossen. Dass die Firma CEP die Technologie nicht beherrscht, hat sie doch schon bei der begonnenen Probebohrung in Pudagla bewiesen. Jetzt steckt dort für immer ein 72 Meter langes Rohr in einer Tiefe von 2350 Metern.
    Auf die Naturschutzverbände können wir nicht hoffen, die vertreten nur Pflanzen und Tiere. Wir Menschen können uns ja selbst verteidigen und das sollten wir auch gemeinsam tun.

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    1. Edward4.4.12

      wieder mal ein Sammelsurium von Halbwahrheiten, die mit handfesten Unwahrheiten verknüpft sind. Wenn nicht die sympathische Schlussfolgerung wäre, ...
      Übrigens zu Fracking ist die Front nicht mehr ganz so homogen (ich habe dennoch ein Unbehagen bei der Vorstellung.) Aber auf jeden Fall wird mit Fracking nicht Erdöl gefördert, sondern Erdgas.

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    2. Kulbrod5.4.12

      Beides!

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    3. Manfred Peters5.4.12

      @ Edward

      Fracking: „... Ziel ist es, die Gas- und Flüssigkeitsdurchlässigkeit in der Gesteinschicht so zu erhöhen, dass ein wirtschaftlicher Abbau von Bodenschätzen (z. B. Erdgas und Erdöl) ermöglicht wird. ...“ 
      Wenn ich den von Dir zitierten Spiegel-Beitrag richtig lese, komme ich zu einem anderen Schluss.
      Beispiele:
      1. „Gehe bei der Bohrung aber alles glatt, bestehe für das Trinkwasser wahrscheinlich keine Gefahr,...“
      - Golf von Mexiko, Nordsee,....!!!
      2. „Die Studie aus Texas scheint diese Argumentation zu stärken. ...“ - wieder alles nur wahrscheinlich!
      3. „... dass noch viele Fragen unbeantwortet seien - etwa die nach den Langzeitfolgen des Frackings.“
      4.
      5.
      ... lest selber weiter!

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    4. Edward5.4.12

      die Gegner mutmaßen aber genauso. "könnte, könnte, könnte, also sein lassen." Wo wären wir heute, wenn die Leute früher auch so gedacht hätten. Ich bin übrigens kein Befürworter des Fracking, aber gegen eine Vorverurteilung wie es heute so üblich ist, wenn einem etwas nicht geheuer vorkommt.

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    5. Kulbrod5.4.12

      Hallo Edward, Du wirfst mir "wieder einmal" ein Sammelsurium von Halbwahrheiten, die mit handfesten Unwahrheiten verknüpft sind, vor. Ich möchte von Dir gern lernen. Schreib doch mal, welche Halbwahrheiten und welche handfesten Unwahrheiten ich geschrieben habe.

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  2. Manfred Peters3.4.12

    In der SVZ wird die „OZ-Geheime Autorin" des Beitrages genannt:
    „Von: Martina Rathke, dpa!"
    Auch wird dort nicht mit kriminaler Aufklärungsarbeit wie Spürhunde, DNA-Analyse, Fingerabdrücken, Telefonüberwachung, ... „gefahndet“, sondern es heißt ganz profan:
    Erdölsuche auf Usedom geht weiter
    Mit dem reißerischen Aufmacher,  „Zunächst fahndet die Firma ...“ , hat die OZ sicher das geistige Eigentum am Beitrag erworben???

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    1. Das geistige Eigentum hatte sich die OZ bereits durch Zahlung eines Honorars angeeignet.

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    2. Anonym6.4.12

      Manfred, ist ist wirklich schön, dass Du jetzt schon ganz viele HTML Befehle gelernt hast. Bitte verwende nicht alle auf ein Mal. Deine innovative Kommentarformatierung macht Deine Beiträge nicht besser lesbar. Das Gegenteil ist der Fall.

      M

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  3. Anonym4.4.12

    Das sogenannte "Fracking" ist für Mensch und Umwelt übel, aber Mensch und Umwelt interessiert die Politik nicht, denn Gewinnsucht ist das Maß aller Dinge!

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