23. März 2012

Wer mit Sicherheit Nutznießer sein wird

Aus dem chicen Hauptstadtbüro kam dieser Kommentar:
Bundestag zu Organspende
Geschenktes Leben
Wenn es um Fragen des Lebens geht, dann rafft sich der sonst ziemlich in Fraktionsgrenzen erstarrte Deutsche Bundestag immer mal wieder zu Sternstunden auf ... Die Abgeordneten haben eine Neuregelung zur Organspende auf den Weg gebracht, die helfen kann, mehr Leben zu retten. ...
Es besteht die Möglichkeit. Auf das kann kommt es an, denn es ist keineswegs sicher, dass die Regelung etwas bewirkt (Fragen Sie doch einfach mal, wie tot ein Toter sein darf, damit ihm Organe entnommen werden können.).
Sicher ist jedoch, dass den Postdiensten geholfen wird, die alle zwei Jahre wieder Dutzende Millionen Briefe zu befördern haben werden.

Kommentare:

  1. Anonym23.3.12

    Genau, wie tot darf ein Toter sein, damit seine Innereien verwendbar sind.

    *Hirntote sind in Wirklichkeit sterbende Menschen, denn der menschliche Körper stirbt langsam und Schritt für Schritt*
    (www.theologe.de)

    Es wurde ein Mann ewig lang bestrahlt-gegen Krebs-er hatte aber keinen Krebs-die Ärzte wussten das-lief in einer Sendung bei Plasberg.

    Woher weiss ich, dass mich kein Arzt für jemand anderes sterben lässt, obwohl ich noch leben könnte?
    Mediziner machen mit die krummsten und tödlichsten Sachen.

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    1. "Mediziner machen ..."
      Wie viele? Wo sind Beweise, das sie töten? Vorsicht vor solchen Vorwürfen per Kammmschererei.
      Mir ging es allein darum zu zeigen, wie oberflächlich die OZ zu solche einem Thema berichtete. Es ging nicht um die Ärzteschaft.

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    2. Anonym24.3.12

      In Indien. Zu lesen unter Coordination gegen BAYER-Gefahren-die Pharmastudien, von denen viele Inder nicht wissen, dass sie überhaupt an einer Studie teilnehmen. Das meinte ich damit.

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    3. Der Eintrag bezog sich jedoch auf die Organspende in D.

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    4. Anonym25.3.12

      "Nach christlichem Verständnis ist das Leben und damit der Leib ein Geschenk des Schöpfers, über das der Mensch nicht nach Belieben verfügen kann, das er aber nach sorgfältiger Gewissensprüfung aus Liebe zum Nächsten einsetzen darf."
      "Wer für den Fall des eigenen Todes die Einwilligung zur Entnahme von Organen gibt, handelt ethisch verantwortlich, denn dadurch kann anderen Menschen geholfen werden, deren Leben aufs Höchste belastet oder gefährdet ist. Angehörige, die die Einwilligung zur Organtransplantation geben, machen sich nicht eines Mangels an Pietät gegenüber den Verstorbenen schuldig. Sie handeln ethisch verantwortlich, weil sie ungeachtet des von ihnen empfundenen Schmerzes im Sinne des Verstorbenen entscheiden, anderen Menschen beizustehen und durch Organspende Leben zu retten."
      "Nicht an der Unversehrtheit des Leichnams hängt die Erwartung der Auferstehung der Toten und des ewigen Lebens, sondern der Glaube vertraut darauf, dass der gnädige Gott aus dem Tod zum Leben auferweckt."
      "Aus christlicher Sicht ist die Bereitschaft zur Organspende nach dem Tod ein Zeichen der Nächstenliebe und Solidarisierung mit Kranken und Behinderten."

      Die katholische Deutsche Bischofskonferenz /
      der Rat der Evangelischen Kirche

      M

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  2. Anonym24.3.12

    Ich habe die Befürchtung, dass mich ein Arzt absichtlich sterben lassen würde, um an meine Innereien zu kommen, weil es auch b ö s e Ärtze gibt, daher das Beispiel Indien mit den b ö s e n Weisskitteln.

    Organhandel ist doch auch ein Begriff nicht wahr.

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    1. Anonym25.3.12

      erst informieren, dann denken, danach schreiben... ;)

      Mir ist unverständlich wie eine angeblich aufgeklärte Gesellschaft im Jahr 2012 so sensibel auf ein lebensrettendes Thema reagieren kann. Der Mensch hat der Natur ja die Frage nach leben oder nicht leben weitgehend abgenommen. Da werden Babys weit vor der Geburt untersucht, sogar operiert. Wir bringen Kinder zur Welt, von denen wir wissen, dass sie allein nicht lebensfähig sind und nennen es medizinischen Fortschritt.

      Aber wenn es darum geht, durch Nutzen von natürlichen Ressourcen Leben zu retten, bzw. zu verlängern regieren Desinformation, Panikmache und Propaganda.

      "Den Tod müssen zwei erfahrene Ärztinnen oder Ärzte nach dem Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft und unabhängig voneinander feststellen und das Ergebnis ihrer Untersuchungen schriftlich dokumentieren. "

      Ist es Egoismus oder die Angst vor dem Tabuthema Tod. Für mich stellt sich sich diese Frage nicht. Mir ist es lieber das Leben einiger Menschen wieder angenehmer zu machen als fremd beatmet im sterilen Krankenhauszimmer zu liegen. Ich verzichte auf maschinelle Unterstützung meiner Körperfunktionen. Das ist für mich kein Leben. Aber ich sage ja zum Leben. Deswegen unterstütze ich eine Organspende. Angst davor, lebendig ausgeschlachtet zu werden habe ich nicht. Weil ich weiß, dass in der Praxis alles unternommen wird um ein Menschenleben zu retten. Nach einem Unfall z.B. wird das Unfallopfer in die Notaufnahme gebracht um dort alle notwendigen Maßnahmen einzuleiten. Erst wenn das erfolglos, und der Tod festgestellt ist wird die Organspendezentrale informiert und ein passender Patient von der Warteliste wird ermittelt. Die Prozess der Organtransplantation beginnt also erst nach dem Ableben eines Menschen. An diesem Punkt spielt es also keine Rolle mehr ob man die Organspendezentrale oder das Bestattungsinstitut informiert.

      Leider ist die Angst vieler Menschen vor dem Thema Organspende größer als ihr Verstand. Diesem Unwissen durch gezielte Aufklärung entgegenzuwirken ist eine salomonische Lösung der Diskussion. Mit Sicherheit wird sich die Zahl der Organspender in den nächsten Jahren erhöhen. Es werden nicht die älteren Menschen sein, die ihre Vorurteile in Wissen umwandeln und sich umentscheiden. Die Zukunft der Organspende liegt in den jungen Menschen die zukünftig völlig wertfrei über das Thema Organspende informiert werden um eine eigene Entscheidung zu treffen.

      M

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    2. "Diesem Unwissen durch gezielte Aufklärung entgegenzuwirken ist eine salomonische Lösung der Diskussion."

      ... doch nicht etwa in der OZ? Ich erinnere an die Aufklärungsarbeit des Blättchens in Sachen Schweinegrippe oder über eine Fehlinformation in Sachen Einführung der Impfpflicht.

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