3. März 2012

Kellnern? Kann jeder

Ob sich der Usedomer Lokalchef an Frauentagsfeiern in der frühen DDR erinnerte, als er dies leserbegrüßend von sich gab?
Sechs Kellner gesucht
... Am 11. März wird gewählt, da kommt den sechs Kandidaten um die Position des obersten Ratsherren jede Gelegenheit recht, um Sympathiepunkte zu sammeln ... Hier dazu noch ein besonders günstiges Angebot, die Herzen der Damen zu erobern: Die Ahlbecker Ortsgruppe der Volkssolidarität feiert am 9. März in der „Meereswelle“ Frauentag. Beim Kaffeetrinken und Abendbrot kann die holde Weiblichkeit sicher eine aufmerksame Bedienung gut gebrauchen. Wie wäre es also, meine Herren, mit einem Gastspiel als Kellner?
In einer Region, die vom Tourismus lebt, eine gute Gelegenheit zu zeigen, dass man auch servieren kann.
...
Der Lokalchef zeigt, dass er jedem zutraut zu kellnern. Dabei ist eine dreijährige Ausbildung vonnöten, um den Beruf des Restaurantfachmanns qualifiziert ausüben zu können.
Kellner haben höher qualifizierte Tätigkeiten auszuführen als nur zu servieren und müssten besser bezahlt werden als z.B. angelernte Servierkräfte. Doch das ist wieder so ein Thema, dass der OZ nicht liegt (um es sehr freundlich auszudrücken), kein Wunder, wenn der Lokalchef meint, kellnern könne jeder, womit er zugleich den Ruf aller Restaurantfachleute schädigt.

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