2. März 2012

"EU-Lebensmittelsicherheit: Lobbyisten sitzen mit am Tisch"

Pressemitteilungen von Organisationen wie attac oder LobbyControl gelangen selten in Medien wie die OZ. Kostenloses und ebenso belangloses Gequake über abgängige und zukünftige Grüßauguste der Nation hat es dagegen leicht, vervielfältigt und verkauft zu werden.
Deshalb werden Meldungen wie diese im bösenbösen Internet verbreitet:
EU-Lebensmittelsicherheit: Die Lobbyisten sitzen mit am Tisch
In den letzten Jahren haben wir öfter über Interessenkonflikte bei Experten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und enge Verbindungen zur Industrie berichtet (siehe Links unten). Passend zum 10. Geburtstag der EFSA haben unsere Kollegen vom Corporate Europe Observatory nun gemeinsam mit Earth Open Source eine umfassende Studie veröffentlicht. Darin weisen Sie nach, dass trotz neuer Regeln zur wissenschaftlichen Unabhängigkeit solcher Gremien, der Einfluss der Lebensmittelindustrie sehr groß ist und somit weiterhin ein großer Handlungsbedarf besteht.
Die Studie zeigt vor allem zwei Dinge: Erstens stützt die EFSA ihre wissenschaftliche Expertise oft auf Industriedaten und zweitens sind Experten der EFSA immer wieder zugleich für Lobbyorganisationen der Lebensmittelindustrie, insbesondere für das International Life Sciences Institute (ILSI) tätig. Die EU-Kommission und die EFSA behaupten, es sei unrealistisch, nur mit industrieunabhängigen Experten zu arbeiten. Sicherlich könnte daran etwas geändert werden, wenn EFSA-Experten für ihre Arbeit bezahlt werden würden, d.h. wenn die EFSA mehr Geld für ihre Aufgabe als unabhängige Kontrollinstanz bekommen würde.

Chancen für Veränderung gibt es in diesem Jahr einige  ...

Kommentare:

  1. Anonym2.3.12

    Na dann einen auf die Gesundheit!

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  2. Anonym3.3.12

    In welchem Bereich sitzen Lobbyisten nicht mit am Tisch?

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