25. Februar 2012

Haufenweise offenen Fragen

Mit oberflächlichem Häppchenjournalismus, zusammengebastelt aus Agenturmaterial, braucht natürlich niemand den Dingen bildlich auf den Grund zu gehen, auch hier nicht, in dem Bericht über die deutschen, feigen Flüchtlinge aus Talokan (was die Moral der Freiheitskämpfer am Hindukusch zeigt):
Koran-Verbrennung: Bundeswehr zieht aus Stützpunkt ab
Wegen der gewaltsamen Proteste in Afghanistan hat sich die Bundeswehr vorzeitig komplett aus ihrem Stützpunkt Talokan zurückgezogen — gegen den Willen der Provinzregierung. Der Gouverneur Abdul Dschabar Takwa sagte, dass die Soldaten ohne Vorwarnung nach Kundus abgezogen seien. „Wir wissen nicht, was wir tun sollen.“ ...
Seit elf Jahren hat die regierungsergebene OZ kaum eine Frage beantwortet/beantworten lassen, auf die viele deutsche Bürger und deshalb wohl auch etliche OZ-Leser Antworten fürs Geld erhalten müssten, statt Nachrichten, die sie überall kostenlos erhalten können.

Der Feynsinnige hat viele dieser seit Jahren unbeantworteten Fragen gestellt:
So, nun sind unsere Brunnenbohrer und Menschenfreunde also auf dem Heimweg. Noch eben ein paar Ausgaben des Koran verbrennen und die ‘Freunde’ aus dem Lager der Korrumpierten mit dem dümmsten Gesicht in der Wüste stehen lassen. Auf die Gräber gepinkelt ist auch schon, auf die Leichen gar, dann ist der Job wohl getan. Mission Accomplished. Man ist zwar linksextrem, wenn man sich dazu noch Fragen erlaubt, aber das macht den Braten auch nicht mehr fett:
Was genau hatten wir jetzt in Afghanistan zu suchen? Wem galt unsere “uneingeschränkte Solidarität” aus welchen Gründen? Hat diese Grenzen? Wurden diese erreicht? Und wenn nicht, was muss eine Regierung befehligen, was muss eine Militärmaschinerie Menschen antun, damit wir eine “Solidarität” aufkündigen? Und was bedeutet es, wenn wir es nicht tun? Sind wir dann nicht auch “solidarisch” mit dem, was sie konkret tun? Zum Beispiel mit Verschleppungen, Folter, Mord, Rechtlosigkeit? ...
Lesen Sie ruhig alle Fragen durch; es sind viele. Wählen sie die für Sie wichtigsten Fragen aus und wenden Sie sich um Antwort aus dem chicen Hauptstadtbüro an die OZ-Chefredaktion. Geben Sie sich nicht mit Häppchen zufrieden, verlangen Sie für Ihr Geld mehr, denn die nächste Abo-Preiserhöhung kommt bestimmt.

Kommentare:

  1. Anonym25.2.12

    Das ist wohl wahr. Diese Fragen beschäftigen mich seit dem Einsatz.

    Warum verbrennen die Amerikaner Ausgaben des Korans? Wissen sie nicht, wie die Menschen dieser Region das zu Recht werten?
    Oder verbrennen sie diese Bücher bewusst mit dem Wissen, wie die Menschen dort reagieren?

    Ist noch nicht der richtige Grund, den Iran anzugreifen gefunden?

    Ob wir in nächster Zeit bald erneut von Anschlägen hören?

    Wenn ja, ob wir dann lesen: Das waren Iraner?

    Dass die Amis auf Tote pinkeln und nicht nur von diesen Schweinereien ist zu lesen, scheint auch die westliche Mainstreampresse wenig zu stören und Spitzenpolitiker stört es anscheinend schon gar nicht.

    G. Bieck

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    1. Anonym26.2.12

      Libertad meint:
      Warum verbrennen die Amerikaner Ausgaben des Korans?
      Was antwortete Oberbilderberger Kissinger in einer Fernsehsendung, auf die Frage, wie man den Krieg beenden wolle? "Man müsse nur genug Menschen töten", war seine Antwort. Aus diesem Grund muss provoziert werden.

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  2. Anonym27.2.12

    "Aus diesem Grund muss provoziert werden"
    Gut möglich. Wenn man zurückblickt, also wie das alles begann...
    Fischer-Schröder-Struck: Sicherheit am Hindukush verteidigen.
    Das ist genauso verlogen, wie die Amis damals in Vietnam ihre Freiheit in Südostasien verteidigen wollten.
    Die Folgen dieses verlogenen Kampfes sind bis heute sichtbar. Spiegel online berichtete mit dem Titel: "Frau Truongs endloser Krieg" Die Opfer reichen bis in die dritte Generation. Drei Millionen Menschen, nimmt das Vietnamesische Rote Kreuz an, sind Agent-Orange-Opfer. Die Organisation schätzt, dass davon 150 000 Kinder genetische Defekte haben. Mittlerweile ist die dritte Generation betroffen.

    Das trifft nicht nur für Vietnam zu. Auch im Irak, Afghanistan im Balkan und in allen anderen Ländern, in denen Uranmunition zum Einsatz kamen und weiterhin kommen, werden die Folgen mehrere Generationen irgendwie ertragen müssen.

    Leider ist das kein Thema für unsere Politiker.
    Die Grünen, von denen ich nun wirklich nicht mehr weiss, was an dieser Truppe grün sein soll, die sich auch den Umweltschutz auf die Fahnen schreiben will oder wollte, kann dieses menschenverachtende Handeln unschwer kritisieren. Schliesslich haben sie die Deutschen nach 1945 wieder in Kriege geschickt.

    G. Bieck

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  3. Anonym27.2.12

    Der Schröder hat die Bundeswehr den Amis regelrecht aufgezwungen, die wollten unsere Armee gar nicht.
    Mir ist es auch bis heute schleiherhaft, was wir da überhaupt zu suchen haben.

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  4. Anonym27.2.12

    In Deutschland wurden auch schon mal Bücher verbrannt.

    Ein Uralter Dichter bewertete das so: "Das war ein Vorspiel nur, dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen."

    Es ist zwar nur Spekulation, aber die Verbrennung des Koran`s könnte man durchaus auch als Nichtachtung der gesamten Islamischen Welt werten.

    Ich erinnere mich noch an Betitelungen wie "Schurkenstaaten".

    G. Bieck

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